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Freitag, 20. Februar 2026

Down-Syndrom und Pubertät: Die Menstruation

 


Dieser Beitrag besteht aus 2 Säulen, den eigenen Erfahrungen und dem was wir bei einem Vortrag gelernt haben.

Jeder Jugendliche ist anders, auch das muss man berücksichtigen und jeder geht damit anders um, doch ganz wichtig, manchmal müssen wir Eltern über unseren eigenen Schatten springen und Scham bringt hier rein gar nichts.

Die Ängste:


Als Eltern hat man wahrscheinlich die üblichen Ängste vor einem neuen Kapitel.
Oft ist es am Ende gar nicht schlimm, aber wir sind unsicher, weil wir das Gefühl haben, wir sind ziemlich alleine auf unserem Weg, während alle gemütlich die ausgetretenen Wege laufen, haben wir einen schmalen Pfad und selten begegnet uns jemand den wir fragen können.

In dem Fall ein Hoch auf Elterngruppen.

Meine Angst war nicht, dass meine Tochter vielleicht Panik hat, oder dass sie dann eine richtige Frau ist.
Meine Angst war, ob sie das schafft mit dem Wechseln von Einlagen. Und genau, was nimmt man da überhaupt?

Die Vorbereitung:


Um die Periode zu verstehen, muss man erst seinen Körper verstehen und auf alles richtig benennen können.
Wie sieht das aus? 
Welche Öffnungen gibt es?
Für was sind diese Öffnungen?

Was uns banal erscheint wissen die Mädchen oft nicht.
Wichtig ist sich hierzu auch Bilder zu suchen, denn nur beschreiben hilft wenig.
Man weiß ja, Menschen mit Down-Syndrom lernen schlechter auditiv und brauchen eine visuelle Unterstützung.

Im Buch "Mut zum Blut" das ich vorgestellt habe gibt es solche Illustrationen,
oder man geht auf Zanzu und sucht dort die Bilder vom Körper.
Zanzu wurde eigentlich zur Aufklärung von Migrant:innen über sexuelle Gesundheit geschaffen, ist aber durch die Einfachheit und deutlich grafische Darstellung super geeignet um junge Menschen mit Down-Syndrom aufzuklären.

Auch die Monatsblutung wird in einzelnen Bildern dargestellt und erklärt.
Man findet auch Ablaufpläne, doch dazu später.

Zur Vorbereitung gehört auch der wichtige Punkt: "Das ist privat", nur wird das schwierig, weil ja gleichzeitig Hilfe benötigt wird.
Somit ist im Prinzip die Badezimmertür zu, aber wenn Hilfe benötigt wird, dann sollte das immer eine Vertrauensperson sein.

Die Jugendlichen sollten ihre Geschlechtsmerkmale kennen und benennen können und wissen, dass diese bei verschiedenen Personen auch verschieden aussehen.
Jolina hat in ihrem Lehrgang "Ich und Wir" hierzu Übungen gemacht.

Ich finde es wichtig hier auch die richtigen Begriffe zu benutzen, nicht Blümchen, oder Döschen oder was sich die Leute da alles schon ausgedacht haben. Ich benannte es von klein auf als Scheide, Mist war falsch, ist die Vulva.
Das habe ich falsch gelernt von meiner Mutter und auch in der Schule in den 80er Jahren, doch etwas richtig benennen zu können gibt auch Sicherheit und hilft auch evtl.. Missbrauch zu verhindern oder aufzuklären.

Wenn das junge Mädchen schon vorher weiß, dass da irgendwann mal Blut in der Unterhose sein kann, das aber nichts Schlimmes ist, dann beugt man vielleicht vor, dass es kein Erschrecken, oder sogar Panik gibt.

Bitte nicht denken die Schule macht das, meine Erfahrungen dazu sind eher ernüchternd.


Wenn die Periode da ist:


Es gibt viele unterschiedliche Produkte und man sollte ein bisschen rumprobieren um das Optimale zu finden.
Ich bin unendlich dankbar für die Erfindung der Periodenunterwäsche, die gibt besonders mir als Mutter mehr Sicherheit und beruhigt mich.
Ich habe schon lange bevor meine Jüngste ihre Periode hatte verschiedene Slips zur Auswahl gekauft. Es gibt inzwischen noch viel mehr, zB hier *
*Anzeige. Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen, für dich ist es nicht teurer

Wenn man in Online Gruppen die Frage ganz selten liest, "Wie macht ihr das denn bei der Periode?" bekommt man unterschiedliche Antworten. Es kommt auch wirklich darauf an was kann das Mädchen mit Trisomie21, wie fit es es motorisch und kognitiv.
Es gibt auch junge Frauen die noch Windeln tragen, wie macht man es da?
Und nein, die Oberflächen von Windeln und Binden sind total unterschiedlich und auch das Aufnahmeverhalten.

Bei uns hat sich inzwischen bewehrt:
Ein PeriodenSlip mit einer Einwegbinde
 
Wer jetzt denkt das ist doch doppelt gemoppelt und zum Teil Umweltfreundlich und dann doch ein Einwegprodukt.
Ja, aber das gibt auch mir als Mutter die Sicherheit und Beruhigung, dass meine Tochter nicht mit einem Fleck in der Hose für alle sichtbar rum läuft.
Das Buch "Mut zum Blut" mag das so hinstellen, dass das ja gar nicht schlimm sei, aber gerade bei einem sichtbar behinderten jungen Mensch führt das zusätzlich zu Isolation, Ausgestoßen oder Ausgelacht werden. So offen ist unsere Gesellschaft nicht und wenn, dann nicht gegenüber Menschen mit Down-Syndrom.

Zuerst war es etwas kompliziert mit den Flügeln der Binde, doch die Binde die wir am besten finden (und auch die große Schwester darauf schwört) hat nun mal Flügel und die Flügel helfen zusätzlich, weil Jolina ständig im Schneidersitz sitzt und dann ist das anatomisch etwas "anders"

Oft haben Menschen mit Down-Syndrom Wahrnehmungsstörungen und das Gefühl, ob nun eine Binde gewechselt werden muss oder nicht ist oft schwierig. Dazu kommt, dass man hier keine starre Routine fahren kann, denn es ist nicht jeder Tag der Periode wie der andere.
Somit macht das doppelt abgesichert schon Sinn.

Probiert es einfach aus, was am besten funktioniert.
Man kann auch mal zum Üben Flüssigkeit (vielleicht Kirschsaft) in eine Binde schütten und schauen was passiert, einfach experimentieren und keine Scheu haben.

Was mir von erfahrenen Therapeuten berichtet wurde, die sehr sehr viele junge Menschen mit Trisomie21 sehen ist, dass sie keine kennen die einen Tampon verwenden, was nicht heißt, dass es die nicht gibt.

Eine Person bei Instagram hat mich gefragt warum wir keine Stoffbinden zum Waschen benutzen.
Ganz einfach, hier ist eine zusätzliche Gefahrenquelle und es ist feinmotorisch viel anspruchsvoller wie eine Binde die von selbst klebt und dann weggeworfen werden kann.
Dies noch ohne Flecken und gut verschlossen in einem Beutel wieder mit nach Hause zu bringen finde ich nicht sehr gut umsetzbar. (Jedenfalls für uns nicht)



Hilfe benötigen:


Manche Menschen mit Down-Syndrom benötigen Hilfe, oder jemand der anleitet.
Schön wäre es, wenn hier immer die gleiche Person hilft, auch um Missbrauch zu verhindern, denn man bringt erst seinem Kind bei was "Privat" ist und wo Berührungen okay sind und wer was darf, und dann soll genau das wieder aufgebrochen werden.
Mir war es wichtig, dass Jolina den Bindenwechsel allein hinbekommt, wie es scheint sind hier aber in der Schule Erzieher:innen mitgegangen, ja auch Männer und das war mir eigentlich gar nicht recht.
Zudem mischte sich die Lehrerin bei einem Elterngespräch in unsere Handhabung ein, was für mich das Überschreiten einer roten Linie war.
Sie bemängelte, dass unsere Tochter keine Feuchttücher dabei hätte um sich damit zu reinigen.
Ich googelte sogar, weil ich so verunsichert wurde und mir vorkam, als wäre ich das einzige Ferkel, das das nie gemacht hat. Doch das Ergebnis war, dass selbst Firmen die Menstruations Produkte verkaufen schreiben, dass solche Tücher an der Vulva nichts zu suchen haben und sogar schädlich sind.
Und solche Lehrer halten dann den Aufklärungsunterricht.
Im gleichen Gespräch hielt man uns vor, dass Jolina zu offen mit ihrer Periode umgeht und mit dem Täschlein wedelt, wenn sie zum Wechseln auf die Toilette geht und das nicht versteckt.
Hier ist ein Mittelweg sicher richtig, aber nun ja, da ist auch in anderen Bereichen sehr viel falsch gelaufen mit dieser Lehrkraft.

Eine Hilfe kann auch ein Ablaufplan sein der die einzelnen Schritte zeigt (hatten wir nicht, aber für diesen Beitrag habe ich mal ein Beispiel gebastelt)



Wie klein die Schritte sein müssen hängt wieder vom einzelnen Menschen ab.


Am Ende zeigt sich, dass wir oft unbegründet Ängste vor diesem neuen Schritt haben und alles "läuft".
Bei Unsicherheit fragt einfach andere Eltern, aber lasst eure Mädchen nicht unvorbereitet in die erste Blutung reinstolpern und die schwierigste Aufgabe ist natürlich den passenden Zeitpunkt zu finden.

Aber: Alles wird gut

Dienstag, 17. Februar 2026

Buchtipp: Mut zum Blut - Pubertät und Menstruation

 


Dieses Buch richtet sich inklusiv an junge Menschen vor der Menstruation oder wenn es gerade losgeht.
Zu "inklusiv" werde ich später noch etwas schreiben.

Mut zum Blut

(Alles was du über die Periode wissen musst.
Das inklusive Handbuch zur Menstruation)

von Chella Quint

Mittwoch, 4. Februar 2026

Down-Syndrom und Pubertät - Die Basics

 


Es gibt verschiedene Meilensteine in der Entwicklung von Kindern mit Down-Syndrom die machen Eltern Angst, oder ein flaues Gefühl im Magen.

Bei uns war das Start in den Kindergarten, Einschulung und dann das große P, die Pubertät.

Da Jolina ein Mädchen ist bin ich da ein bisschen einseitig in der Berichterstattung, ich weiß nicht wie man einem Jungen beibringt sich zu rasieren, aber dafür kenne ich den Mädchenkran.

Das größte Problem, jedenfalls sehe ich es als dieses, ist, dass die Pubertät zeitgerecht einsetzt.

Während gefühlt der ganze Körper sich Zeit lässt, denken die Pubertätshormone gar nicht daran zu warten und schreien im gleichen Alter wie bei Jugendlichen ohne Trisomie21: "Hallo! Da sind wir!"

Mittwoch, 29. Januar 2025

Down-Syndrom A-Z: F wie Fruchtbarkeit

 


Ein Thema über das sich Eltern von Kindern und besonders Jugendlichen mit Down-Syndrom Gedanken machen.

Es geht um Fruchtbarkeit, Verhütung und Schwangerschaften.

Montag, 3. Januar 2022

Buchtipp: Lina die Entdeckerin

 


Heute möchte ich endlich fortfahren mit meiner Serie zur Pubertät bei Jugendlichen mit Down-Syndrom.

Auf der Suche zu geeigneten Aufklärungsbüchern bin ich über ein Buch für kleinere Kinder gestolpert, dass mir sehr geeignet scheint.

Lina, die Entdeckerin*

Donnerstag, 29. April 2021

Pubertät bei Jugendlichen mit Down-Syndrom - Eltern müssen loslassen und begleiten

 

Pubertät bei Menschen mit Down-Syndrom

Die letzten Wochen, oder Monate waren ein wenig anstrengend, ich denke für uns alle und daher hat meine Serie über die Pubertät bei Jugendlichen mit Down-Syndrom etwas pausiert.

Im ersten Teil ging es um die Privatsphäre, im 2. Teil war die Identitätsfindung das Thema und heute geht es besonders um uns Eltern und den wirklich extremen Spagat vom LOSLASSEN und trotzdem BEGLEITEN

Montag, 4. Januar 2021

Pubertät bei Jugendlichen mit Down-Syndrom - Identität

 

Pubertät und Down-Syndrom


Heute möchte ich mich dem sehr schwierigen und auch großen Thema Identität widmen.

Es ist ein so großes Feld, dass ich mehrere Beiträge dazu schreiben könnte und immer noch nicht alles beleuchtet habe, denn gerade die Pubertät ist ja eine Zeit in der alle Jugendlichen versuchen heraus zu finden wer sie sind, oder wer sie sein möchten.

Bei Jugendlichen kommt noch ein wichtiger Punkt dazu und das ist der Faktor Down-Syndrom, dafür kann man sich nicht entscheiden und auch nicht dagegen und hier ist wieder einmal Vorarbeit nötig und erst in der Pubertät damit zu beginnen, in einer schwierigen Phase des Lebens, ist m.E. eine große zusätzliche Belastung.

Montag, 28. Dezember 2020

Pubertät bei Jugendlichen mit Down-Syndrom - Privatsphäre

 
Pubertät bei Down-Syndrom


Schon lange wollte ich diesen Beitrag schreiben, oder mit einer kleinen Reihe darüber beginnen, doch fühlt es sich jetzt im Moment erst richtig an darüber zu schreiben, weil wir gerade die Erfahrung machen und jetzt auch aus unserer Sicht der Dinge die da gerade einsetzen berichten können.

Wie so vieles schien es lange noch weit, weit entfernt in der Zukunft und doch kam es schneller als man dafür bereit war.

So ging es mir mit Kindergarten, Schule und jetzt im Sommer dem Schulwechsel.

Ich sage ja immer mit Jolinas langsamer Entwicklung ist man entschleunigt, aber trotzdem habe ich das Gefühl es geht alles viel zu schnell, jedenfalls die Dinge auf die man nicht so sehnsüchtig wartet, wie das bei den ersten Schritten, Sprechen und Windelfrei war.

2019 nahm ich im PEp in Mainz an einem Vortrag über Pubertät bei Jugendlichen mit Down-Syndrom teil.
Damals dachte ich, ich sei da viel zu früh dabei, doch der Termin schien mir gerade günstig und am Ende habe ich alles richtig gemacht, denn 2020 gab es keine Vorträge und, für mich immer noch etwas unbegreiflich, setzten im Sommer bei Jolina die ersten pubertären, zickigen Züge ein.

Samstag, 25. Juli 2020

Buchtipp: Sind wir Jugendliche oder haben wir Down-Syndrom

Sind wir Jugendliche oder haben wir Down-Syndrom? Cover


Endlich wieder ein Buchtipp von mir, ich hatte so viel um die Ohren, dass ich einfach kaum die Muse zum lesen hatte, im Urlaub habe ich dann dieses Buch fertig gelesen, das ich mir beim Info-Center bestellt habe.

Das Thema wird bei uns bald aktuell werden, Jolina macht die ersten Anstalten, die erahnen lassen, dass sie bald groß wird, wie sie auch immer behauptet: "Ich bin bald groß!"

Der Titel ist recht lang und entstammt einem Ausspruch eines Jugendlichen:

Sind wir Jugendliche oder haben wir Down-Syndrom?

(Erfahrungen aus einer Jugendgruppe)

v. Caroline Tidemand-Andersen

Dienstag, 1. August 2017

Heute schwarz - Morgen pink - Erwachsen werden ist nicht einfach

Ich darf das böse P-Wort eigentlich gar nicht sagen. Louisa finde das total peiiinlich.

Dann umschreibe ich es mal so: Louisa ist auf dem Weg zum Erwachsen sein, doch dieser Weg ist bekanntlich nicht so einfach.
Manchmal kommt es mir so vor als wäre da ein gerader Weg, doch der wird selten beschritten, sondern mal links davon mal rechts davon, dann wieder zurück, aber das kennen wir ja alle.


Samstag, 15. Juli 2017

Rezension: Pubertät war erst der Vorwaschgang

Wir stecken ja gerade am Anfang des Vorwaschganges und ich war schon sehr neugierig auf das Buch

Claus Koch

Pubertät war erst der Vorwaschgang*

Wie junge Menschen erwachsen werden und ihren Platz im Leben finden
Erscheinungstermin: 26. September 2016


Das Buch kommt als Hardcover mit 255 Seiten daher und macht schon durch seine Strukturierung bei mir einen perfekten ersten Eindruck.

Donnerstag, 16. Juni 2016

Kindererziehung ist auch immer ein Abschied

Heute morgen zeigte mir facebook eine "Erinnerung", eine lustige Funktion, denn an manche Dinge erinnert man sich gar nicht mehr und gleichzeitig auch eine kleine Mahnung, denn so beweist uns facebook immer wieder, dass das Internet nichts vergisst.

Meine Erinnerung heute Morgen war ein Bild von Louisa, zwei Jahre alt, mit süßen hellblonden Zöpfchen, dazu ein paar Sprüche, die mir auch total entfallen waren,

Jetzt steckt sie schon in der Pubertät und ab und zu leuchtet schon die wunderbare Frau, die sie mal sein wird durch.


Wenn ich dann diese Kleinkind-Bilder von ihr sehe werde ich richtig wehmütig. Das ist doch gefühlt erst vorgestern gewesen wo sie noch so klein war, ihre ersten Schritte machte und alles wissen wollte und immer groß sein wollte.

Dienstag, 23. Februar 2016

Wir hatten schon die U11

Nicht zu glauben, gefühlt wurde Louisa erst eingeschult und jetzt haben wir letzte Woche die Anmeldung fürs Gymnasium erledigt und am Freitag die U11

Das ist in dem gelben U-Heft für die Vorsorgeuntersuchungen gar nicht mehr vorgesehen, inzwischen sammeln wir dort die fliegenden Blätter der weiteren Vorsorgeuntersuchungen.

Die U11 ist für Kinder zwischen 9 und 11 Jahren oder viel mehr für Personen zwischen Kind und NichtmehrganzKind.

Ich sag nur eins PUBERTÄT!!!!!!!!!



Wenn diese Bilder noch im Herbst entstanden sind und das Kind nur ab und zu "gezickt" hat, also in der Vorpubertät steckte, so kann ich Euch sagen: "Wir sind angekommen".
Der Unterschied ist im Großen und Ganzen schnell erklärt, ab und zu wird nicht gezickt.




Man hört ja in den Medien immer wieder, dass die Kinder heute immer früher reifen. Nur dachte ich, dass das bei uns anders wäre. Zum einen, weil ich selbst auch ein kleiner Spätzünder war und dann schleppen wir unser Sprudel in Glasflaschen ins Haus, unter anderem weil man von Plastikflaschen schlechtes hört was die Hormone betrifft und zusätzlich ist Louisa sehr schlank und die Pubertät setzt auch erst ab einem gewissen Gewicht ein.

Egal was ich da für Fakten zusammen getragen habe, das Kind ist voll drin in dieser verflixten Achterbahnfahrt der Pubertät. Passt suuuuper zu meinen Wechseljahren *grins*



Es ist seltsam wie man fast täglich zusehen kann wie sich das Mädchen Richtung Frau entwickelt. Nur der Nachteil ist, dass sie dazu in ihrem Alter mit noch nicht ganz 10 Jahren noch gar nicht bereit ist. Ich konnte es ja damals kaum abwarten, weil alle anderen schon viel weiter waren als ich, doch hier liegt die Geschichte ganz anders. Da kommt zu einer üblichen Umpolung des Gehirns auch noch die innerliche Abneigung des Kindes gegen dieses ganze Gedöns.


Für meine Näherei hat das die Folgen, dass es schwarz sein soll und weit, aber nur oben, nicht hinten, das macht fett. Aber nicht anliegend, das sieht doof aus und bitte nicht zu kurz, das geht auch nicht.

Natürlich wird sich das sicher bald wieder ändern, doch gerade ist sie eben so drauf und deshalb zieht sie diesen Rock auf den Bildern auch nicht an.

Okay, Jolina wächst ja nach und darf ihn dann ungetragen beerben.



Ich will aber nicht jammern. Wir sind da ja alle durch und unsere Eltern mit uns. Nur würde ich mir wünschen, dass sie mit mir redet. Im Moment will sie gar nichts hören und das macht mir Sorgen. Trotzdem stehe ich einfach abwartend bereit mit offenem Ohr und offenen Armen um diesen Mist mit ihr ein bisschen zu durchleben um dann hoffentlich in ein paar Jahren lächelnd gemeinsam auf diese Zeit zurück zu blicken.

Immerhin ist dies die Phase in der Mütter zu Freundinnen werden können. Vorher halte ich das übrigens für grundfalsch, denn Kinder wollen Eltern, keine Freunde, Grenzen und keine Vorschläge die sie dann selbst entscheiden können, starke Menschen an ihrer Seite die sie halten und an denen sie sich auch reiben können.

Den Ratgeber "Über Sexualität reden" den uns die Ärztin mit gegeben hat werde ich, nicht wie vom Kind gewünscht in die Tonne werfen, sondern bei Seite legen und noch ein bisschen warten.


Bis dahin werde ich die bunten Stoffe besser für Jolina verwenden oder verschenken.



E-Book: Ginny von rosarosa
Stoff: Feincord mit Stickerei aus dem Regal
Model: Louisa
genähte Größe: 134/140
Fotos: JoLou










Blogpost enthält Werbelinks

Samstag, 18. Juli 2015

Der Tag an dem Eltern uncool werden

Eigentlich habe ich noch 2 Posts die ich unter die Leute bringen wollte.

Einmal unser Besuch im Freilichtmuseum und dann der Tag an dem wir Eltern mal wieder endlich was gefühlt cooles gemacht haben.
Doch dann wurde ich gestern von einer auf die nächste Sekunde alt und fühlte mich doch schon leicht uncool.

Natürlich weiß man, dass Kinder groß werden und dass die uns Eltern ganz anders sehen als wir uns selbst. Da kann man sich noch so voll im Trend fühlen und denken man sei cool und die Kinder müssten einen anbeten weil man ja viel modernere Eltern ist als die eigenen früher, die ja schon megapeinlich waren.

Wenn ihr Kinder habt die noch in der Grundschule sind oder kleiner genießt es, es geht ganz schnell vorbei. Klar merkt man die Veränderung, doch das Erwachen ist dann plötzlich von einer auf die nächste Sekunde.

Diese Sekunde war bei mir gestern.

Natürlich werde ich Euch nicht haarklein berichten was bei uns die ganze Zeit schon so los ist, ich weiß, dass mein großes, kleines Mädchen sich mit nur 9 Jahren schon auf den Weg zum Teenager gemacht hat. Für meinen Geschmack recht früh, aber das ist vielleicht auch ein Tribut daran, dass sie ein klein wenig früher erwachsen werden muss, oder Dinge verstehen muss durch ihre Schwester mit Down Syndrom, die an andere Kinder noch nicht herangetragen werden.

Ich merke dies immer öfter zur Zeit wenn ich mich mit Eltern ihrer Schulfreundinnen unterhalte, wenn ich von Dingen berichte, die Louisa schon für sich entscheidet, oder welche Wege sie inzwischen einschlägt, weil sie einfach andere Denkmuster hat bekomme ich als Antwort ganz oft "Aber sie sind noch Kinder, sie können das noch gar nicht begreifen." Doch sie kann das aber schon.

Ganz oft merke ich gerade wie sie selbstsicher wird und auch Aktionen ihrer Freundinnen mit einem Blick betrachtet, die Erwachsene darauf haben würden. Natürlich ist sie 5 Minuten später plötzlich wieder das kleine Mädchen das eigentlich nur Spaß haben möchte - Pubertät eben.

Als wir am Samstag im Freilichtmuseum waren hatte ich einen Blick auf ein unbeschwertes Kind, das mit ausgebreiteten Armen einen Waldweg hinunter lief und mit diebischer Freude dabei ihre Stimme im laufen "mithüpfen" ließ "aa--aa--ahhh--aaahhhh-aaa". In dem Moment war es ihr auch egal ob das jemand beobachten konnte und was man darüber denkt. Sie war glücklich und kindlich frei, schön zu betrachten mit dem Wissen, dass diese Momente einfach weniger werden.
Natürlich hat dieses fröhliche Kind vor der Abfahrt noch gefragt ob sie ihre Schuhe mit den doch recht hohen Absätzen anziehen darf, hüstel, ich musste ihr erklären, dass auch ich flache Treter anziehe um besser auf den unebenen Wegen laufen zu können und dass man solche Schuhe nicht zu so einem Ausflug anzieht, damit wäre sie auch nicht den Waldweg runter gerannt, hihi.

Ich achte auch inzwischen ganz genau darauf was ich poste, schließlich möchte ich nicht, dass ihr später daraus mal ein Strick gedreht wird. Das Internet vergisst nicht und ich frage mich manchmal wie wenig Respekt Eltern vor ihren Kindern haben, wenn sie bestimmte Bilder zB in facebook veröffentlichen, gerade die von Kindern mit Down Syndrom. Da werden 12 jährige im Schlafanzug beim schlafen in seltsamer Haltung öffentlich gepostet, Text: "Heute war es sehr anstrengend! Wie witzig"
Ganz ehrlich? Louisa würde mir heute schon sonst was erzählen und ich frage sie auch vor der Veröffentlichung von Bildern (auch dieser Blogpost) ob die für sie okay sind, so ein Bild wäre für sie nicht okay und daran sieht man leider auch welche Gefühle manche Eltern ihren behinderten Kindern gegenüber haben, sie behandeln sie immer noch wie Kleinkinder und halten sie damit noch zusätzlich unselbständiger.

Auch Jolina ist kein Kleinkind mehr und auch wenn einige Verhaltensmuster noch sehr kleinkindlich sind und sie mir nicht mit Sprache deutlich erklären kann was sie empfindet muss ich doch akzeptieren, dass sie eben schon ein großes Mädchen ist und ich in gewissen Dingen aufpassen muss sie nicht selbst zu unterschätzen.
Daher habe ich auch Probleme wenn Eltern ständig Bilder posten mit den Unterschriften "Niedlich", "So süß" usw, wenn andere es so kommentieren ist es ja lieb gemeint und nett, aber sehen diese Leute ihre eigenen Kinder nur als süß und niedlich, sind sie sonst nichts für sie was sie unter ein Foto schreiben könnten? Eine kleine Katze ist auch süß, aber ein Kind darauf zu reduzieren zeigt mir wie wenig Wertschätzung man den Fähigkeiten des eigenen Kindes da entgegenbringt. Ich persönlich brauche auch keinen fremden Beifall um zu wissen, dass meine Töchter toll sind, ich sie abgöttisch liebe und natürlich die schönsten Kinder der Welt sind. Ich bin doch ihre Mutter und alle Mütter sind so, nun ja, die meisten.

Aber puhhh, ich schweife ja schon wieder ab.

Also, ich hoffe Louisa ist dieser post jetzt oder später nicht peinlich, aber ich gebe mich da keiner Illusion hin, in absehbarer Zeit wird wohl alles peinlich sein was ich mache. Das passiert ganz automatisch, sobald die Kinder älter werden, wird man selbst zum ober mega, teils auch Giga peinlichen Freak.
Zur Zeit ist nur Jolina peinlich, also manchmal, oder dann doch immer öfter, uuupps, genau das wovor ich nach Jolinas Geburt eigentlich Angst hatte.

"Mama, Jolina darf NICHT nackt ins Planschbecken! Zieh ihr SOFORT etwas an!"
"Wieso, ist doch nur unser Garten, da sieht sie doch keiner."
"Doch die Jungs in der Nachbarschaft könnten über die Hecke schauen, das ist voll peinlich!"

oder

"Boahhh Jolina, mach den Mund zu beim kauen, das ist peinlich wenn das jemand sieht."

oder

"Manchmal ist es schon peinlich wenn meine Freunde Jolina nicht verstehen."

Ich weiß, dass es ein ganz natürlicher Prozess ist und kleine Geschwister immer nerven, aber Jolinas Behinderung hat hier natürlich eine große Palette an Angriffsmöglichkeiten, die dann schon ganz schön verletzend sein können, vor allem für die Eltern, doch ich weiß auch, dass sie es nicht bösartig meint, natürlich muss ich dann erzieherisch eingreifen und etwas dazu sagen, aber ich verstehe sie, war ja schließlich auch mal jung, vor gefühlt 200 Jahren.

Jetzt aber zu der Sekunde in der ich plötzlich ALT war.

Ich zeige Euch mal ein Video und Hilfe!!!!! auch ich sah mich teilweise sehr gut getroffen.






DAS!! war die Sekunde als ich alt wurde.

Louisa nervte die ganze Zeit: "Kannst du mir die Lochis laden?"

Natürlich konnte ich damit nichts anfangen, ich fühlte mich bis zu diesem Zeitpunkt ja noch voll auf der Höhe des Zeitgeistes, habe selbst ein Videoportal abonniert, weiß dass es Internetstars gibt die einfach nur seltsames Zeug in die Kamera labern und die jüngere Generation flippt aus, bei den Tipps wie man sich den Lidstrich zieht, oder welcher Gürtel gerade getragen werden muss, bin immerhin auch ein Blogger und betreibe 2 facebookseiten, knipse brav Instabilder und und und....

Aber die Lochis kannte ich eben nicht.

Bei dem Namen dachte ich mir am Anfang auch eher es würde sich um Zeichentrickfiguren handeln, diese schrecklich quietschigen Dinger die uns Eltern schon die Zehennägel hochrollen wenn man nur die Stimmen aus der Glotze hört und man früher der festen Überzeugung war: "Meine Kinder schauen so einen Scheiß aber mal nicht!"

Alle die das denken, natürlich schauen sie diesen Mist mit Begeisterung und wenn sie das nicht zu Hause dürfen, dann bei Freunden und sie werden es Euch natürlich nicht erzählen, höhö, so doof sind Eure Kinder nicht.
Obwohl, Louisa ist genau so wie ich sie mir gewünscht habe, sie ist mir in der Beziehung sehr ähnlich.
Ich konnte meiner Mutter alles, wirklich alles sagen und so hatte ich auch immer eine Anlaufstelle. Ich erzählte auch ganz cool: "Heute haben wir mal wieder Englisch geschwänzt" und dummerweise bekam ich dafür nicht mal eine Strafe sondern ein trauriges Gesicht der Mutter und den Spruch: "Dir ist klar, dass ich das jetzt nicht so gut finde, ich hab das einmal gemacht und fühlte mich danach schlecht."
Der Effekt war viel effizienter als jeder Anbrüller, denn eine enttäuschte Mutter fand ich viel schlimmer als eine wütende und zusätzlich stieg sie natürlich in meiner Anerkennung, hey in den 50ern hat man auch schon Schule geschwänzt, sogar meine "langweilige" Mama.

Gut, die Lochis sind also keine Zeichentrickfiguren, ja Jungs, sorry, so sind Eltern nun mal, denken bei so einem Namen gleich wieder Blödsinn.

Ich spielte also das Video ab und Louisa stand mit leuchtenden Augen neben mir. Meine Augen weiteten sich, aaahhhhh, Milchbubis? Was waren das für Milchbubis?
"Mama, sind die nicht cool?"
ja, cool, aha
"Mama, Mama, gleich wirds witzig, schau doch!"
oh mein Gott, das Kind hat einen ganz verklärten Blick, was passiert da gerade?
"Schau mal das ist Nachts! Der schläft!"
Ja-ha, ich sehs, für wie doof hält die mich gerade?
"Und? Und, Mum? Das sind die Lochis! Die sind doch toll, oder?"
ääähhhh, nun ja, toll? Ich bin gerade um gefühlt 30 Jahre gealtert, soll ich das toll finden? Bisher fand Louisa ja eher solche Disney Serien toll, "Meine kleine Schwester Charly" "Die Thundermans" usw und dort identifizierte sie sich eher mit den Mädels. Als Bücher verschlingt sie "Die Vampirschwestern" und natürlich ist da dieser eine Junge für den morgens das Haar entweder offen oder in einer bestimmten Art und Weise gestylt getragen werden muss, aber das hier verursachte herzchenförmige Pupillen, meine Tochter war zum Fan mutiert.

Natürlich sind diese Jungs nicht schlecht, darf ich zugeben, dass ich sie ganz witzig finde und die Songs mag ich eigentlich auch, aber trotzdem, aaahhhh, die Jungs wollen doch gar nicht dass Eltern sie gut finden.

Diese Gedankengänge ratterten natürlich viel schneller durch mein Hirn als ich das hier schreiben kann.

"Welcher Elterntyp bin ich denn?"
"Wann muss ich den morgen zur Generalprobe?"
"Jetzt sag schon, bin ich auch so?"
Mist, das Kind gibt keine Antwort, das bin ich, ICH BIN AUCH SO! HILFEEEEEE! Ich bin nicht die coole Mum, ich bin einer von 10 Elterntypen, oder auch eine würzige Mischung daraus, natürlich nicht die RTL2-Typen und schon gar nicht die mit "F" aber ich sage gerne "Nein", wobei, auf die Fragen die meine Tochter stellt muss man doch einfach nein sagen.

"Wann ist denn jetzt Probe?"

Okay, da werde ich also keine Antwort bekommen.

"Los, schau Dir mal das an, das ist total cool."
"You Tube kannst du auch auf der Wii schauen."
"Das weiß ich doch, Mamaaaaa."

Warum fühle ich mich geistig minderbemittelt wenn sie dieses A so in die Länge zieht?

- Zwischenspiel: Gerade kommt Töchterlein vom Schwimmkurs, ihr Ton ist recht, wie soll ich sagen? hormongesteuert, am besten gehe ich in Deckung und sage nichts falsches.
Mist, ich habe mit einer belanglose Frage das FALSCHE gesagt und zusätzlich schaut Jolina gerade die falsche DVD, das geht ja wohl gar nicht und ich weiß, das wird noch schlimmer, das ist ja nur der Anfang, doch tief drinnen ist die Hoffnung, dass sie einer der seltenen Fälle ist an denen die Pubertät vollkommen unbemerkt vorüber zieht und alles wundervoll harmonisch abläuft. Ach was, das wäre ja auch langweilig, ich will keine langweiligen Kinder.


Mein Post bei facebook hat mir viele Antworten eingebracht, zum einen habe ich einen Teil meiner Freunde auch durch die Zeitmaschine geschickt und sie sind auch gealtert, andere haben das schon hinter sich und kannten die Lochis, ja irgendwie klar, die vielen Klicks müssen ja von jemand kommen, da ist es nur logisch, dass Sprösslinge der Leutchen meiner recht umfangreichen "Freundesliste" dabei sind. (Ich unterscheide übrigens Freunde und Bekannte so bin ich tatsächlich im 3 stelligen Bereich, Gott ist das peinlich)
Es gibt auch Kids die haben Lochis-Verbot (Louisas Freundin auch, wie ich gerade beim Mittagessen erfuhr - ja, DieLochis sind bei uns auch Thema bei Tisch, hihi)

Ich bin übrigens der Meinung, dass Verbote wenig bringen, reden über Dinge, die mein Kind noch nicht versteht finde ich viel wichtiger.
Habe ich meiner 3-jährigen damals doch auch etwas von einem 3. 21. Chromosom erzählt, wenn ich ihr erklärte warum ihre Schwester so "anders" ist. Verstanden hat sie es damals sicher nicht so richtig, aber heute kennt sie sich recht gut mit Down Syndrom aus, weil ich eben immer offen mit ihr darüber gesprochen habe und es ist normal für sie, weil es nichts geheimnisvolles oder Fremdes für sie ist. So sollte Erziehung funktionieren, Kinder verstehen viel mehr als wir ihnen zutrauen und wenn meine Tochter dann fragt "Was ist denn ein Dildo?" ist mir das tausendmal lieber wenn ich ihr das erkläre (in harmloser Form) und sie das für sich abhakt mit "so ein Käse muss ich nicht wissen/haben/benutzen" als wenn es die Kids untereinander herausfinden.

Da wird es noch genug Dinge geben die sie selbst herausfinden wird und auch muss, denn vorm Erwachsen werden kann ich sie nicht beschützen und wenn die Lochis ein Teil davon sind, dann ist das eben so, bei mir waren es "The Teens" und "Tommi Ohrner", damals war ich 10, also auch nicht wirklich älter und damals fing es auch mit der BRAVO bei mir an.
Meine Eltern nahmen das so hin und ich finde ich bin ein toller Mensch geworden (ein bisschen auf die eigene Schulter klopf) und genau so möchte ich das bei meinen Mädels halten.

Mein Nachteil ist nur, dass ich schon etwas älter bin, könnte ja die Großmutter meiner Tochter sein, somit fällt es schon mal weg, dass ich mit ihr Abends in die Disco gehe. Hat eine Kollegin früher immer gemacht mit ihrer Tochter und wir damals noch jüngeren Mitarbeiter verrissen uns im Hintergrund das Maul über sie, wie peinlich der Tochter das wohl sein muss und ob die anderen nicht sagen "Hey, jetzt kommen die schon zum sterben her." Nein, besonders nett waren wir nicht, spät pubertär mit Mitte 20, tztztztz.

Ich gehe jetzt mal mein Oma-Outfit anziehen und orthopädische Schuhe um meine Tochter zur Generalprobe ihres Ballauftrittes zu fahren und halte mich dezent im Hintergrund, bald muss ich wahrscheinlich um die Ecke parken, also gehe ich alte Frau mal mit und versuche keine Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen.