Freitag, 9. Januar 2026

Down-Syndrom A-Z: H wie Herzfehler

 


Nach fast einem Jahr Pause geht es weiter auch hier im Blog etwas ausführlicher zu den Themen der Serie Down-Syndrom A-Z

Ein großes A-Z ist gerade im Aufbau: klick von dort kannst du bei Fragen zu den entsprechenden Beiträgen kommen.

Man sagt ca. 50% der Babys mit Trisomie21 kommen mit einem Herzfehler zur Welt.
Ob zu diesen 50% auch Babys wie Jolina gehören, die zwar mit einem Loch im Herzen zur Welt kam, das aber von selbst zugewachsen ist, weiß ich nicht.

Das habe ich zu Herzfehlern recherchiert:

Fast die Hälfte der Kinder mit Trisomie 21 haben einen angebolrenen Herzfehler. Am häufigsten sind (atrio-)ventrikuläre Septumdefekte, ( = Atrioventrikuläre Septumdefekte (AVSD) sind angeborene Herzfehler, bei denen die Scheidewände zwischen Vorhöfen und Kammern sowie die dazugehörigen Klappen missgebildet sind, was zu Löchern führt und Blutflussstörungen (Links-Rechts-Shunt) verursacht. Man unterscheidet zwischen partiellen, kompletten und intermediären Formen, wobei der komplette AVSD zu Herzinsuffizienz und Lungenüberflutung führt und eine operative Korrektur im ersten Lebensjahr meist unumgänglich ist.)  

Aber auch mit Fallot-Tetralogie ( = Die Fallot-Tetralogie (TOF) ist ein komplexer angeborener Herzfehler, der aus vier Hauptfehlbildungen besteht: Ventrikelseptumdefekt (Loch in der Scheidewand), Pulmonalstenose (Verengung der Lungenarterie), überreitende Aorta und Rechtventrikelhypertrophie (Verdickung der rechten Herzkammer), was zu einer Sauerstoffmangelversorgung führt und eine Blaufärbung (Zyanose) der Haut verursacht)

Und offenem Ductus arteriosus muss man rechnen. (= Ein offener Ductus arteriosus (PDA), auch persistierender Ductus arteriosus genannt, ist ein angeborener Herzfehler, bei dem ein lebenswichtiges Blutgefäß zwischen Hauptschlagader (Aorta) und Lungenschlagader nach der Geburt offen bleibt, anstatt sich wie normal zu verschließen. Dies führt zu einem Links-Rechts-Shunt, bei dem sauerstoffreiches Blut aus der Aorta zurück in die Lunge fließt, was das Herz und die Lunge überlastet und zu Symptomen wie Atembeschwerden, Gedeihstörungen und erhöhtem Lungenblutdruck führen kann, obwohl manche Kinder (z.B. Frühgeborene) mit kleinem PDA beschwerdefrei sind. Die Behandlung reicht von Medikamenten bis zu minimal-invasiven Eingriffen, um den Ductus zu schließen)

Die Herzfehler sollten möglichst frühzeitig korrigiert werden, fordert Dr. Marilyn J. Bull vom Riley Hospital for Children at Indiana University Health in Indianapolis. Die verbesserten Therapiemöglichkeiten haben die Lebenserwartung von ca. 30 Jahre auf rund 60 Jahre erhöht.
(Quelle: Medical Tribiune, aber Begriffe verständlich ersetzt und mit Erklärungen ergänzt)

So selten sind Herzfehler allerdings gar nicht auch bei Kindern ohne Down-Syndrom und viele werden übrigens auch nicht entdeckt, bei Babys mit Down-Syndrom fallen sie nur auf, weil die Kinder nach Geburt von Kopf bis Fuß genau untersucht werden.

Rund 1 % aller Neugeborenen (etwa 10 von 1.000) kommen mit einem angeborenen Herzfehler zur Welt, was sie zu den häufigsten angeborenen Fehlbildungen macht. Die meisten dieser Herzfehler sind mild und erfordern nur Kontrollen, während eine Minderheit (ca. 10-30 %) schwerwiegender ist und medizinische Intervention benötigt; dank medizinischem Fortschritt erreichen heute über 90 % der Betroffenen das Erwachsenenalter. Der häufigste Herzfehler ist ein kleines Loch in der Herzscheidewand (Ventrikelseptumdefekt), das sich oft von selbst schließt.


Hier noch mein Video dazu



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