Dienstag, 10. April 2018

Der längste Brief der Welt

Quelle: Flyer Storchenfonds.org


Was ist einer der ältesten Berufe der Welt?
Hebamme, genau!

Und gerade dieser Beruf stirbt gerade in Deutschland und nicht weil man sie plötzlich nicht mehr brauchen würde, diese Frauen die so Großartiges leisten, nein, der Gesetzgeber hat ihnen ein gewaltiges Ei ins Nest gelegt und wenn jemand einen Job macht, der so wichtig ist, sollt er auch davon leben können und nicht nur für die Versicherung schuften.

Es gibt Frauen die händeringend nach einer Hebamme für die Geburtsvorbereitung und Nachsorge suchen und keine bekommen, selbst in Kliniken muss man sich rechtzeitig zur Geburt anmelden, sonst hat man mal locker Pech gehabt.

Das darf einfach nicht sein!

Endlich gibt es mal wieder ein paar mehr Kinder in Deutschland und jetzt ist keiner da, der sie auf die Welt holt.
Auch bei Jolina war schon keine frei und eine Schwester hat übernommen.

Es soll ja Frauen geben die denken sie bräuchten keine Hebamme, dafür gibt es ja Ärzte.
Denen sage ich dann mal viel Spaß mit einer Brustentzündung am Wochenende in der Notaufnahme und schreiendem, hungrigen Baby. Wie "lustig" das ist kann ich euch sagen, damals vor 12 Jahren war meine Nachsorgehebamme in Urlaub und ihre Vertretung auch nicht wirklich erreichbar, eben wegen zu viele Frauen, zu wenig Hebammen, damals schon und da gab es dieses Gesetz noch nicht.

Ein Kinderarzt wird sich auch bedanken wenn ihr mit eurem Kind da steht und euch fragt wie ihr das jetzt mit dem Nabel machen sollt, oder dem ständig wunden Po.
Ach so, ja ihr fragt in Mütterforen bei facebook nach. Tolle Idee, wenn ihr 50 Meinungen und Antworten zu einer Frage haben wollt, nur zu, gibt ja echt Leute die das machen.
Zum Glück bin ich nicht in solchen Gruppen in denen neunmalkluge Besserwisser schreiben, dass man heutzutage doch echt keine Hebammen mehr braucht. Den Screenshot habe ich aber bei Insta gesehen und war entsetzt.

Also, wenn Du auch denkst, dass Hebammen Unterstützung brauchen und wenn künftig Kinder nicht lieblos auf die Welt geholt werden sollen und Mütter dann alleine auf sich gestellt sein sollen, mach mit.

Schreibe einen Brief für Hebammen.

Mehr Infos gibt es auf Storchenfonds.org 


Hier noch die

FAQs – wichtigste Fragen und Antworten 
Warum gibt es diese Aktion?
Weil die Geburtshilfe in Deutschland, vertreten durch unsere Hebammen, sonst den Bach runter geht. Mit der Aktion wollen wir auf das Problem aufmerksam machen und es unseren Politikern überdimensional vor Augen halten.
Wer kann mitmachen?
Jeder. Auch du. Und all deine Freunde, Kollegen und Kunden.
Wie kann ich mitmachen?
Schick uns einen handschriftlich verfassten/gestalteten Brief auf A4-Papier. Am besten gleich mehrere A4-Seiten, umso schneller erreichen wir unser Ziel vom 5-Kilometer-Brief. Ein Poststempel ist nicht notwendig, damit er zählt. Du kannst auch Briefe in deinem Umfeld sammeln und sie uns gebündelt zuschicken.
Wie muss der Brief gestaltet sein, damit er gültig ist?
Er muss per Hand geschrieben bzw. gestaltet sein. Das heißt, neben einer Anrede und etwas Text könnten auch Hand-/Fußabdrücke, Zeichnungen, Aufkleber oder sonstiges enthalten sein. Er sollte allerdings nicht zu dick sein, damit wir ihn gut als Rolle zusammenfügen können.
Was muss im Brief drinstehen?
Er muss einen Bezug zu den Themen Geburt, Hebammen, Geburtshilfe, Baby bekommen, Eltern sein, Eltern werden und Ähnliches haben. Erlaubt ist alles: Vom Wutbrief zum aktuellen Geburtshilfe-Dilemma über Danksagungen an Hebammen und Forderungen an die Politik bis hin zum einfach dabei sein. Wenn dir die Worte fehlen sollten, schreib einfach, dass du unsere Aktion unterstützt.
Wird mein Brief irgendwann veröffentlicht?
Nein. Nur wenn du uns mit deinem Brief zusammen schriftlich die Erlaubnis dazu gibst. Wir veröffentlichen außerdem ausschließlich anonym. Eine Veröffentlichung stärkt das Projekt, um noch mehr Eltern zu erreichen. Daher freuen wir uns, wenn du es uns erlaubst!
Bis wann kann ich meinen Brief einsenden?
Bitte schick uns deinen Brief bis zum 31. August 2018, damit wir genügend Zeit zur Vorbereitung des Transportes haben. Persönlich nehmen wir die letzten Briefe auf der #westfam2018 Elternbloggerkonferenz in Münster am 15. September 2018 bis 12:00 Uhr an. Danach findet der Transport nach Berlin statt.
Wer wird als Rekordhalter eingetragen, wenn wir den Weltrekord brechen?
Derzeit ist dieser Absender für die Eintragung vorgesehen: „Eltern, Blogger und Geburtshelfer aus Deutschland“. Verbesserungswünsche können wir dem Komitee bis zum Tag vor unserem Abgabetermin noch mitteilen.
Wer hat das Projekt ins Leben gerufen?
Entstanden ist die Idee bei einem Gespräch zwischen Mira Mondstein (http://miramondstein.de), Deva Wallow (http://familymagmedia.de) und einigen Hebammen. Schnell wuchs das Team der Initiatoren um Rena von Rundfux (www.rundfux.de) für die grafische Gestaltung und Kristina Lutilsky (www.mamylu.de) für die Öffentlichkeitsarbeit. Gemeinsam aktivieren Sie ihr Netzwerk und bitten Eltern, Verbände, Einrichtungen und Unternehmen um ihre Mithilfe.
An wen kann ich mich bei Fragen wenden?
Schreib uns eine E-Mail an info@familymag.net oder kontaktiere uns via Facebook oder Instagram. Mira wird dir antworten und die Frage ggf. an die richtige Stelle weiterleiten.

1 Kommentar:

  1. Ich selber arbeite als Hebamme und plane zur Zeit meine Kündigung. Ich gehe täglich mit Bauchschmerzen zur Arbeit weil wir einfach komplett allein gelassen werden, mit 2 hebammen eine komplette Schicht alleine ausfüllen müssen, wir wohnen in einer Großstadt in NRW und es gibt nur zwei Kliniken mit Perinatalzentrum, dementsprechend hoch ist das Arbeitsaufkommen. Teilweise haben wir 6 Frauen gleichzeitig unter Geburt, 3 geplante Einleitungen, 2 Kaiserschnitte. Pausen, träum weiter..pünktlich Feierabend Fehlanzeige. Gehalt, ein Witz.und das bei einer solchen Verantwortung. Ich wünschte solche Briefe würden etwas bezwecken aber ich sehe da eher schwarz. Ich denke ich gebe meinen Job auf.icj liebe ihn, aber ich mache mich kaputt.

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