Montag, 25. Juni 2018

Haithabu, zu Besuch bei den Wikingern


Bereits 2010 haben wir das Wikinger Museum Haithabu besucht und es war klar, da müssen wir dringend noch einmal hin.
Louisa und Jolina waren damals viel zu klein um überhaupt zu verstehen was wir da gerade anschauten.

Das Museum unterteilt sich in ein klassisches Museum mit Ausstellungsstücken und Nachbauten, wo man Erstaunliches über die Wikinger erfahren kann, die so viel mehr waren als wüste Gesellen mit "HauDrauf-Mentalität" ´, der nach einem ca. 1,5 km langen Fußweg erreichbare Teil ist ein Freilichtmuseum in dem Wikingerhäuser nachgebaut wurden, die so auch an Ort und Stelle gefunden wurden.




Im Museum kann man den Fund eines Wikingerschiffs bewundern und um sich die Größe besser vorstellen zu können wurde eine Hälfte nachgebaut.
Ein bisschen erwartet man Wicki dort zu treffen.


Es ist wirklich erstaunlich was sich alles erhalten hat und wie entwickelt dieses Volk schon war.


Da es Mittagszeit war beschlossen wir zur Besserung der Laune von 2 jungen Damen erst einmal etwas zu essen.
Es gibt ein kleines Lokal, das 2010 noch einen genialen Wikingereintopf auf der Karte hatte, heute gab es Würstchen und Salate, die zwar wirklich sehr lecker und eine große Auswahl boten, doch ich mag keine Buffets in denen alle Leute drin rum wühlen.
Nur so mal als Anmerkung, wenn man als Verein eine Kuchentheke macht braucht man laut Verordnung einen "Spuckschutz" so heißt diese Glaswand wirklich, oder der Kuchen muss hinter den Verkäufern stehen und hier .... na ja, ich bin da etwas speziell, aber Wurst wollte ich jetzt auch nicht. Die Suppe von 2010 wäre cool gewesen.


Da Jolina keinen Salat mag gab es für sie nur ein Brötchen, doch sie war glücklich damit, puhhh.


Christian hatte mal wieder Dinge auf dem Buffet gefunden, die ich nie sehe.


Frisch gestärkt und jetzt 4 fach gut gelaunt machten wir uns auf den Weg zum Freilichtmuseum.


Seht Ihr das Gesicht im Wurzelwerk, unheimlich.



Der Weg führt entlang des Haddebyer Noor. Lange war der Ort Haithabu vergessen worden, ein Glücksfall, dass sich alles so gut erhalten hat, denn hier wurde nie überbaut und die Nässe des Bodens tat sein Übriges dazu. Nur der Wall war noch erhalten.


Die Hochlandrinder, die den ursprünglichen Rindern der Wikinger ähneln grasen recht weit vom Weg entfernt und stehen zu meiner Verwunderung auch im Wasser, so warm ist es bei 15 Grad ja nicht, dass sie Abkühlung bräuchten.


Jolina rennt mit Begeisterung im Hüpferschritt vor uns her, auf dem nächsten Bild sieht man den erhaltenen Wall. Hier führen 2 Wege zum Ziel, einer mit Treppen über den Wall, der andere Kinderwagentauglich drum herum.

Wer gar nicht gut zu Fuß ist, wir sahen, dass eine Rollstuhlfahrerin mit dem Wagen bis vor das Wikingerdorf fahren durfte, also ist Barrierefreiheit zum Teil gegeben.


Auf dem Wall grasen Schafe, eine Rasse wie sie damals auch schon die Wikinger hatten, ganz flauschig fühlten sich die an.


Natürlich waren die Mädels Feuer und Flamme.


Das Wikingerdorf besteht aus 7 Häusern die originalgetreu nachgebaut wurden, auch ein kleiner Nutzgarten ist angelegt.


So schlummerten als die Wikinger, im Familienbett, viele Blogger handeln das ja als den neuesten, heißen Scheiß, dabei schlief man damals auch schon so, allerdings auf Fellen, also weniger vegan.


Ich mogele jetzt mal ein Bild unseres Ausfluges von vor 8 Jahren hier unter.
Bilder mit Blitz sind immer Mist, aber in den dunklen Hütten geht es nicht anders.


Jolina, Wikingerfürstin 2010


Jolina, Wikingerfürstin 2018


Auch Louisa hat im Chefsessel Platz genommen.


Hier kann man Geschichte nicht nur ansehen, sondern begreifen, gerade für Kinder ein beeindruckender Ort, so ganz ohne Strom und Handys


Irgendwie erwartet man von der großen Versammlungshütte mehr. Vielleicht fehlen auch einfach nur die Wikinger darin.


Hier wird glaube ich Fladenbrot gebacken. Es sind Kinder hier auf dem Gelände die in das Leben der damaligen Zeit eingeführt werden, mit Bogenschießen, Brot backen usw.




Erstaunlich, dass man die Runen lesen kann. Dieser Runenstein sieht zwar aus als hätte Obelix den dort abgestellt, doch das ist dann doch ein Vertreter eines anderen Volksstammes, oder?


Natürlich finden sich auch viele coole Orte um Fotos zu machen.


Jolina hingegen findet viel cooles Holz.


Der Landungssteg ist etwas baufällig und Betreten verboten


Vom Steg aus kann man die Museumsgebäude sehen in denen die Funde ausgestellt sind und wir unbedingt noch Kuchen essen wollen, der sah sooo lecker aus.



Jolina möchte ein Segelboot bauen, die Idee ist schon mal gut, doch ein Segel aus Holz, hmmm....


Diese beiden Damen beim Wolle spinnen erklärten dann, dass die Segel auch aus Wolle waren, das hätte ich niemals gedacht. Segel aus Wolle?
Leinen sei nass nicht mehr tauglich und der Wind könne in ein nasses Wollsegel immer noch sehr gut blasen und es taugt auch nass noch etwas.
Für ein Wollsegel brauchten die Leute, trotz mehrerer Webstühle über ein halbes Jahr.








Was mich erstaunte waren die Feuer und Kochstellen in den Häusern, waren die ja in vielen Kulturen, wegen der Brandgefahr aus den Häusern verbannt, selbst die Römer hatten extra Anbauten zum kochen.


Ich fand heute übrigens meine Größe von 1,56m als sehr passend, ich musste mich nie bücken.





Natürlich wollte sich Louisa etwas kaufen, eine Lederkette mit einem Pfeil, sie sieht aber auch wirklich sehr schön aus.





Eigentlich habe ich ja zwei Landkinder, doch Landkinder sind auch nicht mehr das was sie früher zu meiner Zeit mal waren.

So waren die Hühner plötzlich das Spannendste am ganzen Dorf.





Auf dem Weg zurück sprang Jolina dann nicht mehr so voller Energie, der Weg ist schon nicht ohne, wenn man ungeübt ist wie Jolina und macht ein bisschen müde, wenn man ihn hüpfend zurück legt.


Was im Dorf die Hühner waren, sind jetzt hier auf dem Weg die Schafe.



Wie geplant kehren wir nochmal im Museumscafé ein und essen leckeren Kuchen, aaahhh war der schokoladig, ein Traum.



Wenn ihr mal hier an der Ostsee Urlaub macht, das Wikingerdorf solltet ihr Euch unbedingt ansehen.

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