Hallo Ihr Mamas, wie war Euer Muttertag?
Wollen wir mal zusammentragen was wir so erlebt haben? Tragt Euch einfach unten in der Linkparty ein.
Ich werde Euch hier gleich
ungeschminkt von meinem Muttertag erzählen.
(Achtung, ich habe es natürlich etwas überspitzt geschrieben, aber es hat sich eigentlich genau so zugetragen)
Ich mag ja diese Tage sowieso nicht, wenn plötzlich alle ihr Sonntagsgesicht aufsetzen nur weil es im Kalender steht und das was am Ende übrig bleibt ist Fake und ein blödes Gefühl.
Ich finde, wenn man es nicht ehrlich meint, sollte man es doch besser lassen. Ich lege ja wirklich keinen Wert auf Muttertag, denn ich möchte, dass man meine Arbeit und mein Muttersein schätzt zu den Zeitpunkten wo es angebracht ist und wann es einfach mal raus will.
Doch auf der anderen Seite erwarte ich, dass wenn man schon einen auf "Muttertag" macht, dass das durchgezogen wird und nicht nur so dahin gerotzt.
Nicht falsch verstehen, das ist jetzt nicht die Abrechnung mit meiner Familie, denn wer mich auf
instagram verfolgt oder
facebook hat auch schon gesehen was mich gestört hat und genau eben da haben auch schon andere Mütter genau das gleiche Problem vermeldet.
Klar sie meinen es ja gut, aber gut gemeint ist nicht gut gemacht und ab einem bestimmten Alter sollten die Kinder auch schon selbst darauf kommen, dass sie da wohl etwas falsch verstanden haben mit dem Muttertag und die Männer auch, vor allem die, denn an dem Tag sollten sie den Kindern mal hilfreich zur Seite stehen und einmal ihren Tunnenblick aufgeben und aus ihrer Wohlfühlzone treten.
Wir Mütter wünschen uns zu Muttertag nicht irgendwelche Geschenke und ein Frühstück und damit kann man nen Haken in den Kalender machen, wir wünschen uns Wertschätzung.
Ich erwarte nicht, dass ihr genaso so ehrlich seid wie ich, vielleicht habt ihr ja auch perfekte Familien, oder ihr findet da kann man drüber weg sehen. Doch mal ehrlich? Dann sollte man den Muttertag doch besser ganz sein lassen, das ist doch ein Freibrief für ein weiteres Jahr von Mutti verwöhnen lassen und nächstes Jahr schenkt man einfach wieder ne Schachtel Pralinen.
Mein Tag startete damit, dass Louisa wie angekündigt extra früh aufstand um mir ein Frühstück zu machen. Schon im Vorfeld erklärte ich ihr nochmal, dass ich Frühstück im Bett nicht mag, finde ich total ungemütlich.
Angekündigt waren Eierkuchen, ich überzeugte sie Pancakes zu machen und erklärte dem Papa am Vorabend nochmal wie das so funktioniert, damit der Teig auch richtig wird.
Geweckt wurde ich dann zu den angekündigten Zeit, oder etwas vorher, die Pfannkuchen seien fertig und ich solle doch jetzt kommen.
Bis auf eine Kleinigkeit haben Louisa und ihr Vater die Pfannkuchen auch toll hin bekommen.
Natürlich war jetzt kein Tisch gedeckt, oder so, die Pfannkuchen standen auf einem Teller auf dem Herd und den Rest musste ich mir selbst zusammen suchen ;-)
Die Geschenke dieses Jahr fand ich wirklich schön. Aus dem Kindergarten eine süße Tulpe und aus der Schule ein selbst bemahltes Kästchen mit einer Kette die mir richtig, richtig gut gefällt.
Louisa weiß, dass ich schwarz mag und hat extra diese Kette für mich gewählt.
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Nach dem Frühstück räumte ich meinen Tisch ab *hust* und beschloss nicht wirklich viel zu tun. Ich setzte mich in der Garten zum lesen und zu Mittag wurde gegrillt.
Irgendwann meinte mein Mann, dass das Fleisch bald gut sei. Ich bewegte mich nicht und sagte: "Sag Louisa sie soll den Tisch decken!" Ich wollte es jetzt wissen.
Aber Louisa musste dringend Blaulichtreport oder ähnlichen Mist ansehen und auf meinen Anpfiff hin meinte sie, sie hätte ja mit Jolina Barbies gespielt. (Was natürlich als großes Opfer ausgelegt wurde)
Sauer, ihr konntet es bei facebook lesen, versteckte ich ALLE Fernbedienungen im Schrank bei den Tellern, da würde sie nie hinsehen.
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Nach dem Essen half mein Mann immerhin noch den Tisch auf der Terrasse ab zu räumen und verkrümelte sich in den Strandkorb, die Mädels auf die Schaukeln.
Da stand ich dann, im Kalender stand rot eingedruckt zum Hohn MUTTERTAG, und betrachtete das Chaos in der Küche. Die Spülmaschine war noch nicht fertig ausgeräumt und alles stand rum.
Ich weichte erst mal die Rührbesen ein, an denen der Teig inzwischen zu einer betonharten Masse getrocknet war und versuchte die verklebten Pfannenwender von der Pampe zu befreien. Ich räumte die Spülmaschine aus, verstaute das restliche Fleisch im Kühlschrank und räumte das schmutzige Geschirr in die Spülmaschine. Die Pfannen und Co, die von Hand gespült werden müssen beschloss ich erst am Montag zu säubern, immerhin hatte ich ja auch Sonntag und sogar Muttertag. (Hier kann man wahlweise in schallendes Gelächter oder in Tränen ausbrechen)
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Ich machte mir einen leckeren Eiskaffee,
nach diesem Rezept, schnappte mir mein Buch und innerlich kochte ich ein wenig vor Wut als ich dann sah, dass mein Mann zwar den Tisch abgeräumt hatte, auch alle Gläser, nur meins stand da noch einsam in der Sonne und mein Wasser hatte inzwischen angenehme Badewannentemperatur angenommen.
Wäre es ja jetzt nicht Muttertag gewesen, hätte ich mich nicht so geärgert, denn es war ja wie immer. Ich habe mich ja auch zu einem Hausfrauendasein entschieden. Mein kleiner Sonntag ist wenn Montags das Haus leer ist und ich in Ruhe mal was tun kann, ohne, dass jemand etwas will oder mich fragt "Mama, wohin gehst Du?"
Liebe Kinder und Männer, es kommt uns Müttern nicht darauf an, dass ihr uns Geschenke macht, wir wollen, dass ihr endlich mal Wert schätzt was wir tun und das ist eben nicht so, wenn ihr den Teig am Rührbesen kleben lasst und wir hinterher noch mehr Arbeit haben. Glaubt ihr wirklich das tut sich alles von alleine? Scheinbar, und so lange das so ist, wisst ihr auch nicht, was wir wirklich so alles stemmen müssen, auch wenn es in euren Augen nur Kleinigkeiten sind, wie einfach die Rührbesen nach Benutzung nur mal unter fließend Wasser ab zu spülen, oder sogar zu spülen und weg zu räumen.
Für nächstes Jahr werde ich im neuen Kalender das rote Muttertag gleich mit TippEx entfernen, damit ich mich nicht aufregen muss.