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Dienstag, 7. Juni 2022

Dokumentationszentrum des Kriegsgefangenlagers Bretzenheim

 


Wenn man auf der Bundesstraße 48 oder auf dem Nahe-Radweg von Bad Kreuznach nach Bretzenheim fährt, kommt man am Mahnmal "Feld des Jammers" vorbei.

Es erinnert an das Kriegsgefangenenlager das sich hier von 1945 bis 1948 auf dem Gelände befand.

Zusätzlich gibt es innerhalb des Ortes von Bretzenheim eine Dokumentationsstelle.

Das Lager in Bretzenheim war eines der größten der Rheinwiesenlager und bestand am längsten von allen dieser Lager. 
Da es am Ende auch Durchgangslager war durchliefen 750.000 Kriegsgefangene dieses Lager.
Als wir vor nicht ganz 30 Jahren nach Bretzenheim zogen war das Lager das erste das die ältere Generation erwähnte. Ich war erstaunt, dass man den Ort kannte, wenn ich erzählte wo wir hinziehen, die Reaktionen zeigten mir damals, dass dieses Lager in den Köpfen einer ganzen Generation war und Bretzenheim viele leidvolle Erinnerungen hervor rief.

Mittwoch, 28. April 2021

Wandern im Naheland: Familienwanderung "Findet Lemi" auf dem Lemberg

 

Lemberg Wanderung

Wir sind immer auf der Suche nach familientauglichen Wanderungen, die nicht zu weit oder zu steil sind.

Eine wunderschöne Familienwanderung kann man auf dem Lemberg bei Feilbingert machen.
Für die Kinder gibt es einen kleinen Geist zum suchen und für die Erwachsenen traumhafte Aussichtspunkte und den Silbersee.


Dienstag, 10. November 2020

Mein Naheland - Herbstspaziergang an der Nahe zwischen Bad Kreuznach und Bretzenheim

 

Herbstspaziergang an der Nahe bei Bretzenheim

Es ist höchste Zeit, dass ich dich mal wieder mitnehme auf einem Spaziergang bei uns im Naheland.

Bei herrlichem Herbstwetter spazieren wir ab Höhe Michelin Nahe abwärts bis zur Mündung des Appelbaches.

Donnerstag, 23. April 2020

Ausflüge im Naheland: Die Felseneremitage Bretzenheim



Die größte Sehenswürigkeit unseres Ortes Bretzenheim ist die Felseneremitage, die zwischen Bretzenheim und Guldental in die dortigen Felsen, das Rotliegend des Saar-Nahe-Beckens gehauen wurde.
Ein sehr alter heiliger Ort.

Die Bretzenheimer Eremitage ist das einzige Felsenkloster nördlich der Alpen.

Donnerstag, 26. September 2019

Wandern im Naheland: Vitaltour Wald, Wein und Horizonte


Der Herbst ist die schönste Jahreszeit zum Wandern und wir haben die letzten Sonnenstrahlen des Spätsommers genutzt um einen Teil der Vitaltour im Langenlonsheimer Wald zu erwandern.

Das praktische an der Tour ist, dass man sie aufteilen kann, sprich es gibt 3 Teilbereiche die man verbinden oder auch einzeln erwandern kann.

Da wir mit den Kindern unterwegs waren und auch nur einen kleinen Spaziergang geplant hatten liefen wir das kleinste Teilstück, das auf für Kinder nicht langweilig wird.

Montag, 9. September 2019

Das Freilichtmuseum in Bad Sobernheim


Wir sind ja große Fans von Freilichtmuseen, was ein Glück, dass wir hier eines direkt vor der Haustür haben. Das Rheinland-Pfälzische Freilichtmuseum in Bad Sobernheim.

Schon von klein auf toben unsere Mädels hier durch das Museum, oft auch mit Freunden, oder bei Ferienaktionen.
Wir waren schon oft in solchen Museen, doch unser Museum in Bad Sobernheim bleibt unser persönliches Highlight.

Als wir letztes Jahr dort waren trafen wir ein Paar aus den Niederlanden, die eine Tour durch Deutschland machen und versuchen dabei so viele dieser Freilichtmuseen zu besuchen wie nur möglich.
Diese Begegnung zeigte uns, dass wir nicht total neben der Spur sind, sondern viele Menschen unsere Begeisterung teilen.

Mittwoch, 4. September 2019

Fischerstechen in Bad Kreuznach


Wir wohnen jetzt schon seit 1995 im Naheland und Asche auf unser Haupt, wir waren noch nie beim Fischerstechen, vielleicht weil sich in der Zeit die Feste und Termine wieder ballen, doch dieses Jahr hatte ich mir fest vorgenommen "Wir schauen uns das Fischerstechen an!"

Wann findet das Fischerstechen in Bad Kreuznach statt?

Das Fischerstechen findet immer am ersten Wochenende im September auf der Roseninsel statt und geht von Freitags bis Sonntags.

Mittwoch, 19. Juni 2019

Wanderung von Bad Münster auf den Rheingrafenstein

Rheingrafenstein

Dieser Berg direkt über der Nahe ist der Rheingrafenstein mit der Ruine der Burg Rheingrafenstein.
Um dort hoch zu kommen muss man zwar nicht klettern, aber eine "nur" 500 Meter lange Wanderung nach oben machen.

Mittwoch, 20. Februar 2019

Das Salinental Bad Kreuznach im Winter


Auch im Winter lohnt sich ein Spaziergang oder eine Joggingrunde durchs Salinental, zwar haben die Gradierwerke von November bis vor Ostern Pause, doch trotzdem kann man hier durchatmen und die Ruhe genießen.

Das Salinental zwischen Bad Kreuznach und Bad Münster bildet eine unverwechselbare  Gesundheitslandlandschaft. Gradierwerke mit einer Gesamtlänge von 1,1 km, jedes Gradierwerk mit einer Höhe von 9 m, reihen sich aneinander. Diese gewaltigen Heckenwände, an denen beidseitig Salzwasser herabrieselt (Sole), bilden Europas größtes Freiluftinhalatorium. Ein Spaziergang ist nicht nur eine Wohltat für Ihre Gesundheit, sondern auch eine Reise in die Geschichte der Salzgewinnung.

Die Bilder die wir hier noch geschossen haben zeige ich am 21.2., denn hier kann man auch ganz wundervoll Bilder machen, die einen anderen Hintergrund haben als üblich.

Montag, 4. Februar 2019

Winterspaziergang im Naheland



Ich habe am Freitag einfach mal meinen Mantel angezogen, die Kamera mitgenommen und bin in die Weinberge gestapft.

Auch im Winter gibt es hier an der Nahe viel zu entdecken, seht selbst.

Donnerstag, 30. August 2018

Fotoshooting an der Nahe mit One Tip Top von MiToSa-Kreativ


Seit gestern gibt es ein neues Schnittmuster für Euch.
Ich hatte es schon im Juni zum Probe nähen, so erklären sich auch die Bilder an der übervollen Nahe.
Da war es noch nicht trocken und die Steininsel an diesem Platz sogar überflutet.

Doch wir reden hier ja nicht übers Wetter, sondern über ein Top, das übrigens genau über das One Tip Shirt passt.

Freitag, 1. Juni 2018

Speisen im Naheland: Das Waldheim


Heute nehme ich Euch mit auf den Kuhberg, den Hausberg von Bad Kreuznach.
Wir machen einen kleinen Spaziergang durch den Wald bis zum Waldheim, dort kann man an 4 Tagen die Woche (Mi, Fr, Sa und So) und an Feiertagen wirklich lecker essen und günstig ist es auch.

Das neue Waldheim - Der Waldgasthof vom Nahetal

Mittwoch, 16. Mai 2018

Reisen im Naheland: Klosterruine Disibodenberg


Nachdem ich mit Euch das kleine Stück des Hildegard Pilgerwegs zum Disibodenberg hoch gewandert bin, was auch für kleinere Kinder gut zu laufen ist, zeige ich jetzt das Ziel.

Die Klosterruine Disibodenberg



Ein Ort der für mich immer eine ganz besondere Aura hat. Hier atmet Geschichte und es ist, als sei der Geist aus der Vergangenheit immer noch spürbar.
Immerhin ist dieser Ort schon in Vorchristlicher Zeit ein Kultplatz gewesen.

Ich glaube wirklich, dass es Orte gibt an denen etwas, hmmm, wie kann ich es ausdrücken? Magisches ist, oder Heiliges, eine spirituelle Kraft, sonst wären sie nicht immer wieder als "heiliger Ort" ausgewählt worden.

Donnerstag, 19. April 2018

Reisen im Naheland: Wanderung zum Disibodenberg - Auf den Spuren von Hildegard von Bingen


Heute möchte ich Euch mal einen Teil des Pilgerwanderweg Hildegard von Bingen vorstellen.

Der ganze Weg ist 137km lang, beginnt in Idar Oberstein und führt durch das wunderschöne Naheland, das ich in der Blogserie "Mein Naheland" vorstellen möchte.

Da weder ich, noch Jolina sehr trainiert sind werden wir diesen nicht erwandern, allerdings werden wir immer wieder Etappen hier vorstellen.

Hier also den Disibodenberg auf dem die heilige Hildegard lange lebte.

Freitag, 23. Februar 2018

Reisen im Naheland: Brückenhäuser in Bad Kreuznach

Brückenhäuser Bad Kreuznach

Ich liebe meine Heimat, das Naheland, das Leben am kleinen Fluss.
Deshalb gibt es jetzt die Serie im Blog, die mir so am Herzen liegt. Euch MEIN NAHELAND zu zeigen und Euch vielleicht auf den Geschmack zu bringen hier auch mal ein paar Tage zu verbringen.

Ich möchte mit der größten Stadt dieser Region beginnen und ihrem Wahrzeichen, den Brückenhäusern.

Sonntag, 29. Mai 2016

Jolina fährt (endlich) Fahrrad, mit Video

An dieser Stelle erwartet Ihr ja sicher das Sonntagskino.
Keine Angst, auch heute gibt es ein kleines Video, doch zusätzlich auch viele Bilder und ein paar Worte zu dem Ganzen, denn heute ist das Sonntagsvideo ein neues "Jolina-Video"



Ich bin ja ein absoluter Stützrädergegner. Als mein Mann, gegen meinen ausdrücklichen Wunsch, aber auf "guten" Rat seines Vaters die Stützräder an Louisas Rad (übrigens das auf den Bildern) schraubte, bekam ich mal wieder einen meiner Anfälle.
Es war ja nicht so, dass ich ihm nicht schon gefühlt 100 Mal erzählt hatte, dass Laufräder so gut fürs Gleichgewicht sind und der Übergang zum Fahrrad dadurch so einfach ist. Die Kinder können schon lenken und Gleichgewicht halten, jetzt kommt nur noch treten und bremsen dazu.
Stützräder verhindern das Erlernen des Gleichgewichts auf dem Rad und so bleiben die Kinder auch mal stehen ohne zu kippen und lernen nicht, dass sie das Rad in Bewegung halten müssen....blablabla.
Damals schraubte er also die Stützräder wieder ab, bevor ich explodiert wäre und Louisa setzte sich aufs Rad, man hielt ein paar Meter fest und schwupps sie konnte es sofort, ohne Üben. (Zum Glück, sonst hätte ich ja nicht Recht gehabt ;-) )


Bei Jolina wollte ich es ganz genau so machen, doch wenn Louisa mit unter 2 schon auf ihrem Laufrad rum sauste, konnte Jolina mit 2 noch nicht laufen und es dauerte lange, bis sie überhaupt die Größe hatte das Rad zu benutzen und dann fehlte es an Mut/Wille das Teil wirklich endlich zu benutzen. Das fing jetzt erst so langsam an, aber immer noch mit Füßen ununterbrochen am Boden, also nix mit Gleichgewicht lernen und so.


Jetzt hat Jolina aber immer noch Krankengymnastik, weil ihre Muskulatur so schwach ist und die soll dringend gestärkt werden um die schwachen Bänder etwas zu unterstützen.
Die Therapeutin meinte Rad fahren wäre sehr gut für sie, wegen der Tretbewegung und ich müsse überlegen was Priorität hätte, Gleichgewicht oder Muskulatur.
Innerlich grummelnd warf ich also meine Pläne über den Haufen und wir holten das kleine Fahrrad, das sicher schon 20 Jahre auf dem Buckel hat, von meinen Schwiegereltern wieder ab und suchten die Stützräder dazu und mein Mann durfte sie anschrauben *seufz*



Wer jetzt denkt Jolina wäre das Kind das sich da begeistert drauf setzt und probiert irrt sich. Dieses Kind haben wir auch, doch das heißt Louisa.
Jolina weigerte sich erst, denn Nein! ist eigentlich die Standardantwort für alles und jeden.
Wir probierten es auf unserer Terrasse, denn das Geschrei und der Affentanz wie wir uns zum Hansel machten, muss ja nicht auch noch auf der Straße statt finden.
Irgendwann saß Jolina auf dem Rad, wusste mit den Füßen aber nicht recht was anzufangen.
Um ihr die Bewegung zu verinnerlichen nahm ich ihre Füße und bewegte sie auf den Pedalen, au mein Rücken, zusätzlich fehlte die dritte Hand zum lenken.




Irgendwann hatte sie das Prinzip verstanden, doch es fehlte die Kraft und der Schwung um über diesen einen Punkt zu kommen, wenn eine Pedale oben und die andere unten ist.
Oft wollte sie rückwärts treten und fing wütend an zu schreien, wenn "es" dann bremste.


Noch letzte Woche machte der Papa einen Versuch auf der Straße, doch so richtig klappte es nicht.


Am Donnerstag (Fronleichnam und bei uns Feiertag) beschloss ich bei schönstem Wetter, während der Papa bei Kollegen zum Grillen war mit den Mädels mal den fast fertigen Deichrückbau zu begutachten, dort läuft nämlich ein schöner ebener und breiter Radweg durch.


Ich parkte das Auto also im angrenzenden Gewerbegebiet und nicht wie viele Fußfaule direkt neben dem Radweg im Überschwemmungsgebiet und kaum hatte ich Jolinas Rad aus dem Kofferraum geholt war sie nicht zu bremsen, setzte sich drauf, obwohl ich "Warte doch!" rief und fuhr los.
Einfach so, als hätte sie das schon immer gekonnt.


Es ist fast immer das Gleiche bei Jolina. Man übt und übt und übt und .... (das mit den vielen Wiederholungen hab ich ja schon oft erklärt), aber nichts, wirklich gar nichts tut sich. Keine winzigen Verbesserungen, nichts was einem schon einen kleinen Erfolg feiern lässt und zum Durchhalten animiert, nein, Üben ohne erkennbaren Erfolg.
Und dann, eines schönen Tages kann das Kind das was geübt wurde als hätte sie es schon seit Monaten so gemacht.
Leider kann man nie abschätzen wie lange die Durststrecke noch dauert, das macht das ganze so zermürbend und unberechenbar.
Das mit dem Fahrrad fahren war jetzt ein schneller Erfolg, aber ich wette das ohne Stützräder fahren wird ein hartes Stück Arbeit und vielleicht klappt es auch nie, denn Jolinas Gleichgewichtsgefühl ist sehr schlecht.


Zusätzlich zu dem Erfolgserlebnis konnten wir auch gleichzeitig noch den neu geschaffenen Polder genießen. Ein bisschen Arbeit ist noch, denn bevor das Ganze fertig war kam schon ein "ungeplantes" Hochwasser und der Nahedeich war schon weg. Da stand die Baustelle erst mal unter Wasser.


Gewichen sind ein Hühnerhof und Pferdeunterstände und Felder, geblieben ist dieser wunderschöne alte Baum, der Radweg und ein kleines Stück vom alten Deich.
Den flitze Jolina dann mal hoch und war eigentlich auch schon recht müde vom strampeln.
Ehrlich gesagt hätte ich nie gedacht, dass sie so weit kommt.


Das folgende Bild mag ich besonders und wenn ihr genau schaut seht ihr im rechten Bilddrittel die brave Nahe, doch das täuscht, denn nicht umsonst kann man den ursprünglich keltischen Namen mit "wilder Fluß" übersetzen.
Dieses Überschwemmungsgebiet soll die Orte am Rhein schützen, denn das ist nicht wenig was dieser kleine Fluss bei Hochwasser zum Rheinpegel beiträgt. Hat übrigens, bitte festhalten 13,5 Mio Euro gekostet, doch natürlich steht diese Zahl gegen die Kosten der Schäden die ein Hochwaser am Rhein verursacht.


Zurück wollte sie dann nicht und musste mit Eis gelockt werden, das ich dann aber ständig androhte zu entziehen, wenn sie bockig wurde, klar sie war müde, kann ich verstehen, doch diese Wutanfälle gehen einfach nicht, vor allem bin ich ihr körperlich nicht mehr gewachsen, ich kann sie vielleicht 20 Meter weit tragen, mehr geht nicht mehr.




Louisa bereute an dem Punkt mit den Inlinern hinterher gelaufen zu sein, doch sie schaffte dann den Weg zurück zum Teerweg.





Das Wetter war so, ach, einfach so zum ins Gras legen, in den Himmel schauen und denken "Das Leben ist schön", leider ist das mit Jolina im Schlepptau nicht möglich, der Blick sollte besser immer und ständig am Kind sein, denn all zu schnell kommt sie auf Ideen ohne Gefahren einschätzen zu können, so wie einen Fluß, oder Autos auf dem Radweg, oder E-Bikes.




Eine kurze Pause bevor es wieder aufs Rad ging und dann musste ich Jolina extrem mit Eis überreden die Strecke auch wieder zurück zu fahren.


Dahinten die Berge sind schon das andere Rheinufer und man sieht auch die Germania
ziemlich in der Bildmitte


Es war schwierig Jolina am rechten Rand des Radweges zu halten, sieht auf den Bildern auch aus als wäre das doch kein Thema. War es aber doch, denn durch den Feiertag und das schöne Wetter war der Weg, der ein Teil des Nahe-Rad-Weges ist, stark besucht und von beiden Richtungen kamen viele Radler und davon manche sehr schnell, weil sie eben sportlich sind und andere auf ihren E-Bikes.

Und da geht mir ja echt der Hut hoch.
Leute, es ist sau gefährlich geworden durch diese Dinger.
Da kaufen sich Leute, die ihr Lebtag zu unsportlich oder zu faul waren sich aufs Rad zu setzen ein E-Bike und brausen dann mit einem Affenzahn, auch noch nebeneinander und ohne Helm, über die Straßen. Sie sind, das konnte ich beobachten, nicht in der Lage aus zu weichen, weil sie gar nicht gewöhnt sind zu radeln und klingeln können sie auch nicht und leider hört man sie auch nicht, früher hörte man solche Leute ja vielleicht durch asthmatisches Röcheln, doch heute sind sie plötzlich hinter dir und streifen dich auch schon mal.
Ich sage ja nichts sich am Berg unterstützen zu lassen, aber hier dieser Weg ist bretteben, da braucht man keinen Motor.


So war es eine große Herausforderung Jolina immer von der Mitte zu verdrängen, auch wenn mal wieder ein blöder Autofahrer unbedingt diesen Radweg benutzen musste um dann an der Nahe mit dem Hund Gassi zu gehen.
Ich hasse dieses "nicht an Regeln halten", das sich immer mehr verbreitet. Die Leute denken immer "Ist ja nicht schlimm"
"Ist ja nicht schlimm, wenn ich mal schnell über den Radweg fahre" - Schlimm ist aber gewesen, dass das in der Stunde 10 Leute dachten
"Ist ja nicht schlimm, mal eine Brötchentüte auf die Straße zu werfen." - Schlimm ist aber, dass das viele machen und es am Wegesrand aussieht wie auf einer Müllhalde. Pfui, schämt Euch
"Ist ja nicht schlimm, mal schnell auf dem Behindertenparkplatz zu stehen, ist doch immer leer." - Doch ist schlimm, denn die Mutter eines Jungen mit Down Syndrom, der noch schwerer ist als jolina, aber genau so alt braucht diesen Platz und ständig ist er zu geparkt von "Ist doch nicht schlimm-Menschen"
Musste ich jetzt mal sagen und ich hoffe es ist nicht schlimm ;-), dass ich mal kurz vom Thema abgewichen bin.


Am Ende war Jolina aber total kaputt und wollte laufen, also half Louisa aus und schob das Rad gebückt, mit den Inlinern an den Füßen vor sich her.

Ganz zum Schluß gab es dann doch noch ein kleines Unglück, denn über die Deichkuppe brause ein "ist nicht schlimm-Auto" und Louisa wollte ganz an den Rand und fiel mit dem Rad hin. Jolina merkte, dass Louisa sich weh getan hatte und rannte los um zu ihr zu kommen, das Auto verminderte die Geschwindigkeit nicht, dachte, die kann ja auf die Seite, sieht mich doch. Ich schrie "Stopp" und rannte mit Zwischenzehenbirkis (tolle Laufschuhe) hinter Jolina her, die auf Stopp schreien, inzwischen leicht panisch und schrill, nicht reagierte. Irgendwann erreichte ich sie und zog sie an den Rand, das Auto, bzw die Fahrerin glotze blöd aus dem Seitenfenster und hatte die Geschwindigkeit immer noch nicht reduziert. "Waren wohl nur "ist ja nicht schlimme 30 km/h)
Mein Kind wäre aber in das Auto gerannt, ohne es nur zu registrieren, denn das was sie als einziges sah war ihre Schwester die mit blutenden Knien und Händen auf der Straße lag.
Jolina kann wie viele Menschen mit Down Syndrom nicht viele Reize gleichzeitig verarbeiten, somit wird das Auto ausgeblendet und es ist einfach total gefährlich.
Liebe Autofahrerin, die du das jetzt eh nicht lesen wirst, wenn man schon unerlaubt auf einem Radweg fährt, dann hält man in so einer Situation an. 1. weil das Kind offensichtlich nicht reagiert und 2. weil das andere Kind sich auch offensichtlich verletzt hat.
Du blöde Sumpfkuh!

Den Rest des Weges legte ich mit schniefender Jolina an der Hand und Fahrad mit der anderen Hand hinter mir her ziehend zurück. Ist aber nicht schlimm, denn das zähle ich als zusätzliches Workout.

Zu Hause sollte Jolina dann wirklich kein Eis bekommen, weil sie nicht gehört hat, doch während sie fassungslos ihr Eis einforderte, während Louisa ihr Kaktuseis schleckte, konnte ich dann doch nicht so hart sein, denn sie hatte ihre Sache ja wirklich ganz toll gemacht auf dem Rad.
Allerdings gab es nur ein kleines Minieis und ich erklärte ihr auch wieso.

Davon könnt Ihr Euch jetzt endlich auch in bewegten Bildern überzeugen.
Warum Jolina immer "Tooor" ruft wenn sie an mir vorbei fährt weiß ich nicht und das "Du nicht" am Ende bezieht sich darauf, dass sie Eis bekommt, aber Louisa nicht. Jedenfalls wenn es nach ihr ginge.


Sonntag, 12. Juli 2015

12 von 12 - Juli 2015

Heute mach ich mal wieder im Doppelpack mit bei 12 von 12
(also mit beiden Blogs)
nur das Anfangsbild ist das Gleiche, dann trennen sich die Bilder, aber nicht unsere Wege, denn es ist ja Sonntag und die Familie hängt heute zusammen.

Mehr Bilder von Sonntagen quer durch die Lande findet ihr bei Caro: hier.

"Mama, mein Tattoo ist schon ganz blass, ich brauche dringend ein Neues!"
Solange die zum aufkleben sind solls mir recht sein

Das mit dem Drücken auf dieser blöden Ampel ist wirklich ne Qual
Jolina schafft es nie den Punkt genau in der Mitte zu treffen um den Kontakt auszulösen.

Wettrennen durch den "Durchbruch"

Der "Durchbruch" ist eigentlich das alte Bretzenheimer Schloss oder das was davon übrig ist
Man beachte das flüchtende Kind (das übliche Bild)

Louisa an der Stelle wo der Guldenbach in die Nahe fließt
wie ich erfahre sind die Mädels dort in letzter Zeit ziemlich oft
(auf der "Steininsel")


Trotz vieler Steine
Jolina möchte die Schuhe ausziehen wie die große Schwester
die Eltern unken mal wieder "du läufst da doch eh nicht drauf"

5 Minuten ist sie tatsächlich ohne Schuhe über die Steine balanciert,
aber dann mussten die Schuhe wieder angezogen werden.
Ich kann das gut nachvollziehen - aua

Zu diesem Bild gibts im JoLou-Blog ein Gegenstück
allerdings bin ich nicht hochgeklettert,
hätte ich als Kind auch nicht gemacht, ich Schisshase


"Schau mal, ich hab ne Blume gefunden. Komm knips!"

Nachdem unser Tablet von heute auf morgen den Geist aufgab haben wir beschlossen, dass Louisa von ihrem Geburtstags- und Weihnachtsgeld ein Notebook bekommt.
Jetzt übt sie sich im Schreibprogramm und natürlich darf sie auch spielen und für die Schule auf "Blinde Kuh" nachschlagen.
Jolina bekommt dann wohl zu Weihnachten ein eigenes neues Tablet, denn die darf jetzt nur noch zusehen und gibt lautstark Kommandos.
Danke fürs vorbeischauen, den Bericht vom Freilichtmuseum und dem Fanta4-Konzert sind natürlich nicht vergessen und kommen nächste Woche in Wort, Bild und sogar teils bewegten Bildern.