Mittwoch, 30. Juni 2021

Sommertour auf dem Eremitenpfad in Bretzenheim

 

Eremitage Bretzenheim

Von der Eremitage in Bretzenheim habe ich ja schon öfter erzählt, kein Wunder, wenn man so einen mystischen Ort direkt vor der Haustür hat.

Vor kurzem war die Landrätin Frau Dickes auf Sommertour bei uns in Bretzenheim und wir wanderten mit.

Es ging ein Stück den Eremitenpfad entlang mit 3 leckeren Weinproben von Bretzenheimer Winzern.



Wir starteten auf dem Plagge, dem Bretzenheimer Dorfplatz mit einem leckeren Tröpfchen vom Weingut Wagner, das auch direkt hier sein Weingut hat.
Zum Glück hatte es sich etwas zugezogen, aber es war immer noch gewaltig heiß.



Zum Wohl mit einem Weißen von der Nahe.





Von der Dorfmitte starteten wir und liefen entlang unserer typischen Spazierstrecke, hoch in die Weinberge.




30 Dörferblick Eremitenpfad

Der Weg scheint gar nicht so steil, aber bei dem Wetter ist die Steigung gar nicht so ohne, doch hier vom ersten Aussichtspunkt der Wanderung aus sieht man 30 Dörfer.


Rheingaublick

Noch ein Stück den Berg weiter hoch und ein paar Schweißtropfen später erreichen wir den Rheingaublick. Von hier aus hat man einen großartigen Blick über den Rhein nach Hessen.
Natürlich bekommen wir hier auch einen Tropfen aus Bretzenheim.


Wein am Rheingaublick - Eremitenpfad

Das Weingut Schmidt hatte eine leckere Auswahl dabei und ich nahm den Secco, der so so soooo lecker schmeckt.




Natürlich gibt es bei beiden Aussichtspunkten eine Panoramakarte auf der man nachlesen kann was man sieht.


Nein, ich seh' gar nicht fertig aus, puh, was ein Wetter.

Rheingaublick

Noch ein letzter Blick in den Rheingau und weiter geht der Weg, jetzt den Berg steil hinunter ins Tal des Guldenbachs.



Bisher haben wir nicht herausgefunden was das ist.


Überall sind Gänge in den weichen Stein gegraben.


Kurz vor der Eremitage steht das ehemalige Jagdschlösschen der Familie Puricelli.
Es ist heute Teil der Wohnungslosenhilfe der Diakonie Bad Kreuznach.
Die Puricellis haben leider die Eremitage nicht gut behandelt, wie viele anderen auch.

Weck, Worsch und Woi

Am Zielpunkt vor der Eremitage wartet schon weck, Worscht und wieder Woi auf uns.

Eremitage Bretzenheim

Was ein grandioser Schlusspunkt für ein deftiges Picknick.
Durch unseren Bürgermeister Olaf Budde lernten wir wieder Dinge über den Ort und die eremitage die wir noch nicht kannten.

So lag das Kirchenschiff viel tiefer als jetzt die Wiese und der Altar liegt tief unter den Füßen.

Wir hatten ein paar gute Ideen was man hier alles bewirken könnte, wo die Eremitage endlich im Besitz der Gemeinde ist und dadurch für ihren Erhalt gesorgt werden kann, denn die Felsen sind extrem brüchig und daher darf man die Räume der Felsenwohnung nicht mehr betreten, wegen Einsturzgefahr.


Auch hier lasse ich mir von Christian einen leckeren Secco bringen.
Das Weingut Bischof-Klein hat seinen Hintereingang bei uns in der Straße und zum Weinchen holen müssen wir uns fast nur drei mal umfallen lassen.

Wein an der Eremitage Bretzenheim

Wein an der Eremitage Bretzenheim

Jetzt schmeckt es besonders gut nach der Wanderung, mit der Aussicht.
Leider kann ich bei der Hitze immer nur ein kleines Schlückchen Wein probieren, sonst würde es mich aus den Latschen kippen.


Generationen von Schmierfinken haben sich hier im weichen Sandstein der Felsenwohnung verewigt.


Nur reinschauen. Nicht reingehen ist aus Sicherheitsgründen erlaubt.
Hier herrscht ein gleichmäßiges Klima und früher gab es durch Quellen oben am Berg sogar fließend Wasser.


Hier liegen noch Fliesen der alten römischen Villa Rustica, die einen Steinwurf von der Eremitage am Guldenbach lag. Hier müssen frühe römische Christen gewohnt haben, denn es wurde ein ChiRho Ring gefunden.

Stufen der Eremitage Bretzenheim

Wer wohl diese Stufen schon gelaufen ist?
Vor den christlichen Eremiten war hier ein Mithras Heiligtum und davor eine heidnische Kultstätte, wann wohl die Wohnung begonnen wurde in den Stein zu hauen?