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Freitag, 17. August 2012

Eltern-Kind.Blogparade August 2012

Hallo!

Meine Mama hat jetzt mehr Zeit als Ihr lieb ist, gerade sitzt sie wieder hier mit Fuß hoch und Kühlakku drum, deshalb lass ich heute mal Mama was schreiben ;-)

Auch Hallo von mir ;-)

ich bins die Martina.

Dieses Mal passt das Thema der Eltern-Kind-Blogparade wie Faust aufs Auge und auch, dass dieses Mal für jeden Beitrag eine Spende gemacht wird.

Thema ist:



Sorry, meine Schrift, spinnt

Der Sponsor Sparlingo.de, Portal für Gutscheine und Rabatte in allen Bereichen des Onlineeinkaufs, spendet im Rahmen der Augustaufgabe 2 € je Teilnehmer der Parade an das Kinderhospiz Löwenherz. Schon alleine deshalb sollten ganz viele mitmachen.

Unsere Geschichte ist wohl etwas anders als der Standard.


Kind Nr. 1 

nach langen Jahren des Probierens war ich 2005 endlich schwanger, bestellt hatte ich ein Mädchen und bitte gesund. Obwohl wir schon so lange den Kinderwunsch hatten war ich mir sicher, ein behindertes Kind ist das letzte was ich möchte.
Also Fruchtwasseruntersuchung zu der man ab einem gewissen Alter eh gedrängt wird.

Es dauerte etwas länger weil man uns später sagte es waren Anzeichen für einen offenen Rücken, aber:
"ALLES WAR GUT! und juhu: EIN MÄDCHEN!" 100% sicher, den Chromosomen lügen nicht.

Ich konnte meinem Rosawahn freien Lauf lassen und die 582 möglichen Namen reduzierten sich schlagartig um 362.

Natürlich gibt es immer ein Risiko und die Geburt ist auch so eins doch ein Notkaiserschnitt brachte mein gesundes Mädchen ans Licht.


Kind Nr. 2

wenn man schon Kinder hat sieht man vieles anders und ich war glücklich, dass ich es mit einer Punktlandung geschafft hatte. Mein Erziehungsurlaub lief gerade ein paar Wochen vor dem Geburtstermin aus, cool.

Noch cooler war, dass die Mutter der besten Freundin meiner Tochter eine Woche nach mir Geburtstermin hatte.
Fast 12 Wochen hatten wir uns gegenseitig unsere Übelkeit verheimlicht *lol* von da ab litten wir gemeinsam und wunderten uns, dass beim zweiten Kind alles anders ist. Ich schob es darauf, dass es wohl ein Junge würde und kaufte sogar schon neutrale Dinge auf einem Babybasar, dabei wünschte ich mir noch ein Mädchen, klar ROSAmania

Eine Fruchtwasseruntersuchung wurde 2 mal noch auf dem Behandlungstisch abgeblasen, weil die Entwicklung zu weit zurück war.

Meine Aussage war: "Dann soll es wohl nicht sein! Ein Kind mit Down Syndrom ist eh kein Grund zur Abtreibung für mich!" Ja ja, seht Ihr, so ändert man die Einstellung. Die Antwort des Arztes war allerdings: "Was tun sie dann hier?"

Man drängte mich dann zu einem großen Ultraschall der über eine Stunde dauerte und bei dem ich selbst sah, dass es ein Mädchen war, kein Arzt bestätigte dies, aber ich konnte doch genau sehen, dass da.....

Lange Geschichte abgekürzt: Es war gut so, denn dann war ich nicht in der Zwickmühle.

Ich hatte recht, es wurde ein Mädchen und es hat das Down Syndrom.

Ich bin froh, dass erst beim 2. Kind Mutter Natur mal ne Variante ins Spiel brachte, so ist alles gut wie es ist. Natürlich hüpfen wir nicht vor Freude dass unser Kind ein kleines Extra hat aber das tun wir auch nicht beim anderen, dass sie das nicht hat.

Und noch eine Geschichte am Rande.
Ich erzählte mit einer Schwangeren und fragte sie was sie sich wünschen würde weil sie ja schon einen Jungen und ein Mädchen hätte, da kam die Antwort "Egal, Hauptsache Gesund!" und dann sah ich wie sie das am liebsten zurück genommen hätte.
Aber nein, Jolina ist nicht krank, jedenfalls nicht immer ;-)
Durch ihr Down Syndrom hat sie ein schlechtes ImmunSystem und ist dadurch oft und wenn dann sehr lange krank, ein Schnupfen dauert viele Wochen, aber nein zu uns darf man das ruhig sagen HAUPTSACHE GESUND :-)



Eure Martina