Mittwoch, 7. Januar 2015

Kennt Ihr auch diesen schrecklichen Spruch?

Jedesmal wenn ich ihn sehe bei Facebook und Co rege ich mich auf.
Heute bin ich genug auf Krawall gebürstet um es zu verbloggen,.

Noch mehr rege ich mich auf wenn Eltern von behinderten Kindern diesen Spruch auch noch in Gruppen teilen in denen der Sinn und Zweck der Austausch über die Behinderung der Kinder ist.

Es handelt sich um diesen Spruch der seit Jahren durchs Internet geistert:




Da überbieten sich die Eltern in diesen Gruppen und Foren gegenseitig welche Therapien sie alles mit den Kindern machen, oder fragen andere was könnte ich denn noch machen und dann kommt so ein Ding.

Zum einen sollte man immer alles vorher genau lesen und hinterfragen was man teilt und wenn man nur mit Teilen übereinstimmt dann lässt man es.

Im Übrigen würde ich so ein "Ding" nicht teilen das mit Ausrufungszeichen voll geklatscht ist und dazu noch ohne Sinn und Verstand, zB. am Anfang des Satzes.

Ich sehe nur, dass das billig und schnell hingeklatscht wurde mit der Absicht viele Klicks zu bekommen, hat ja auch funktioniert.

Natürlich wird dieser Spruch auch anders geteilt, weniger rosa und mit weniger Ausrufungszeichen, trotzdem ist er falsch.

Dieser Spruch ist ein Übersetzungsfehler.

Mit dem Original aus dem englischen kann ich mich viel eher anfreunden, obwohl die Herkunft hier auch zerrissen wird.

Das Original:

 Children with special needs don’t have an illness, so there is no cure and it’s
not contagious. They want what we all want – to be accepted. Most of
youwon’t copy and paste this, but will you do it and leave it on
your statusfor at least an hour? It’s special education week and …this is in …honor…… of all the kids who need a littl…………e
extra help and understanding…..pleasepost it.


Hier ist nicht die Rede davon, dass Kinder mit Behinderung keine Therapie brauchen, ich frage mich welcher Tiefflieger das übersetzt hat.

Kinder mit Behinderung sind nicht krank, daher gibt es keine Heilung und es ist auch nicht ansteckend. Sie wollen was wir alle wollen, akzeptiert werden.

Möchtet Ihr ein neues Bild? Edit: Nehmen dürft ihr es nur mit Verweis auf den Blog, oder die facebookseite und auf keinen Fall das Wasserzeichen löschen oder überschreiben

Dann bastle ich Euch eins. Auch in rosa, das fällt mir alter Rosatante ja nicht schwer




So, das wollte ich schon lange mal los werden.

Kommentare:

  1. Du sprichst mir aus der Seele.Da ich zwei Kids mit einer Behinderunge habe.Soch ein Spruch ist immer einfach daher gesagt.Die meisten die klicken und denen es gefällt,die haben garkeine Kinder mit Behinderung.Ich ärger mich auch immer wieder wenn ich das lese.Wer Kinder mit einer Behinderung hat,weiß wie wichtig Akzeptanz ist.Und wie schrecklich die Menschheit sein kann.
    Ich könnte mich jetzt noch stundenlang aufregen.
    LG
    Nicole

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    1. Doch auch ich weiss wies ist da ich drei Kinder mit einer BESONDEREN PERSÖNLICHKEIT habe aber ich glaube oder hoffe dass eben auch diese die keine haben es liken und gedanken machen über die notwendigkeit dieser Akzeptanz im Leben eben dieser Menschen.

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  2. Martina du bist meine rosa Heldin - knutsch dich

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  3. mit am schlimmsten finde ich bei dem ersten ja den nachsatz bzw das, was er aussagt: wenn du das nicht teilst, biste n arsch! das gleiche ding gibts auch mit anderen sachen... krebs... herzinfarkt, wasauchimmer.

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  4. Gut, dass Du's öffentlich gemacht hast. "Rosa Heldin", super gemacht, geschrieben, neu formuliert!
    Ja, ich hab mich da auch schon dürber aufgeregt und auch ich hab so manches mal festgestellt, dass diejenigen wenig mit Behinderungen zu tun haben, die das so weitergeben ...
    herzliche Grüsse
    Elisabeth

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  5. Ich bin begeistert! Danke dafür, dass du neulich auf Krawall gebürstet warst.
    Solche Sprüche mag ich gar nicht und wer sie hinein stellt, der hat von nichts eine Ahnung. Jedenfalls was das Leben mit einem beeinträchtigten Kind angeht.
    Unser Sohn, heute 24, ist seit dem 5. Lebensjahr Epileptiker. Wieviele haben ihn behandelt, als wäre die Krankheit ansteckend. Er wurde gemobbt und in der Schule fallen gelassen. Bis wir Hilfe vom Körperbehinderten Internat Schwentinetal bekamen. Dort wurde ihm endlich die Hilfe zuteil, die er so nötig gebraucht hatte ... und er machte seinen Weg, ist heute in der Pflege berufstätig.
    Unsere kleinere Tochter hatte auch ein Chromosom zuviel und leider nicht das Glück leben zu dürfen. Ihr fehlte die Schädeldecke. Ich wäre nie und nimmer auf die Idee gekommen sie abzutreiben.

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♥♥♥ Kommentare sind wie ein guter Nachtisch, sie machen die Sache erst perfekt. Danke dafür ♥♥♥