Samstag, 15. Juni 2019

Buchtipp: UND MORGEN DIE WELT

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Am 7.9.2017 hatte ich meine erste nähere Begegnung mit Eden Books und zwar auf der Lesung von "Mama Schulze" und ihrem Buch über die MS.
Ich saß da zwischen lieben Freunden und anderen "Betroffenen" als Bloggerfreundin, aber auch mit einem anderen Hintergrund als den, den viele Familienblogs haben.

So wurde Eden Books auf mich aufmerksam und ich darf tolle Bücher vorstellen, die mir auch super gut gefallen, weil sie nicht so beliebig sind.

Ja und dann war dieses Buch Ende Mai in der Post und ich habe es verschlungen.

Und hier schließt sich der Kreis, die Autorin Samira Mousa ist auch Bloggerin und sie hat auch MS und ihre Geschichte ist eine andere als die von Julia Hubinger, denn jeder hat eine ganz eigene Geschichte.

UND MORGEN DIE WELT*

Wie ich einen Schicksalsschlag in das größte Abenteuer meines Lebens verwandelte
von Samira Mousa

Samira ist jung, im Vergleich zu mir sehr jung und sie ist hübsch und die Welt steht ihr offen, so sagt man doch?
Blöd nur, Samira hat MS und wie bei vielen Krankheiten die man nicht wirklich sieht, die aber doch da sind ist es ein bisschen anders, anders als bei uns. Jolina schreit ihr Down Syndrom schon aus dem Gesicht, bei Samira sieht man nichts.

Doch sie bloggt über ihre MS und wagt den Schritt ihren aufreibenden Job zu kündigen und Berlin den Rücken zu kehren um als Expat von den unterschiedlichsten Orten der Welt zu schreiben.

Ich kenne viele dieser digitalen Nomaden, finde ihren Weg großartig, beneide sie aber nicht, ich bin viel zu verwurzelt hier und Mann und Kinder lieben auch das Berechenbare.

Auch Samira kommt an ihre Grenzen, allerdings erst im zweiten Teil ihrer Reise.

So ist das Buch in 4 Teile unterteilt.
Zuerst reist Samira nach Asien und ich glaube die meisten ihrer Vorstellungen erfüllen sich.
So eine große Reise alleine, aber mit einer unberechenbaren Krankheit im Gepäck finde ich mutig, deshalb nehmen ihre Medikamente auch einen großen Teil ihres Gepäcks ein.

Im zweiten Teil wechselt Samira die Zeitzone und den Kontinent, jetzt steht Südamerika auf dem Plan, doch Südamerika ist nicht so entspannt wie Asien, chaotischer, lauter, nicht gut für die MS und auch nicht für die Beziehung, denn nun ist auch der Freund nachgereist.

Italien heilt die Wunden, die Südamerika gerissen hat und am Ende ist Samira wieder in Berlin und hat den Auftrag für dieses Buch in der Tasche.

Doch das Ende ist noch nicht das Ende und glücklich schreibt die Autorin ihr Nachwort in Thailand.

Ich finde mich ganz oft in Samira wieder, dabei bin ja gar nicht ich diejenige die eine Behinderung hat, sondern meine Tochter, trotzdem ist man als Mutter so sehr verbunden und kämpft den Kampf des Kindes, dass es eben doch passt mit dem sich verbunden fühlen und dem Verstehen der Gefühle und der Aussagen.

Es ist gut, dass es Blogger wie Samira oder Mama Schulze gibt, die über ihre Multiple Sklerose schreiben un d mit ihren Büchern erreichen sie die Menschen, die keine Blogs lesen.
Gefühlt werden das sowieso immer weniger, denn es kostet zu viel Zeit die Texte zu lesen, alles muss schnell gehen, konsumieren zack zack und schon weiter geklickt und vergessen.

"Und Morgen Die Welt" könnte eine großartige Urlaubslektüre sein, bestellen kannst du es hier*
Ich habe schon lange nicht mehr so gefesselt ein Buch gelesen und jede Gelegenheit genutzt um es weiter lesen zu können.






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Das Buch wurde mir zur Rezension und überlassen, dadurch wurde dieser Bericht nicht beeinflusst und ich schreibe wie gewohnt 100% meine Meinung