Mittwoch, 21. Januar 2026

Der Mainzer Hauptfriedhof im Schnee - 1 Jahr 50 Orte

 


Ein ungewöhnlicher Ort für einen Spaziergang?
Nein, es ist auch ein wunderschöner Park mit alten Gedenkstätten und sich sehr viel Geschichte.
Wir hatten eine Stunde, also wir haben nur einen kleinen Teil gesehen.

Ein würdevoller Ort und Nr. 2 von 50 Orten an der Nahe, in Rheinhessen und dem Hunsrück, die ich vorstellen möchte.



Hinweistafeln erklären auch die Geschichte des Friedhofs.
So wie hier zum Krematorium








Der Hauptfriedhof Mainz ist die 1803 unter französischer Administration angelegte größte Begräbnisstätte in Mainz. Er war Vorbild für den ein Jahr später angelegten Friedhof Père-Lachaise in Paris. Nicht nur zahlreiche prominente Mainzer fanden hier ihre letzte Ruhe; es befinden sich auch Ehren- und Kriegsgräberanlagen auf dem Gelände, so zum Beispiel der Deutsche Ehrenhof.

Der Hauptfriedhof und zahlreiche seiner Denkmäler sind heute als Kulturdenkmäler ausgewiesen und in der „Denkmalzone Hauptfriedhof“ zusammengefasst


Die Grabmale sind sehr unterschiedlich und der heutige "Einheitsbrei" auf Friedhöfen fehlt hier. In Bad Kreuznach stehen zwischen alten Gräbern wieder neue aus Platzmangel, hier lässt der frei Platz Gedanken zu über das was mal was und die restlichen Gräber stehen wunderschön hier in der Parklandschaft.


Eine Besonderheit hier ist, dass es neben den üblichen Eichhörnchen und einheimischen Vögeln auch Papageien gibt die hier in Mainz und Wiesbaden heimisch sind.
Die Papageien hört man immer hier über sich in den Bäumen.


Schon in 
römischer Zeit und bis ins 8. Jahrhundert n. Chr. war das Gelände des heutigen Hauptfriedhofes für Begräbnisse genutzt worden. Anfang des fünften Jahrhunderts erlitt angeblich Aureus an dieser Stelle den Märtyrertod.



Immer wieder sind es Kleinigkeiten die das Auge fesseln, wie kleine Engel auf den Grabsteinen, oder ein Grab das mit Ostereiern geschmückt war.



Gab es zunächst Pläne, den Mainzer Hauptfriedhof zu Beginn des 21. Jahrhunderts zu schließen, wurden diese jedoch verworfen, sodass der Friedhof auch heute noch als Begräbnisstätte genutzt wird. Zahlreiche Grabdenkmäler aus den vergangenen Jahrhunderten machen ihn zudem für historisch und kunstgeschichtlich Interessierte besuchenswert. Neben Familien- und Einzelgräbern gibt es auch Denkmäler und Gräber etwa von Kriegsopfern und von in Mainz verstorbenen französischen Soldaten.





Im Jahre 2005 wurde der Hauptfriedhof Mainz in die Liste der bedeutendsten Friedhöfe Europas aufgenommen, eine Auszeichnung der European Association of Significant Cemeteries. Bei der Wahl der schönsten Friedhöfe Deutschlands 2012 erreichte der Mainzer Hauptfriedhof nach dem Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg und dem Waldfriedhof in München den dritten Platz.












Seit 2004 findet jedes Jahr am 1. November (Allerheiligen) der Tag des Friedhofs statt. An diesem Tag werden Führungen über den Friedhof, ausgewählte Gruften und das Krematorium angeboten. Eine weitere Besonderheit auf den Mainzer Friedhöfen an Allerheiligen und Allerseelen ist die Newweling-Kerze, die zum Totengedenken nur auf den Mainzer Friedhöfen aufgestellt wird.









Dieses Grabmal hat mich am meisten berührt.
Aufgestellt von den Schülern für ihren Lehrer.




Bemerkenswert sind insbesondere die beiden „Gruftenstraßen“ mit Gruftanlagen bedeutender Mainzer Familien. Der älteste noch erhaltene Grabstein stammt aus dem Jahre 1805. Insgesamt sind über 230 Grabsteine und Denkmäler auf dem Hauptfriedhof denkmalgeschützt und wurden zum Teil erst in den letzten Jahren wieder von wuchernden Pflanzen freigelegt.


Eine Besonderheit auf dem Hauptfriedhof Mainz sind die „Portalgruften“ auf einer der Gruftenstraßen, auch „Backofengruften“ genannt. Sie wurden in der Zeit von 1850 bis 1879 angelegt und finden sich auf sonst keinem Friedhof in Deutschland. Es handelt sich um unterirdische Gruften mit Kammern für Särge, die über eine Treppe erreichbar sind. Oberhalb der Gruft befindet sich immer ein Portal, das rückwärtig abgestützt wird und eine Umfriedung hat. Sie sollten Begräbnisplatz sparen.








Diese Gruft hat niemanden mehr, der sich kümmert, wie traurig.
Bei uns in Bad Kreuznach konnte man die Purichelligruft mieten, finde ich mehr als fragwürdig, trotz leerer Stadtkasse.



Das finde ich die bessere Lösung.




Ich bin mir nicht sicher, ob es nicht auch auf dem Kreuznacher Friedhof mehr solcher Gruften gegeben hat, aber sie einfach abgerissen wurden.




Aus diesem Grund werden wir sicher bei besseren Verhältnissen wieder kommen.
Zwar hat der Friedhof im Schnee seinen ganz besonderen Zauber, aber die Wege waren teilweise extrem glatt.

Wir besuchen übrigens öfter Friedhöfe, weil es wunderschöne Orte der Ruhe sind, wenn sie nicht zu einfachen Urnenentsorgungsplätzen werden.

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