Montag, 19. November 2018

Gutes tun ist eigentlich ganz einfach, nicht nur zu Weihnachten


Wir packen schon seit Jahren Päckchen für bedürftige Kinder und machen auch mit bei regionalen Tannenbaumaktionen, wo sich Kinder aus der Region etwas wünschen, das sich ihre Eltern oft nicht leisten können.

Das Verrückte ist, dass ich mich selbst fast mehr dabei freue, als die, die die Geschenke bekommen, es stimmt schon, schenken macht Spaß und tut gut.

Das sollten die Menschen unbedingt mal ausprobieren, anstatt ständig zu jammern, dass es ihnen selbst so schlecht geht.

Um anderen zu helfen muss man nicht mal Geld besitzen, das fängt da an, wo man jemanden mit einem Brötchen und ner Flasche Wasser an der Supermarktkasse vor lässt, geht über das Lächeln, das man dem Busfahrer schenkt, obwohl der muffig vor sich hin starrt und hört bei dem Platz, den man im Wartezimmer anbietet noch lange nicht auf.

Ich glaube einfach, dass alles Gute das man tut auch auf irgendeinem Weg zu einem zurück kommt.
Ich möchte meinen Kindern für die Zukunft mitgeben, dass man hilft wo es geht.
Wir benötigen auch Hilfe und ich freue mich, wenn wir sie bekommen.
Wir brauchen keine Geschenkepäckchen für unsere Kinder, wir brauchen Menschen, die unsere Tochter mit Down Syndrom in ihre Gemeinschaft aufnehmen, genau so wie sie ist, das tut nicht mal weh, man muss höchstens seine vorgefassten Meinungen über Bord werfen, was manchmal richtig gut tut, Ballast abwerfen lässt uns Fahrt aufnehmen, um bei dem Bild zu bleiben.

Jeder kann mal in die Lage kommen Hilfe zu benötigen, es sollte wieder selbstverständlich sein dann auch zu helfen. Wann haben wir begonnen wegzusehen?

Oft muss auch nur einer anfangen.
So wird der Handwerker mit dem Brötchen und dem Wasser plötzlich von 5 anderen Wartenden durchgewunken und plötzlich gibt es ein kleines Gemeinschaftsgefühl.
Das gibt es übrigens auch, wenn einer in der Reihe ihn nicht vor lässt, ich wette jeder denkt in dem Moment "Was ein Arschloch".
Ich weiß, wir leben in einer egoistischen Welt, voll mit Arschlöchern, doch ich möchte keines von ihnen sein.

Auch dieses Jahr haben wir wieder 2 Päckchen für den Weihnachtspäckchenkonvoi gepackt.
Früher haben wir die Rumänienhilfe unterstützt und unser Paket wurde sogar persönlich abgegeben, das könnt ihr euch hier ansehen.


Wir haben ein Päckchen für einen Jungen und ein Mädchen gepackt.
Mit hinein gewandert sind die LockStars die wir verlost haben und der Gewinner sie nicht wollte.

Da kommt man sich echt sehr blöd vor, wenn der Gewinner einen anschreibt und meint, er will gar nicht gewinnen, warum macht man dann überhaupt mit?
Ich hab da langsam echt fast keine Lust mehr, denn ist ja nicht so, dass man sich nicht Mühe damit gibt.
Wieder ein Zeichen was so um uns herum lebt ....

Die Kinder freuen sich hoffentlich über so ein Spielzeug, das sicher sonst keiner hat.


Auch den Mädchen macht es Spaß die Päckchen zu packen und natürlich helfen sie dabei, das ist mir wichtig, obwohl ich es alleine sicher schneller schaffen würde.



Louisa hat beim Geschenkpapier geholfen und sich köstlich amüsiert, als ich das Papier genau 2 cm zu kurz abgeschnitten habe.
Nein, Geschenke einpacken gehört für mich zum Bereich basteln und das ist echt nicht meine Stärke.




Weil die Päckchen viel zu groß und zu schwer waren, als dass Jolina sie hätte können mit in die Schule nehmen hat unser Papa sie zur Schule gefahren und auf den Sammelplatz gelegt, ich hoffe da kommen bis Mitte der Woche noch ein paar dazu.


Warum der Weihnachtspäckchenkonvoi?
Nun schon alleine die Leute die es organisieren sind mir sympatisch. Dahinter steckt nämlich pure manpower von der Round Table.
Keine Kirche, keine Ideologie, kein Missionsgedanke, einfach der Wunsch zu helfen und Gutes zu tun steckt dahinter und die Aktion ist sehr durchsichtig gestaltet. So kann man in den sozialen Medien verfolgen wie die Berge an Geschenken in den Lagern wachsen, wie Palletten gepackt werden und dann wie der Riesenkonvoi von LKWs in Hanau losfährt, ich hab mir das letztes Jahr wirklich live auf facebook rein gezogen und hatte Tränen in den Augen.

Das sind die Momente wo ich merke, es gibt doch noch genug Menschen hier im Land die ach helfen wollen und nicht nur jammern.


Ich habe zwei kleine Weihnachtswünsche die ich dem Konvoi hinterher schicke, dass die beiden Kinder sich über die Geschenke freuen und die lustigen Kinderzahnbürsten nicht ganz so doof finden wie Louisa. Bei so viel Schokolade kann eine Zahnbürste nicht schaden.


Für dich gebe ich jetzt eine Aufgabe mit auf den Weg.
Eine gute Tat vor Weihnachten, was ist ganz egal, doch wenn jeder von uns eine Kleinigkeit tut,

dann wird es Weihnachten werden 

und da spreche ich jetzt nicht von einem Abend unter blinkenden Lichter total vollgefuttert in Bergen von Geschenken. Sondern von dem Gedanken eines Moments voller Friede und Freude, verbunden mit den Menschen dieser Erde, egal welcher Religion, Rasse oder Chromosomenanzahl.