Dienstag, 8. Oktober 2019

Laon - sehenswerte Stadt in Nordfrankreich


Wir hatten tatsächlich noch nie etwas von Laon gehört und das obwohl wir uns einbilden eine große Allgemeinbildung zu haben, nur Frankreich ist da irgendwie nicht so breit gefächert drin, uuupsi.

Im Centerparcs lagen Prospekte von unterirdischen Gängen aus, oh nett dachten wir und ein ALDI zum einkaufen gibt es auch in Laon, denn hier bekamen wir kein Mineralwasser mit Sprudel und darauf hofften wir im deutschen Discounter.

Wir fuhren nach Laon, ja und dann stand uns echt der Mund offen. Über einer Ebene erhebt sich ein Berg und darauf eine bombastische Kathedrale und alte Sandsteingebäude.

Das Bild hier entstand bei einem Ampelstop durch die Scheibe bei Regen, sorry für die Qualität.



Was eine beeindruckende Stadt, wir sahen uns schon mit hängender Zunge den Berg erklimmen, weil es da oben bestimmt keine Parkplätze gibt. Wir gaben einen Parkplatz ins Navi ein und dachten, der läge unten auf der anderen Seite als wir uns immer höher den Berg hinauf schraubten.


Die Gassen wurden immer enger und unser großer Omega passte teilweise gerade so um die Kurve.
Es war Samstag Vormittag und die Straßen erstaunlich leer und noch erstaunlicher, es gab sogar viele freie Parkplätze.
Wir parkten dann auf einem großen Parkplatz direkt beim Eingang zu den unterirdischen Gängen, auch der war halb leer und auch noch kostenlos, nicht mal eine Parkscheibe brauchte man.

Laon beeindruckte und überraschte uns immer mehr.


Direkt beim Parkplatz saß auf einem Schild mit der Stadtübersicht dieser schöne Falter, die habe ich bei uns schon ewig nicht mehr gesehen, ein Zeichen, dass hier die Natur noch in Ordnung ist.
Bei der Herfahrt nach Frankreich war uns schon das üppige grün der Felder und Wiesen aufgefallen, auch die Bäume sind noch nicht bunt.
So geht es einem, wenn die eigene Region schon voll vom Klimawandel erwischt wurde.



Wir lassen uns durch die Gassen treiben und überall sind Straßencafés, die allerdings kaum besetzt sind. Die Geschäfte sind hier klein und individuell und meine Augen wissen nicht wo sie zuerst hinsehen sollen, so schön und einmalig ist das hier.


Diese Straße ist uns schon aus dem Auto heraus aufgefallen.
Immer sehe ich Bilder in Instagram von solchen Schirm überdachten Straßen, jetzt waren wir endlich auch an so einem wunderschönen Ort.


Die hellen, alten Sandsteingebäude, die geschmackvolle Straßenbeleuchtung, die alten Schmiedeeisernen Schilder der Geschäfte und noch die Schirme, meine Augen tankten Glücksgefühle bei jedem Schritt.


Diesen Briefkasten fand ich schön, ohne zu wissen, dass er von einem bekannten Künstler verziert wurde. Christian Guemy der sich C2015 nennt.





Louisa fand, dass diese Ecke aussieht wie bei Harry Potter. Hier sieht man auch eine weitere Straße, die sicher schön glitzert bei Abendbeleuchtung.


Ja und dann waren wir uns einig, dass diese Schirme gar nicht so schön aussehen.
Ich finde geordnetes Chaos und mehr bunt durcheinander dann schöner.




In Laon gehen die Straßen entweder nach unten,


oder nach oben.


Man fühlt sich in der Zeit zurückversetzt und erstaunlich wie gut erhalten hier alles ist, trotz der vielen Kämpfe die hier über die Jahrtausende und Jahrhunderte ausgetragen wurden.


In Deutschland halten sich solche kleinen Läden kaum noch und das ist sehr schade, ob die hohen Mieten bei uns schuld sind, oder der Preisdruck bei den Waren, ich weiß es nicht, aber da könnten wir uns echt eine Scheibe abschneiden.



Ich schaute auch um die Ecke, wenn Geschäfte zu waren, ich finde das hat einen morbiden Charme.


In so einer mittelalterlichen Stadt gibt es natürlich auch enge Gassen.


Willkommener Platz um Bilder zu machen für Teenager


und die kleinen Schwestern machen es nach.


Auf der Suche nach einem schnellen Mittagessen auf die Hand wurden wir nicht wirklich fündig, entweder waren wir in den falschen Straßen unterwegs, oder das was wir fanden war zum sitzen oder geschlossen.
Man merkte der Stadt an, dass sie bereits in den Dornröschenschlaf der Nebensaison gefallen war.


In einer kleinen Patisserie suchten wir uns etwas leckeres aus. Mich reizte zwar die Mini-Tarte-Citron nahm dann aber lieber ein Pistazien Eclair.


Alleine die Verpackung war für uns ungewohnt und verzauberte uns aufs Neue.
Jolina wollte das "Geschenk" unbedingt tragen.



Wir liefen wieder zum Platz vor der Kathedrale, über die ich noch erzählen werde.


Hier läd alles zum Verweilen und Entschleunigen ein.
Mit Blick auf die große Kirche packten wir unsere Eclairs aus.


Die Mädchen waren nicht so begeistert, wir zwei Großen fanden sie sehr lecker.


Ich fühle mich hier so ein bisschen wie in dem Film Chocolat, den ich sehr gern mag, was sicher auch ein bisschen an der Schokolade liegt.




Was das ist habe ich keine Ahnung. So nach dem Motto "Ist das Kunst, oder kann das weg?"



Direkt neben der Kathedrale ist die Tourismus Information. Dort kann man zB die Tickets für die unterirdische Führung und den Audioguide dazu bekommen.
Schlecht für Jolina war, dass es keinen auf deutsch gab, wir stellten ihr dann die englische Kinderführung ein, dass sie wenigstens etwas auf die Ohren bekam.


Dieses Modell von Laon findet man ebenfalls im Tourismusbüro.


Die Aussicht von hier ist schon bombastisch.


Bei klarem Wetter, ohne Regenwolken kann man sicher sehr weit schauen.


Über diese Brücke mussten wir fahren um einkaufen zu gehen, danach sind die Straßen auch nicht mehr so eng.








Dieser Hintergrund war einfach zu verlockend und die Mädels hatten auch Spaß an dieser kleinen Fotosession.


Laon war wirklich einen Besuch wert und ich bin ja noch gar nicht am Ende, denn ich möchte euch noch mitnehmen unten in die Tunnel im Berg und in die Kathedrale.


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