Donnerstag, 12. Mai 2016

12 von 12 im Mai 2016 - Heute Thema "Zeit"

Heute ist wieder der 12. und wie fast jeden Monat lasse ich Euch 12 mal durchs Schlüsselloch in mein Leben schauen.

Ich danke Caro jeden Monat insgeheim für diese Blogaktion.

Jetzt habe ich ja die Eigenart mir ab und zu ein Motto oder Thema zu suchen und dann die Bilder des Tages, da auch noch rein zuwurschteln.

Jetzt hatte ich gestern unter meinem post zu Jolinas neuer Brille diesen Kommentar: "Anonym11. Mai 2016 um 22:10
.. süßes Kind mit schöner Brille - und Mutter, die offensichtlich VIIIIEEEL Zeit hat ...
Hahaha!"


Da er anonym ist, ohne Namen kann ich die Aussage jetzt nicht wirklich begreifen. Natürlich macht man sich aber Gedanken was das jetzt heißen soll? Geht es vielleicht um einen Kommentar den ich in einem anderen Blog gelassen habe? Geht es darum, dass ich nicht arbeite, oder meine Kinder zu viele Aktivitäten haben, oder weil ich mir die Zeit zum bloggen nehme. Hähhh??? Sags mir.

Ich habe dann mal meinen Tag heute betrachtet ob ich wirklich so viel Zeit habe.
Ursprünglich dachte ich mein Tag hätte auch 24 Stunden, kann natürlich anders rüber kommen, schauen wir mal:

Es ist wieder der 12. und es ist Donnerstag, alle hier schlafen noch, nur ich war schon unter der Dusche, denn heute muss ich auch aus dem Haus und Zeit ist knapp

Den Stapel Papierkram habe ich mir für heute vorgenommen mal sehen ob am Ende der Zeit noch Papier übrig ist

Die Wäsche die ich gestern Abend noch aufgehängt habe braucht noch etwas Zeit zum trocknen, ich hoffe heute Mittag kann ich sie zusammen legen und wegräumen (Ja konnte ich)

Ich nehme mir tatsächlich die Zeit Jolina jeden Morgen die Haare zu flechten

Supermamas schaffen es sogar in der Zeit in der sie ihren Cappu trinken nebenher noch etwas am Laptop zu wurschteln und auch nach zu sehen ob Anonym geantwortet hat, warum ich so viel Zeit habe

Zwischendurch schnell mal ne Nase aussaugen, darüber werde ich Euch nen Extrapost schreiben, nur nicht so viel Zeit verplempern, sonst ist der Cappu kalt

Noch 10 Minuten bevor wir los müssen. da liegen so viele Zeitungen, überfliegen werde ich sie, mehr Zeit ist einfach nicht

Ankunft in Mainz und perfekt rückwärts eingeparkt *Schulterklopf*
Dafür habe ich heute inkl. Parkplatzsuche für mein 5 Meterschiff 50 Minuten gebraucht, an der Zeit kann ich nichts ändern, die brauche ich und beamen ist noch nicht erfunden - zurück fahren müssen wir übrigens auch, kostet etwas weniger Zeit, den Parken kann ich bei uns zu Hause im Hof

Meine Lieblings Zeit jeden Donnerstag. Während die Kinder im Unterricht sind mit den anderen Mamas austauschen uns gegenseitig stärken, Tipps austauschen zu Therapien, aber auch lachen und Kuchenrezepte gehen da über den Tisch.
Wir haben alle Kinder mit Down Syndrom in einem Alter und auch wenn die Kinder so unterschiedlich sind, so ähnlich sind oft unsere Sorgen, wir brauchen uns einfach einmal die Woche. Nennt man QualitätsZeit

Auf dem Heimweg war ich noch schnell einkaufen, nur viel Zeit konnte ich mir nicht nehmen, ich musste mal ... örgs und zusätzlich macht das Einkaufen mit Jolina bekanntlich wenig Spaß

Ich bin echt kein Putzteufel, aber wie man sieht, die Zeit muss jetzt echt mal sein zum aufwischen, muss mich ja schämen

Wer jetzt wissen will wo ich heute Abend meine Zeit verbringe, kann ja mal bei uns auf den Küchenkalender schauen.
Kein GNTM Finale heute, sondern Elternabend mit Thema Abschluss Grundschule inkl. Übertritt und Sexualkunde
Die Grundschulzeit geht so schnell zu Ende


Also da war ja wieder ganz viiieeeeel Zeit im Spiel, doch ob ich jetzt mehr Zeit habe als andere, oder mehr verplempere, oder mir für unwichtige Dinge Zeit nehme?
Ist doch auch Wurscht, ist ja schließlich meine Zeit die es kostet.
Und ich nehme mir ganz oft Zeit für andere und versuche auch bei Kummer zuzuhören und einfach meine Zeit zu spenden, muss man nicht, kann man aber und es ist wertvoller als jeder Euro in einer Spendenbüchse.


Hier noch zwei 12 von 12 aus alten Zeiten im Mai:

12.5.2015
12.5.2013

Mittwoch, 11. Mai 2016

Jolinas neue Brille

Schon längst ist eine neue Brille überfällig, denn Jolinas Kopf ist in den letzten Monaten plötzlich gewachsen, das hat man auch an den Mützen gemerkt, aber vor allem an der Brille.

Da Jolina Sportbügel an der Brille hatte, wurde die stark auf die Nase gepresst und die Druckstellen waren extrem. Es ist ein Wunder, dass sie sich nie beschwert hat, oder trotzdem die Brille unbedingt tragen wollte. Ich glaube sie merkt, dass sie damit besser sieht und die Kämpfe die wir am Anfang hatten sind längst Geschichte.

Eigentlich war ja unsere Planung eine ganz andere, wir wollten am Markt der Möglichkeiten die volle Specs4Us Palette durchprobieren und uns eine Brille aussuchen, nur gab es 2016 keinen Markt der Möglichkeiten in Velbert.
Okay, dann musste unser Optiker in Bingen eben ein paar Specs zur Auswahl besorgen, aaaber, der hörte zum 31.12.2015 auf, da sein Geschäft durch einen Wasserschaden total ruiniert war und er das zum Anlass nahm in Rente zu gehen.

Da standen wir also plötzlich etwas ratlos da. Bis nach Mainz fahren für einen Optiker? Och nö.
Zufällig kam ich aber während Jolinas Krankengymnastik darauf zu sprechen und da das Down Syndromnetzwerk bei uns im SPZ dicht gespannt ist und somit auch Erfahrungen ausgetauscht werden bekam ich einen super Tipp.

Jetzt brauchten wir nur noch ein neues Rezept, 2 Termine wurden wegen Krankheit der Orthoptistin abgesagt, doch dann endlich hielten wir ein neues Brillenrezept in Händen.

Zum ersten Mal hat Jolina auch richtig toll mitgemacht und gesagt ob sie etwas sieht, oder nicht. Bisher waren es immer nur Schätzwerte, oder es gibt auch Befunde, da steht drin "Kind hat Untersuchung verweigert"

Ja, leicht geschockt war ich dann doch, als die Werte etwas schlechter waren als bisher angenommen, doch hey, vielleicht kann Jolina mit neuer Brille jetzt plötzlich ihre Mal- und Schreibkünste verbessern.

Wir wollten weg von der Kleinkindbrille, aber es sollte auch nicht rutschen.
Jolina hat ja kaum Nase, was beim Brillen tragen kontraproduktiv ist, zusätzlich sitzen ihre Ohren, wie bei den meisten Menschen mit Down Syndrom etwas tiefer.

Mit Bauchweh fuhren wir also zu Dritt zu dem empfohlenen Optiker in einem recht kleinen Dorf und waren positiv überrascht.

Eine Spielecke in der die Kinderbrillen zu finden sind und eine Beraterin, die sich super mit Kindern mit Behinderung auskennt und sogar mal ein Praktikum im Förderkindergarten gemacht hat und ursprünglich diesen Berufsweg gehen wollte. Ein Glücksgriff.

Wir versuchen es jetzt mal ohne Sportbügel, dann kann Jolina die Brille auch besser alleine aufsetzen und sie wird nicht so schnell zu klein.

Brillen die so süß aussahen, waren in Jolinas zartem Gesicht einfach nur schrecklich, oder es ging nicht wegen dem Näschen.

Wir denken wir haben jetzt eine sehr gute Wahl getroffen und haltet Euch fest, zu einem für uns ungewohnten Schnäppchenpreis von 69 Euro, waren wir doch Preise von 170 Euro und aufwärts gewohnt.



Dienstag, 10. Mai 2016

Die Geschichte einer Schulrückstellung


Ich schreibe dies wo es noch frisch ist, wo ich mich am liebsten in die Ecke setzen möchte und heulen.
Heute war die Schuleingangsuntersuchung bei der Schulärztin für die zurückgestellten Kinder.
Heute ist der 9.6.2015.



Seit September 2014 ist dieses leidige Thema Schule ein Projekt das wir nicht abschließen können.
Wir hängen total in der Luft, wissen nicht was am 7.9.2015 passiert.

Montag, 9. Mai 2016

Blogparde: Das war mein Muttertag

Hallo Ihr Mamas, wie war Euer Muttertag?

Wollen wir mal zusammentragen was wir so erlebt haben? Tragt Euch einfach unten in der Linkparty ein.

Ich werde Euch hier gleich ungeschminkt von meinem Muttertag erzählen. (Achtung, ich habe es natürlich etwas überspitzt geschrieben, aber es hat sich eigentlich genau so zugetragen)



Ich mag ja diese Tage sowieso nicht, wenn plötzlich alle ihr Sonntagsgesicht aufsetzen nur weil es im Kalender steht und das was am Ende übrig bleibt ist Fake und ein blödes Gefühl.

Ich finde, wenn man es nicht ehrlich meint, sollte man es doch besser lassen. Ich lege ja wirklich keinen Wert auf Muttertag, denn ich möchte, dass man meine Arbeit und mein Muttersein schätzt zu den Zeitpunkten wo es angebracht ist und wann es einfach mal raus will.

Doch auf der anderen Seite erwarte ich, dass wenn man schon einen auf "Muttertag" macht, dass das durchgezogen wird und nicht nur so dahin gerotzt.

Nicht falsch verstehen, das ist jetzt nicht die Abrechnung mit meiner Familie, denn wer mich auf instagram verfolgt oder facebook hat auch schon gesehen was mich gestört hat und genau eben da haben auch schon andere Mütter genau das gleiche Problem vermeldet.

Klar sie meinen es ja gut, aber gut gemeint ist nicht gut gemacht und ab einem bestimmten Alter sollten die Kinder auch schon selbst darauf kommen, dass sie da wohl etwas falsch verstanden haben mit dem Muttertag und die Männer auch, vor allem die, denn an dem Tag sollten sie den Kindern mal hilfreich zur Seite stehen und einmal ihren Tunnenblick aufgeben und aus ihrer Wohlfühlzone treten.

Wir Mütter wünschen uns zu Muttertag nicht irgendwelche Geschenke und ein Frühstück und damit kann man nen Haken in den Kalender machen, wir wünschen uns Wertschätzung.

Ich erwarte nicht, dass ihr genaso so ehrlich seid wie ich, vielleicht habt ihr ja auch perfekte Familien, oder ihr findet da kann man drüber weg sehen. Doch mal ehrlich? Dann sollte man den Muttertag doch besser ganz sein lassen, das ist doch ein Freibrief für ein weiteres Jahr von Mutti verwöhnen lassen und nächstes Jahr schenkt man einfach wieder ne Schachtel Pralinen.



Mein Tag startete damit, dass Louisa wie angekündigt extra früh aufstand um mir ein Frühstück zu machen. Schon im Vorfeld erklärte ich ihr nochmal, dass ich Frühstück im Bett nicht mag, finde ich total ungemütlich.
Angekündigt waren Eierkuchen, ich überzeugte sie Pancakes zu machen und erklärte dem Papa am Vorabend nochmal wie das so funktioniert, damit der Teig auch richtig wird.


Geweckt wurde ich dann zu den angekündigten Zeit, oder etwas vorher, die Pfannkuchen seien fertig und ich solle doch jetzt kommen.

Bis auf eine Kleinigkeit haben Louisa und ihr Vater die Pfannkuchen auch toll hin bekommen.
Natürlich war jetzt kein Tisch gedeckt, oder so, die Pfannkuchen standen auf einem Teller auf dem Herd und den Rest musste ich mir selbst zusammen suchen ;-)



Die Geschenke dieses Jahr fand ich wirklich schön. Aus dem Kindergarten eine süße Tulpe und aus der Schule ein selbst bemahltes Kästchen mit einer Kette die mir richtig, richtig gut gefällt.
Louisa weiß, dass ich schwarz mag und hat extra diese Kette für mich gewählt.

Bild von Instagram

Nach dem Frühstück räumte ich meinen Tisch ab *hust* und beschloss nicht wirklich viel zu tun. Ich setzte mich in der Garten zum lesen und zu Mittag wurde gegrillt.

Irgendwann meinte mein Mann, dass das Fleisch bald gut sei. Ich bewegte mich nicht und sagte: "Sag Louisa sie soll den Tisch decken!" Ich wollte es jetzt wissen.
Aber Louisa musste dringend Blaulichtreport oder ähnlichen Mist ansehen und auf meinen Anpfiff hin meinte sie, sie hätte ja mit Jolina Barbies gespielt. (Was natürlich als großes Opfer ausgelegt wurde)
Sauer, ihr konntet es bei facebook lesen, versteckte ich ALLE Fernbedienungen im Schrank bei den Tellern, da würde sie nie hinsehen.

Bild aus Instagram


Nach dem Essen half mein Mann immerhin noch den Tisch auf der Terrasse ab zu räumen und verkrümelte sich in den Strandkorb, die Mädels auf die Schaukeln.

Da stand ich dann, im Kalender stand rot eingedruckt zum Hohn MUTTERTAG, und betrachtete das Chaos in der Küche. Die Spülmaschine war noch nicht fertig ausgeräumt und alles stand rum.
Ich weichte erst mal die Rührbesen ein, an denen der Teig inzwischen zu einer betonharten Masse getrocknet war und versuchte die verklebten Pfannenwender von der Pampe zu befreien. Ich räumte die Spülmaschine aus, verstaute das restliche Fleisch im Kühlschrank und räumte das schmutzige Geschirr in die Spülmaschine. Die Pfannen und Co, die von Hand gespült werden müssen beschloss ich erst am Montag zu säubern, immerhin hatte ich ja auch Sonntag und sogar Muttertag. (Hier kann man wahlweise in schallendes Gelächter oder in Tränen ausbrechen)

Foto von Instagram


Ich machte mir einen leckeren Eiskaffee, nach diesem Rezept, schnappte mir mein Buch und innerlich kochte ich ein wenig vor Wut als ich dann sah, dass mein Mann zwar den Tisch abgeräumt hatte, auch alle Gläser, nur meins stand da noch einsam in der Sonne und mein Wasser hatte inzwischen angenehme Badewannentemperatur angenommen.

Wäre es ja jetzt nicht Muttertag gewesen, hätte ich mich nicht so geärgert, denn es war ja wie immer. Ich habe mich ja auch zu einem Hausfrauendasein entschieden. Mein kleiner Sonntag ist wenn Montags das Haus leer ist und ich in Ruhe mal was tun kann, ohne, dass jemand etwas will oder mich fragt "Mama, wohin gehst Du?"

Liebe Kinder und Männer, es kommt uns Müttern nicht darauf an, dass ihr uns Geschenke macht, wir wollen, dass ihr endlich mal Wert schätzt was wir tun und das ist eben nicht so, wenn ihr den Teig am Rührbesen kleben lasst und wir hinterher noch mehr Arbeit haben. Glaubt ihr wirklich das tut sich alles von alleine? Scheinbar, und so lange das so ist, wisst ihr auch nicht, was wir wirklich so alles stemmen müssen, auch wenn es in euren Augen nur Kleinigkeiten sind, wie einfach die Rührbesen nach Benutzung nur mal unter fließend Wasser ab zu spülen, oder sogar zu spülen und weg zu räumen.

Für nächstes Jahr werde ich im neuen Kalender das rote Muttertag gleich mit TippEx entfernen, damit ich mich nicht aufregen muss.




Sonntag, 8. Mai 2016

Sonntagskino: Caillou, Folge zum Down Syndrom Tag

Bei der Suche nach schönen Filmen zum Muttertag für Euch bin ich über etwas ganz anderes gestolpert.

Eine Folge von Caillou in der er einen Jungen mit Down Syndrom trifft.
Der englische O-Ton ist leicht zu verstehen, da die Serie ja mit ganz einfacher Sprache für Kleinkinder ist.

Und jetzt Oute ich mich, ich mag Caillou überhaupt nicht und auch keine meiner beiden Mädels.
Dieses ständige Friede, Freude, Eierkuchen. Die Eltern, die immer die richtige Antwort haben und die Kinder, die zwar mal nicht 100% perfekt sind, dann aber immer alles einsehen.

Aaaahhhh, so ist es doch in keiner Familie, oder seid ihr eine Caillou-Familie?

Auch in dieser Folge zum Down Syndrom Tag ist alles wieder soooo supi.
Selbst die best sprechendsten Kinder mit Down Syndom die ich kenne haben nicht annähernd so eine perfekte Aussprache als der angebliche Junge mit Down Syndrom, dadurch ist auch alles einfach und wieder dermaßen an der Realität vorbei.

Gerade die Sprache ist Jolinas größtes Problem im Umgang mit anderen Menschen, sowohl Erwachsene, als auch Kinder. Sprache ist in unserer Gesellschaft unheimlich wichtig. Falls man jemanden nicht versteht, wird er entweder unterschätzt, oder der Kontakt mit ihm ist anstrengend.

Trotz meiner Kritik finde ich es einen Schritt in die richtige Richtung bei den Caillou-Machern, denn dort sind ja schon Kinder aller Hautfarben Standard, warum also nicht auch Kinder mit Behinderung.

Schreibt mir doch mal ob ihr den kleinen Jungen und seine Serie mögt.


Freitag, 6. Mai 2016

Spielplatz ist überall und wo spielen Eure Kinder? #SpielplatzIstÜberall Blogparade

Als ich den Blogbeitrag von wheelymum las und dazu den Aufruf zur Blogparde schnappte ich mir meine Kamera (nein, die liegt auch immer hier und ist nicht weggeräumt) und knipste spontan innerhalb von wenigen Sekunden diese Bilder.



Mittwoch, 4. Mai 2016

Zur Armut verdammt von Geburt an....weil der deutsche Staat es so will

Wenn man den ersten Teil meiner Überschrift liest, dann denkt man: "Die schreibt einen herzzerreißenden Post über Kinder in der dritten Welt, die von Geburt an keine Chancen haben."

Wenn man den zweiten Teil liest wundert man sich vielleicht. Deshalb habe ich diesen Nachsatz dazu gesetzt, denn ich möchte, dass diesen Post viele Menschen lesen, ganz viele, denn es ist wichtig und es geht nicht um Kinder in sozialen Brennpunkten, nicht um Babys, die in die falsche Familie geboren werden und dort kaum Chancen für einen gesellschaftlichen Aufstieg haben.

Es geht hier um mein Kind, es geht um Jolina.

Und es geht um viele andere Menschen, die entweder wie meine Tochter mit einer Behinderung geboren wurden, oder die diese im Laufe ihres Lebens mitbekommen haben.

Eigentlich geht es um uns alle. Denn wer sagt uns, dass wir morgen nicht durch einen Unfall oder Krankheit in einer Situation sind und ab sofort auf Hilfe angewiesen sind?

Jolina hat kein Sparkonto, auch musste ich der Oma leider absagen, die für Jolina wie für ihre große Schwester einen Sparvertrag anlegen wollte.

Jolina darf und wird nach heutiger Gesetzeslage niemals Geld besitzen dürfen und falls sie heiratet ihr Partner auch nicht. Vielleicht ist "kein Geld" übertrieben, immerhin darf sie 2.600 € zusammensparen. (Das ist der Moment wo ihr entsetzt den Kopf schütteln solltet)

Dieser Zustand führt dazu, dass wir Jolina leider enterben müssen, denn würde sie nach unserem Tod erben, würde der Staat dieses Erbe sofort anziehen und Jolina hätte nichts davon, rein gar nichts.

Wir sind nicht reich, nein, aber wir sind auch nicht arm. Ich würde uns als gehobenen Mittelstand bezeichnen, oder wie sagt man so nett "Bildungsbürgertum", wobei, was hat Bildung mit Wohlstand zu tun? Auch mit abgeschlossenen Studium, kann man am Ende Taxi fahren.

Jedenfalls geht es uns nicht schlecht und wir können unseren Töchtern einige Wünsche erfüllen. Ballettstunden, Mitgliedschaft im Turnverein und hier und da ein kleines Extra.
Zusätzlich leisten wir uns einen ganz extremen Luxus, ich gehe nicht arbeiten, dessen bin ich mir durchaus bewusst und dafür fahre ich auch gerne ein 14 Jahre altes Auto und gebe zu, dass wir uns mit 4 Leuten keine Flugreise in den Ferien leisten können, das ist aber auch nicht lebensnotwendig, wenn Holland so schön ist.

Also Jolina hat ein Elternhaus in dem es ihr finanziell nicht schlecht geht und trotzdem sieht ihre Zukunft finanziell besch.....eiden aus.

Schuld daran ist, dass sie durch ihre Behinderung auf Hilfe angewiesen ist und auch den Rest ihres Lebens sein wird. "Zum Glück sind wir ein Sozialstaat", werdet ihr sagen, "bei uns wird keiner im Regen stehen gelassen." Stimmt, doch der Regenschirm, bleiben wir mal bei dem Bild, hat Löcher, sehr große Löcher.



Da die Inanspruchnahme einer persönlichen Assistenz, ohne die die meisten Menschen mit Behinderung nicht (über-)leben könnten, unter die Sozialhilfe fällt, gelten für diese auch die entsprechenden Regelungen.

Jetzt sind diese Sozialhilfegesetze aber für ganz andere Situationen gemacht und ich finde es auch richtig, dass man in einer kurzfristigen Notsituation auch mal an die Rücklagen gehen soll, dafür hat man sie ja.
Nur ist Behinderung eher nicht kurzfristig, auch weniger langfristig, sondern einfach dauerhaft.

Ist bei Jolina mit ihrer geistigen Behinderung die Sache für viele noch klar und auf den ersten Blick wenig dramatisch, denn was soll dieses Kind später mal verdienen? Studieren wird sie nicht und eine Arbeitsstelle auf dem freien Arbeitsmarkt, ein schöner Wunsch, der vielleicht in Erfüllung geht, doch sicher keinen Spitzenverdienst einbringen wird.

Jetzt aber mal der Fall wir sterben, so bald haben wir das nicht vor, doch als Menschen die ihre Lebensmitte überschritten haben ist man sich schon bewusst, dass man nicht mehr ewig da sein kann.
Also wir sterben und würden Jolina etwas hinterlassen, nur dass sie ab und zu mal in Urlaub fahren kann, oder sich mal was Schönes zum anziehen kaufen kann, denn egal was sie verdienen wird, das wird nicht viel sein, doch sie darf dieses Geld nicht behalten und das was wir zu Lebzeiten gespart haben und nicht sinnlos verprasst und verlebt haben, wird der Staat sich nehmen. (Hier gibt es übrigens eine Hintertür, die wir demnächst endlich mal öffnen müssen)

Ein anderer Fall liegt aber vor, wenn jemand zB auf Grund einer körperlichen Behinderung Hilfe benötigt, trotzdem aber einen anspruchsvollen Beruf ausüben kann. Auch dann greift dieses Gesetz.
Diese Menschen verdienen zwar ihr Geld und zahlen auch brav ihre Steuern, nur dürfen sie nicht sparen, also auch ein eigenes Auto wäre Utopie, denn für 2600 Euro angespartes Guthaben bekommt man vielleicht ne Rostlaube, doch blöd, wenn man dann kein Geld für die bald nötigen Reparaturen zurück legen kann.
Haus kaufen? Vergiss es!
Altersvorsorge? Natürlich auch nicht
Heiraten? Da muss die Liebe wirklich groß sein.

Denn natürlich trifft dieses Gesetz auch den Ehepartner. Ich habe ja jetzt nicht wirklich die Illusion, dass irgendwann ein Prinz in goldener Rüstung, auf seinem weißen Ross daher galoppiert und Jolina zu seiner Königin macht, denn sollte sein zukünftiges Königreich innerhalb Deutschlands liegen, wäre er es ganz schnell los inkl. der goldenen Rüstung natürlich.

Wir Eltern von Kindern mit Behinderung machen uns viele Sorgen um die Zukunft unserer Kinder, doch diese Sorge müsste nicht sein, die könnte man uns recht einfach nehmen.

Tatsächlich gibt es sogar einen Gesetzesentwurf aber:
"Der Entwurf liegt nun auf dem Tisch. “Sehr ernüchternd”, “bin entsetzt”, “das Gesetz sei ein Schlag ins Gesicht behinderter Menschen” "

(Zitat Artikel von Zeit online, sehr lesenswert)

Ich habe in letzter Zeit gefühlt 100 Petitionen zum Thema unterschrieben und man hat wieder das Gefühl es ändert sich nichts.

So lange die meisten gar nicht wissen welch wirklich menschenverachtende Gesetzgebung hier in Deutschland in diesem Fall vorliegt wird sich auch wenig ändern. Es muss ein Aufschrei durch die Bevölkerung gehen. Jedem dem ich die Tatsache erzähle schüttelt erstaunt den Kopf, denn das weiß man in der Regel nicht.

Schaut bitte in die Petition hier rein und nehmt Euch Zeit für das Video mit Raul Krauthausen, dort wird viel besser erklärt was ich Euch eigentlich sagen möchte mit meinen wirren Sätzen.

Und bitte denkt daran, auch Euer Kind, oder ihr selbst könnt heute oder morgen Hilfe benötigen und dann habt ihr zu der Sorge um Eurer körperliches und geistiges Wohl auch noch die Sorge künftig arm zu sein und ein Besuch in der Pizzeria kann dann schon zum unbezahlbaren Luxus werden.


Down Syndrom kann schon ein Arschloch sein,
es sorgt bei Jolina dafür, dass sie sich so anstrengen muss um etwas zu lernen,
es sorgt bei Jolina dafür, dass sie auf Grund ihrer schlechten Bänder nicht Trampolin springen darf,
es sorgt bei Jolina dafür, dass Menschen sie ansehen und ihr nichts zutrauen,
es sorgt bei Jolina dafür, dass sie niemals ganz alleine leben kann,

es sorgt bei Jolina und allen anderen Menschen mit Behinderung, die auf Assistenz angewiesen sind, dafür, dass sie niemals auch nur einen minimalen Wohlstand erreichen dürfen.



Dienstag, 3. Mai 2016

Jolina wird Schulkind: Nähen für den Schulanfang

Langsam geht es in die heiße Phase mit Jolinas Einschulung.

Eigentlich hatte ich vor hier auf dem Blog ein Sew- und Bastel Along zu starten, wo ihr alles verlinken könnt was ihr so tolles zum Schulanfang werkelt.

Es gibt 2 Gründe warum ich dies jetzt doch nicht tue.

Nr. 1 ist, dass jemand schneller war und ich finde es blöd sich gegenseitig zu versuchen die Mitstreiter ab zu luchsen, ich bin ja eine die findet man solle lieber miteinander arbeitet, statt gegeneinander, dann kommt am Ende auch was ganz Großes, Besonderes raus.

Nr. 2 warum ich mich gegen eine Aktion hier entschieden habe ist der Griff ins Klo mit meinem Sommerwichteln. Ich habe die Mindestteilnehmerzahl von 20 Leutchen nicht geschafft und musste so, die, die gerne mitgemacht hätten sehr enttäuschen, da ich dann trotz hin und her überlegen gesagt habe, nein, es scheint nicht gewünscht, also lasse ich es. Man muss auch eine Idee mal in die Tonne kloppen können.

Jetzt mache ich also bei LunaJu beim Sew along mit und freu mich in dem Zuge meine Machwerke mit Euch und auch dort zu teilen. Denn nähen will ich das Einschulungskleid für Jolina ja sowieso und die Schultüte werde ich auch nähen (ohhh mein Gott!!!! was war ich froh, dass Louisa ihre selbst gebastelt hat)



Ich habe das Logo von LunaJu in mein Mottobild eingefügt und das werdet ihr künftig noch öfter hier auf dem Blog sehen, denn es geht voran mit Jolinas Einschulungsgeschichte, die sich anfühlt wie die unendliche Geschichte.
Erzählt habe ich Euch noch fast gar nichts, denn dieser Blog ist ja öffentlich und so möchte ich uns und vor allem Jolina keinen Schaden zu fügen in dem ich vielleicht Dinge hier schreibe die Personen in den falschen Hals bekommen, die am Ende über die Zukunft meines Kindes entscheiden werden.

Man hört ja immer wieder Dinge über die Einschulung und Beschulung von Kindern mit Behinderung, allerdings muss ich Euch sagen, ich fühlte mich selten so uninformiert wie in dieser Sache. Vielleicht auch, weil jeder denkt: "Die weiß ja alles, hat auf viele Fragen die passende Antwort, der muss man doch über das ganze Einschulungsding nichts mehr erzählen." Doch, muss man.

Jetzt wird aber erst mal genäht bis die Nadel glüht und wenn ihr noch mitmachen möchtet, der Anmeldeschluss ist morgen am 4.5.2016

Sonntag, 1. Mai 2016

Sonntagskino: Pränatal Diagnostik und die Folgen

Heute ein Bericht des HR zum Down Syndrom Tag im letzten Monat.

Besonders spannend ist, dass die Mehrzahl auf der Straße gefragten Frauen der Meinung sind, dass sie ein Kind mit Down Syndrom natürlich nicht abtreiben würden.

Die Wirklichkeit sieht leider anders aus, warum ist es so, dass Frauen trotzdem abtreiben, ist der Druck von außen so groß?
Vielleicht auch die Unwissenheit der Ärzte?
Dazu kann ich an anderer Stelle noch eine erschreckende Geschichte erzählen, aber nicht heute.


Freitag, 29. April 2016

Was wir Mütter uns zu Muttertag wünschen

... und was wir auch allen unseren Mütter "schenken" sollten.

*sponsored Post*


Was bedeutet für Euch Muttertag?

Ich glaube was man über den Muttertag denkt, liegt tief verwurzelt in unserer Kindheit.
Und oft sehe ich eine Erwartungshaltung an diesen einen Tag im Kalender, da schaue ich immer ganz irritiert aus der Wäsche, wenn ich sehe was in anderen Familien ab geht.

Auch ich habe meiner Mutter an Muttertag Geschenke gebastelt und ein Großteil dieser "Machwerke" stehen und liegen immer noch bei meiner Mama. Die ich übrigens seit meiner Pubertät mit dem Vornamen anrede, das aber gar nicht respektlos meine, sondern unsere Beziehung damit auf eine andere Ebene hob. Sie ist nicht nur Mutter, Mama, Mutti für mich, sie ist viel mehr, Freundin, Vertraute, der Mensch dem man wirklich alles sagen kann.

Unser Muttertag sah nie so aus wie der in vielen Familien. Da meine Mutter in der Gastronomie tätig war, musste sie früh aus dem Haus um anderen Müttern zu einem netten Tag in einem total überfüllten Lokal zu verhelfen und dieser Tag endete oft für sie erst wenn ich schon längst in meinen Kissen schlummerte.

Schon als ganz kleines Mädchen lernte ich, dass es nicht darauf ankommt diesen einen Tag auf Teufel komm raus mit Highlights zu füllen, vom Frühstück im Bett, über einen bombastischen Blumenstrauß, das Essen in einem angesagten Restaurant (gerade das würde ich natürlich an so einem Tag nie tun), am Nachmittag der selbst gebackene Kuchen in Herzform und dazu selbst Gemaltes und Gebasteltes, heile Familie auf Knopfdruck.

Dieser Tag sollte kein Tag der zwanghaften Gesten und Geschenke sein, alles was dieser Tag beinhalten sollte ist: "Mama, ich hab Dich lieb!"

Wie man das sagt kann so unterschiedlich sein, wie wir Menschen es sind.
Ob es ein gehauchtes Guten Morgen Küsschen ist, oder die selbst gepflückte, zerknautschte Blume des kleinen Wirbelwinds, oder einfach nur der Anruf des erwachsenen Sohnes von ganz weit weg, all das kann sagen, dass die Mutter das Beste und Wertvollste auf der Welt ist, das man hat.

Eine Liebeserklärung muss nicht fehlerfrei sein, muss nicht perfekt für Pinterest daher kommen, sie muss echt sein, von Herzen kommen und am Besten nicht nur am Muttertag, weil der Kalender es uns vorschreibt, sondern einfach so, spontan und ohne Zwang.



Natürlich basteln meine Töchter auch zu Muttertag, oder die Erzieherin bastelt etwas für Jolina, hihi. Aber es hängt bei uns in der Küche und das schon 2 Jahre (oder waren es jetzt schon 3)


Diese Gesteck von Louisa steht auch auf der Fensterbank, wohlgemerkt, aber in der Ecke, denn auch wenn es farblich passt, lässt es doch etwas gruseln und wir Mütter kicherten unter vorgehaltener Hand, dass die Lehrerin künftig von ihrem Kind auch solche Sachen bekäme und sie vielleicht das Material künftig mit mehr Bedacht wählt, denn Mütter heben Muttertagsgeschenke auf, auch über 40 Jahre, wie man bei meiner Mutter sieht.

Die Basteleien der Kinder beinhaltet so viel Liebe und die Vorfreude auf das strahlende, verblüffte Gesicht der Mutter, dass man diesen Liebesbeweis einfach über die Jahre konserviert, denn mit den Jahren fällt es uns immer schwerer unsere Gefühle so zu sagen, wie wir sie im Herzen fühlen, warum eigentlich?

Wir können das nicht üben, nichts vorbereitetes, einfach aus dem Bauch, der ja bekanntlich eher der Platz unserer Gefühle ist als das Herz. Lasst es raus, vor Mama ist nichts peinich, oder falsch.

Und jetzt ist es Zeit Eure Taschentücher zu zücken, falls Ihr dieses Video noch nicht kennt.
HIPP, der bekannte Hersteller von Bio Baby Beikost und Baby Pflege, hat Menschen überrascht, weder die Mütter, noch deren Kinder wussten vor dem Dreh was auf sie zu kommt und deshalb ist nichts vorbereitet, alles ist 100% echt.



Auch wenn ich heute Mama mit Leib und Seele bin werde ich immer Tochter bleiben und die Liebe und Fürsorge die mir meine Mutter immer noch entgegenbringt und sich immer noch für mich aufopfern würde, wenn ich es zulassen würde, werde ich irgendwie zurück geben. Spontan und ohne große Vorbereitung. Vielleicht ist es auch einfach nur ein Anruf, wenn ich eigentlich dringend etwas anderes tun müsste, aber meine Mutter ist auch wichtig, nicht auch, sondern wichtiger als der meiste blöde Kram den man dringend erledigen muss.

Was meine Kinder für mich geplant haben weiß ich nicht, sie wissen, dass ich dieses Gekünstelte nicht mag, und auch keine Krümel im Bett, lieber einen Cappu ohne Geschrei im Hintergrund *grins*

Meine Mutter hat mir etwas ganz besonderes mit gegeben, nämlich, dass sie mich über alles liebt, ohne wenn und aber, auch wenn sie an solchen Tagen wie Muttertag, oder Ostern, oder anderen Feiertagen nicht mit mir zusammen sein konnte war sie für mich da, wenn es nötig war. Sie ist für mich ein Vorbild wie ich sein möchte, wenn meine Töchter nach so vielen Jahren, das gleiche über mich sagen, dann habe ich alles richtig gemacht, so wie meine Mama.

Wofür bist du deiner Mutter dankbar? Machs wie HiPP und sag Danke (funktioniert auch geflüstert hinter einem Blumenstrauß vom Floristen um die Ecke)
Lasst uns den anderen mal ne Idee liefern, was man zu Muttertag schenken könnte und teilt das Video. Hier der Link für Euch:klick

Erzählt mir doch einfach in den Kommentaren wie Muttertag so bei Euch ist, habt ihr Rituale, welche Geschenke hast Du selbst schon gemacht, oder bekommen?



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Mittwoch, 27. April 2016

Richtig fördern ist harte Arbeit

Menschen mit Down Syndrom können richtig viel lernen, man muss es nur richtig anpacken, oder verstehen wie Menschen mit Down Syndrom überhaupt lernen.

Ich war überwältigt mit welch großem Interesse ihr meine Rezension des Buches "Trisomie 21" gelesen habt. Aber manchmal möchte man einfach etwas greifbares in Händen haben, eine Bestärkung, dass es möglich ist etwas zu erreichen, wenn man es nur richtig anpackt.

Es wäre übertrieben zu glauben, jedes Kind mit Trisomie 21 könnte es so weit bringen wie Pablo Pineda, aber es ist ja auch nicht jeder für ein Studium geboren, nur es wäre zu einfach, zu sagen, Menschen mit Down Syndrom lernen sowieso nichts, also geben wir uns erst gar keine Mühe.

Wir haben das unendliche Glück in der Nähe von Mainz zu wohnen, wo es eine m.E. einmalige Praxis gibt, die erstaunliches hervorbringt. PEp - die Praxis für Entwicklungspädagogik.


Gewinne ein Doppelherz Magnesium Citrat Paket

*Werbung*

Meine Familie ist ja in Abstufungen Sportbegeistert.
Louisa ist ununterbrochen in Bewegung, tanzt, macht Akrobatik und ist in ihrer Klasse die Beste in Sport. Sie kann es kaum abwarten mit ihrem Papa wieder am Firmenlauf teil zu nehmen, wie auch schon 2014 und 2015.



Auch Jolina wird bald wieder beim Down Sportfestival starten


und der Papa versucht sich dann demnächst wieder beim Gutenberg Marathon in Mainz (er hat jetzt auch neue Laufschuhe, nachdem er diese total durch gelaufen hat.

Nur ich bin irgendwie bei Sport nicht so gut drauf. Laufen ist für meine Knie gar nix und oft vergesse ich ein bisschen Workout zu machen, weil mal wieder das oder jenes dringend gemacht werden muss, wo wir dann bei dem Thema Stress sind. Auch bei Stress hat der Körper Wirkstoffe nötig um rund zu laufen, wie zB Magnesium.
Natürlich wäre ich gerne fit und habe ein schlechtes Gewissen wenn jetzt im Frühjahr die Laufsaison meines Mannes wieder beginnt, denn damit tut er ja auch etwas für seine Gesundheit und ich bin noch auf der Suche nach meinem Sport.



Heute geht es also um das Thema Magnesium.
Wer ab und zu Wadenkrämpfe hat, der kennt es sicher, denn das ist ein Zeichen für Magnesiummangel, den man recht einfach beheben kann.
"Magnesium 400" gibt es als Depot, als Brausetabletten Citrat oder Granulat Citrat. (Magnesium ist in dem Granulat oder den Brausetabletten von Doppelherz System in seiner Citratverbindung enthalten. Citrate sind eine organische Form des Magnesiums. Das Vitamin B6 trägt zum normalen Eiweiß- und Glykogenstoffwechsel bei. Und es spielt eine Rolle für die normale Funktion des Nervensystems.)



 Info:
Magnesium spielt eine lebenswichtige Rolle, denn ohne diesen Mineralstoff kann keine lebende Zelle ihre vielfältigen Funktionen erfüllen. So wird Magnesium im menschlichen Körper beispielsweise im Bereich des Energiestoffwechsels oder der Reizweiterleitung benötigt. Es ist aber auch für die normale Muskelfunktion von großer Bedeutung.
Wer gerne in Bewegung ist, kann seine Leistungsfähigkeit mit den hochwertigen Doppelherz system Magnesium Produkten sinnvoll unterstützen. Ob als sprudelnde Brausetablette, Trinkgranulat oder als Tablette mit DEPOT-Wirkung. Tatsächlich verbraucht der menschliche Körper tagtäglich Magnesium. Besonders in bestimmten Lebenssituationen mit erhöhter körperlicher Anstrengung, beispielsweise beim Sport, Stress oder einer Schwangerschaft, kann es zu einer unzureichenden Magnesiumversorgung kommen. Aber auch bei Migräne oder Diabetes mellitus spielt Magnesium eine interessante Rolle.
Da unser Körper das Mineral nicht selbst bilden kann, ist es wichtig, Magnesium in ausreichender Menge über die Nahrung aufzunehmen. Vor allem Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte oder Nüsse sind gute Lieferanten. Aber wusstest du, dass man zum Beispiel täglich neun Bananen oder fünf Kilo Äpfel essen müsste, um den Tagesbedarf an Magnesium zu decken? Wichtig ist daher eine abwechslungsreiche Ernährungsweise.
Weitere Infos unter: https://www.doppelherz.de/magnesium-special/



Das Granulat wird einfach in ein Glas Leitungswasser geschüttet
und löst sich schnell und Rückstandsfrei auf.

Der Geschmack ist nicht so extrem süß, wie bei vielen Brausetabletten oder Granulat, jedoch, mag ist den Geschmack nach wie vor nicht und bevorzuge für mich die Tablette mit Depotfunktion.





Möchtest Du auch so ein Testpaket gewinnen?
Dann unbedingt weiterlesen, denn Doppelherz hat mir 3 Magnesiumprodukte, die es übrigens nur in der Apotheke zu kaufen gibt, zur Verfügung gestellt um sie an einen von Euch zu verlosen.


Die Verlosung findet bei Instagram statt, also wer mich dort noch nicht abonniert hat, jetzt wird es Zeit. https://www.instagram.com/fraujolou/

Was ihr tun müsst?
Ganz einfach postet ein Sportbild von Euch auf Instagram mit #sportmitdoppelherz und @fraujolou (damit ich Euch auch finde) - Doppelherz findet ihr passend dazu auch auf Instagram
https://www.instagram.com/doppelherz_de/
Weil das Wetter gerade gar nicht nach Frühling aussieht und ihr mir keine Bilder vom Schneeschuhwandern schicken müsst, läuft die Aktion bis zum 15.5.2016.

Genug Zeit die Turnschuhe zu schnüren und ein bisschen Sport zu machen (Das gilt natürlich auch für mich Couchpotato)



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Dienstag, 26. April 2016

Das perfekte Crêpes Rezept

...kommt direkt von der Französischlehrerin zu Euch frisch auf den Tisch.

Christian hat sich ja zu einem Volkshochschulkurs in Französisch angemeldet, da das Töchterlein ab Sommer diese Sprache lernen wird und er "nur" ein Latinum vorzuweisen hat.

Ich gehe mal davon aus, dass sie den Vater innerhalb weniger Wochen überflügeln wird, aber das ist ja auch gut so und mit ein paar Brocken, kann er dann wenigstens die Austauschschüler verstehen, die uns dann ins Haus stehen werden.


Das erste wirklich wichtige in diesem Kurs war Lektion 1.
Das Crêpes Rezept der Lehrerin, einer Französin, wohlgemerkt.

Also machte ich auch meine Hausaufgaben und testete das Rezept gleich aus.
Es ist wie bei "normalen" Pfannkuchen, jeder macht sie ein bisschen anders und natürlich gehört der typische Hausfrauensatz "so nach Gefühl" auch dazu, denn Eier sind nie gleich.



Die größte Herausforderung ist jetzt nicht das Rezept auf Französisch, sondern die Schrift meines Mannes, daher hier noch mal schön abgetippt:

Ihr braucht:
500 Gramm Mehl
6 Eier
1 Liter Milch
ein wenig Zucker
ein wenig Salz

(Die Menge ist schon richtig viel und ihr erhaltet einen kleinen Berg Crêpes. Die aber auch am nächsten Tag noch lecker sind)


Das ganze wird dann miteinander verrührt, die Eier werden nicht getrennt.
Wir haben zwar ein Crêpeseisen von Anno dazumal, aber in einer flachen Pfanne geht das ganz genau so gut und viel schneller.
Wie üblich, wird der erste Crêpes nicht so schön.


Eine Woche später hatte ich die Lehrerin am Telefon und berichtete ihr stolz von meiner Backaktion.
Sie hat sich sehr gefreut über mein Lob und verriet mir, dass sie manchmal auch Grand Marnier in den Teig gibt, oder bei Kindern etwas Apfelsaft.




Ich finde aber gerade den neutralen Geschmack, mit nur wenig Zucker und der Prise Salz als Geschmacksverstärker ideal. So kann man die dünnen Pfannkuchen unterschiedlich belegen, mit Nutella (der Klassiker) oder auch am nächsten Tag noch mit Frischkäse und Kochschinken, oder Lachs.








Ich hoffe ich habe Euch jetzt Appetit gemacht auf diese leckeren Teile, denn sie gehen einfach und schnell und sind viel günstiger als auf jedem Jahrmarkt, wo man wirklich oft tief in die Tasche greifen muss.
Nur auf kleinen Märkten, wo Crêpes für einen guten Zweck gebacken werden, zB für einen Verein oder die Klassenkasse gebe ich gerne ein paar Euro für diese kleinen Hüftschmeichler hin.




Viel Spaß beim nachbacken.

Montag, 25. April 2016

Flori Vielfraß von Amigo ist Jolinas neues Lieblingsspiel

Beim Elternbloggertreffen in Darmstadt haben wir ganz viele Spiele mit Andy von Amigo durchprobiert.

Wenn man ein Kind mit "besonderen Bedürfnissen" hat (so sagt man im Englischen ja so schön), dann achtet man bei Spielsachen nicht nur auf den Spaß und auf die Familientauglichkeit, man hat auch oft den Anspruch mit viel Freude nebenher noch ein bisschen zu fördern.

Nicht weil wir diese extremen Fördermütter sind, nein, ich bin ehrlich, weil wir faul oder eher müde sind. Wir fahren von der Logopädie zur Krankengymnastik, dann weiter zu der Förderpraxis und bekommen von dort noch Hausaufgaben mit. Alles zum Wohl des Kindes und ja, es bringt richtig was und es würde noch mehr bringen, würden wir uns richtig hinten dran klemmen und zu Hause weiter fördern.

Aber bin ich das? Bin ich eine Therapeutin oder Mutter? Ich will Mutter sein und einfach auch mal ohne erhobenem Zeigefinger Spaß haben.

"Flori Vielfraß" ist so ein Spiel das Spaß macht und zusätzlich fördert.


Sonntag, 24. April 2016

Sonntagskino: Die zauberhafte Geschichte von Nhelyia

´Heute habe ich ein wirklich liebevolles Video mit französischen Untertiteln, doch auch wer die Sprache nicht versteht, die Bilder sprechen für sich.

Hier der Text zum Video:

"A tous ceux qui se demandent comment on peut devenir les heureux parents d'un enfant trisomique, à tous ceux qui cherchent de l'espoir, des réponses, et l'envie d'avancer même quand la vie n'est pas comme on l'avait imaginée...
Voici l'histoire de Nhélyia, notre cadeau du ciel !"



"Hier ist die Geschichte von Nhelyia, unser Geschenk des Himmels!"


Samstag, 23. April 2016

Buchtipp: Trisomie 21 - Was wir von Menschen mit Down-Syndrom lernen können von Andre Frank Zimpel

"Wenn ich doch nur manchmal in den Kopf meiner Tochter schauen könnte" So, oder so ähnliche Gedanken kommen mir oft. Warum macht sie das jetzt so und warum versteht sie das jetzt nicht, warum kann ich ihr ein Wort 10 Mal vorsagen und sie sagt nur die letzte Silbe?

Meine Tochter Jolina hat das Down Syndrom, oder wie Dr. Zimpel sagen würde, lebt unter den Bedingungen einer Trisomie 21, doch diese Erklärung reicht mir nicht.

Ich bin kein Mensch der sich damit zufrieden gibt, das etwas eben so ist, ich will wissen wieso etwas so ist.

Jolina lernt im Schneckentempo, zählt von 1 bis 2 und alles darüber hinaus sind viele, mit 7 spricht sie schlechter als manches Kleinkind und ist weit davon entfernt dieses ewig lachende Sonnenscheinkind zu sein, wobei sie aber natürlich ihren Charme einzusetzen weiß.

Genau auf viele dieser Fragen habe ich in den letzten Tagen eine Antwort erhalten, gefunden habe ich sie im Buch "Trisomie21" von Dr. André Frank Zimpel*.


Trisomie 21 - Was wir von Menschen mit Down-Syndrom lernen können: 2000 Personen und ihre neuropsychologischen Befunde* 


Donnerstag, 21. April 2016

Taschen Freebook "Never walk alone" von nEmadA

Wer vor 2 Tagen mein Video zum Abschied von nEmadA geschaut hat, der hat sie ganz am Ende schon entdeckt.

Die Tasche "Never Walk Alone" das Abschieds Freebook von nEmadA für Stoff und Liebe



Mittwoch, 20. April 2016

Reisebericht: Center Parcs De Kempervennen (2. Aktivitäten)

Nachdem ich Euch am Montag viel über Unterkunft und den Marked Dome im Center Parcs De Kempervennen erzählt habe, geht es heute um Aktivitäten, die wir gebucht haben, bzw es gibt sie auch for free.



Wenn wir bei CenterParcs online buchen erhalten wir immer 4 Toppings, also kleine Gutscheine die man beliebig einlösen kann. Der erste geht immer bei uns drauf, dass ich eine Wunschunterkunft buche, nicht dass wir zB am Ende neben der Skihalle wohnen, aber viel lieber zum Schwimmbad wollen.

Dienstag, 19. April 2016

Zum Abschied von nEmadA gibt es ein Video

Habt ihr es mitbekommen?

Bea von nEmadA ist bald nur noch Bea. Nun ja, sie hört nicht auf zu nähen, aber es wird keine neuen E-Books mehr von ihr geben und die bestehenden ziehen um zu Stoff&Liebe.

Das heißt für mich, zum einen stimmen meine ganzen Links unter den Posts nicht mehr (soll ich die für Euch ändern?) und zum anderen es wird keine neue kuschelige Probenährunde mehr geben.

Liebe Mädels aus dem Team, ich habe mich so unendlich wohl gefühlt. da gab es kein Zicken und viel Hilfe untereinander. Es war immer lustig und manchmal haben wir uns auch getröstet.
Wir wussten schon, wenn ein Boxkampf ansteht, dann fiebert unsere "Chefin" mit und vielleicht kommt dann im Eifer des Gefechts wieder ein neuer Schnitt raus.

Wir waren live per facebook im Kreissaal mit dabei und wir wurden oft auch in die Ecke geschickt, wenn wir mal nicht richtig aufgepasst hatten welche Ansagen die strenge Chefin machte.

Ja, verrückt waren wir in den letzten 3 Jahren, jedenfalls ich war von 2013 an mit dabei, die ersten Schnitte liefen noch ohne mich, wieso eigentlich Bea? *ich stütze mal empört die Hände in die Hüften* hahaha

Doch eigentlich sollte alles mal ein Ende haben und vielleicht nimmst Du liebe Bea einen Schritt vorweg, denn meine Kinder wachsen langsam aus deinen Schnitten, für Louisa musste ich immer schon etwas größer anpassen.

Und dann ist da ja noch die Sache mit dem Rad, blablablabla.
Du nimmst mir ein bisschen Termindruck, wobei deine klaren Terminansagen taten immer gut, man konnte planen und es war immer genug Zeit für Änderungen und Feedback.

Was mach ich jetzt nur? Hey Stoff&Liebe, braucht ihr mich? Wenn ihr coole Stoffe habt, ich hätte den Schrank voller Schnittmuster dazu. ;-)

Also Bea, liebe Elfen, es war echt schön und zum Abschied hab ich gestern bis spät in die Nacht *gähn* noch ein Video durch meine Zeit mit nEmadA gebastelt.





Montag, 18. April 2016

Reisebericht: CenterParcs De Kempervennen (1. Unterkunft, Park und Marked Dome)

Der Center Parcs De Kempervennen liegt in den Niederlanden, gar nicht weil hinter der Grenze und auch nicht weit vom Park Erperheide in Belgien, den wir auch schon besucht haben.

Nachdem unser Besuch im Park Hochsauerland ein kleiner Schock war, wollten wir es trotzdem wissen, ob Center Parcs wirklich so nachgelassen hat.

Ich kann Euch beruhigen, wir waren wieder durch und durch zufrieden und dieser eine Park im Sauerland scheint wirklich ein trauriger Ausreißer zu sein, den man dann mal besser meidet.


Der Park liegt wunderschön um eine Seenlandschaft und in den Seen kann man im Sommer auch tauchen, das reizt mich besonders und es ist ein Grund mal wieder zu kommen.

Es gibt übrigens auch eine Skihalle, da das Wetter aber nicht so prickend war und Jolina nicht wirklich lauffreudig, machten wir uns ein paar extrem faule Tage um ein bisschen runter zu fahren als Familie.

Wir haben kurzfristig gebucht, dieser Park wurde es vorallem weil ich hier ein Superschnäppchen machen konnte, trotz Osterferien.
Es lohnt sich immer wieder ohne feste Vorgaben auf der CenterParcs Seite zu stöbern und bei entsprechenden Angeboten zuzuschlagen.

Sonntag, 17. April 2016

Sonntagskino: Sabine Niese und ihre Feenomenale Welt

Kennt Ihr Sabine Niese? Nicht? Dann wird es aber Zeit.

Sabine zeigt Ihrer Krankheit (ALS) mit unglaublichem Willen und Fröhlichkeit den Stinkefinger.

Schon lange verfolge ich ihren Weg, denn als positives Beispiel begleitet auch Stern TV sie durch ihr Leben.

Die Zeit die noch bleibt fröhlich zu verbringen und diese sogar auszudehnen mit positiver Energie ist möglich und das zeigt Sabine jetzt auch auf ihrem YouTube-Kanal, den ich gleich mal abonniert habe.



Samstag, 16. April 2016

Buchtipp: Das Erbe der Kriegsenkel von Matthias Lohre

Ich habe selten ein Buch so verschlungen seit ich Kinder habe wie dieses.
Selten genug habe ich Zeit um mich in Ruhe hin zu setzen um zu lesen, doch bei diesem Buch habe ich mir Zeiten frei geschaufelt.

Das Thema fand ich generell sehr interessant, Untertitel: "Was das Schweigen der Eltern mit uns macht"



Ich gehöre zu der Generation der Kriegsenkel, denn meine Eltern waren Kriegskinder, aber geschwiegen wurde bei uns eigentlich nicht, so war ich sicher, dass ich auch kein typischer Kriegsenkel bin.

Doch was ist schon typisch, jeder Mensch ist anders und verarbeitet Erfahrungen anders auch das erfährt man in dem 250 Seiten starken Buch das am 21.3. erschienen ist. (Der Welt Down Syndrom Tag, das muss ein gutes Buch sein ;-) )

Auf der Suche nach mir selbst war ich auch schon, mit teilweise erstaunlichen Ergebnissen, doch ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass es eigentlich daran lag, dass meine Eltern Kriegskinder mit eigenen Traumata sind.
Dieses Buch half mir einen schritt weiter zu mir zu finden und deshalb erzähle ich hier nicht nur über das Buch, sondern zeige Euch auch, dass ich ein Kriegsenkel bin, auch wenn mir das bis vor einer Woche noch gar nicht bewusst war.

Das erste Aha-Erlebniss hatte ich allerdings schon bei dem ganzen Trubel zu 25 Jahren Deutsche Einheit.
Wow, 25 Jahre? Das war doch gefühlt erst gestern und das geteilte Deutschland ist immer noch irgendwie in meinem Kopf. Und dann rechnete ich.

Es sind weniger Jahre nach dem Krieg bis zu meiner Geburt vergangen, als jetzt die Wiedervereinigung her ist.

Ich bin gar nicht so lange nach dem Krieg groß geworden, vielleicht ist deshalb alles näher an mir dran, als andere das in einem Geschichtsbuch lesen.



Ja, ich bin wirklich ein Kriegsenkel und es hat was mit mir gemacht. Vieles ist mir erst beim lesen dieses Buches klar geworden und ich laufe Gefahr Kriegsurenkel zu erziehen, aber vieles finde ich gar nicht so falsch, andere aber doch und so kam es wohl auch, dass ich in dem Post in dem ich meine Erziehungsmethoden kurz anriss was die Kleiderwahl meiner Töchter betrifft gewaltig angeeckt bin.

Ich bin so erzogen. Meine Mutter hatte das auf die 60er umgeschriebene Buch der Babyerziehung im Schrank und wurde von ihrer Mutter und Großmutter angeleitet mich genau so zu behandeln wie es im 3. Reich vorgesehen war.

Kinder lässt man schreien, sonst werden sie zu kleinen Tyrannen. Gestillt wird strikt nach Zeitplan.
Kinder haben zu gehorchen und nicht dazwischen zu quatschen.

Ich wundere mich immer warum die heutigen Kinder so anders sind als wir früher. Niemals hätten wir gewagt Erwachsenen ins Wort zu fallen und wenn, dann nur einmal.

Louisa muss mir IMMER ganz dringend etwas erzählen, wenn ich zB ein wichtiges Telefonat mit Behörden führe. Auch bei der Schweigeminute, die wir in den Niederlanden für die Anschläge in Belgien einhalten sollten, hatte sie mir etwas mitzuteilen. Ich: "Pschtttt" sie plapperte weiter. Ich gedämpft: "Sei still!" aber es nützte nix. Ich weiß, mir hätte man bei der Gelegenheit mal kurz auf den Mund geklopft (geschlagen wäre zu heftig gesagt) nur das versuche ich ja nicht so zu machen, also mache ich es ja doch nicht so verkehrt und hinterher nahm ich sie mir auch gewaltig zur Brust, wenn ich ihr vorher nicht lang und breit erklärt hätte warum wir 1 Minute schweigen und gedenken.

Wir Kriegsenkel hatten also noch gelernt zu gehorchen, so wie das im 3. Reich auch von den Kinder gewollt war. Nur hat man damals versucht Soldaten zu züchten.
Ich bin genau so geworden wie man das auch damals gewollt hätte, Mist, ich bin jemand der durchzieht was er begonnen hat, auch ohne Rücksicht auf mich selbst.
Ich war mal so verrückt mit einer gebrochenen Rippe in Mexiko zu tauchen, Wahnsinn was da hätte passieren können, doch es war ja nur ich. So denke ich und bin immer erstaunt wenn andere nicht so sind, hahaha.

Nur einen Vorteil hat das. Es gab niemals auch nur den kleinsten Gedanken Jolina mit ihrem Down Syndrom nicht als meine Tochter haben zu wollen. Ich hatte es angefangen, also musste ich durchziehen, egal wie. Die Liebe kam später und ich schämte mich, wenn man mir sagte ich sei "Eine ganz starke Frau". Quatsch, ich war nicht stark, sondern ich bin jemand der sich wie ein Pittbull verbeißt und nicht locker lässt. Eigene Gefühle werden hintenan gestellt.

Ich habe schreckliche Angst eingeschlossen zu sein, Jahre lang wusste ich nicht wieso, meine Eltern hätten mich niemals in den Keller gesperrt, das hatte man mit ihnen gemacht und das wollten sie mir sicher nicht antun, aber woher kam es dann?
Mit ca. 25 Jahren kam ich darauf. Ich war mit 2 im Krankenhaus zu einer OP, damals durften Eltern noch nicht bei ihren Kindern sein, 1 Stunde Besuchszeit, fertig. weil ich so sehr weinte und die anderen Kinder im Zimmer nervte wurde ich mit meinem Gitterbett in einem kleinen Raum eingeschlossen in dem die Bettpfannen gesäubert wurden. Die Schwester die das veranlasste war schon recht alt, eine treue Befürworterin der Erziehungsmethoden der NS-Zeit.
Auch über diese Frauen findet man einen Satz in dem Buch.

Ich bin ein Kriegsenkel!
Auch wenn meine Eltern nicht über ihre Kindheit und die ganzen erlebten Dinge im Krieg geschwiegen haben, wie es die Eltern des Autors taten habe ich doch immer noch ne gehörige Portion Kriegstrauma abbekommen, ohne den Krieg je erlebt zu haben.
Dies muss man sich erst mal eingestehen.

Genau bei dieser Reise dürfen wir Matthias Lohre begleiten.
Warum bin ich wie ich bin? Diese Frage stellte er sich erst nachdem sein Vater zum Geisterfahrer wurde und er sich eingestehen musste nichts über seine Eltern gewusst zu haben. Jetzt waren beide tot und die Chance vertan.

Doch er findet Gesprächspartner die ihm helfen die Vergangenheit aufzurollen und zu verstehen. Er lernt, dass Eltern auch trotz den besten Absichten vieles falsch machen können.

Das Buch, erschienen im Gütersloher Verlagshaus, ist zwar ein "Sachbuch" und doch wieder nicht. Es ist auch eine Autobiographie  und eine Erzählung über die Suche nach Antworten.
Spannend und gar nicht trocken geschrieben und vor allem für die heute 40-60jährigen ein Blick in ihr eigenes Innerstes.



Inhaltsangabe:
"Matthias Lohre begibt sich auf die Suche nach seinen verstorbenen Eltern. Mit seiner persönlichen Geschichte zeigt er exemplarisch, mit welchen Nöten die Kinder der Kriegskinder bis heute kämpfen: Die nie verarbeiteten traumatischen Erlebnisse ihrer Eltern haben bei Kriegsenkeln zu mangelndem Selbstwertgefühl, extremen Schuldgefühlen und diffuser Angst geführt. Ihnen hat sich eine Katastrophe eingeprägt, die sie selbst nicht erlebt haben. Den etwa 40- bis 60-Jährigen eröffnet sich heute die letzte Chance, die Seelentrümmer ihrer Familien-Vergangenheit aufzuspüren. Matthias Lohre zeigt an seinem ermutigenden Beispiel, wie echte Versöhnung gelingen kann."






Dieser Post enthält Werbung. Ich bedanke mich beim Bloggerportal für die Vermittlung des Freiexemplars



Hier noch eine kleine Leseprobe:

Mittwoch, 13. April 2016

Sommerkalender-Wichteln - die Anmeldung beginnt

Es ist soweit, Ihr könnt euch anmelden beim:



Ihr fragt Euch sicher jetzt: "Was ist denn das?"

Geboren wurde die Idee beim Adventskalenderwichteln von jannymade und appelkatha im Dezember.

Wir alle waren so traurig, dass es schon vorbei ist und deshalb gibt es jetzt ein Wichteln mit Kalendern während wir auf den Sommer warten.
Es gibt also keine 24 Türchen/Säckchen/Päckchen sondern nur 21 Teile. Die kann man dann vom 1. bis 21. Juni öffnen bis endlich der Sommer da ist.

Natürlich richtet sich der Kalender an die Selbermacherinnen aus Deutschland unter Euch.
Wichtig ist, dass ihr einen Blog habt um auch zeigen zu können was ihr bekommen habt.

Und so habe ich mir das vorgestellt, angelehnt an den Adventskalender vom Dezember.
Ich habe mich ganz frech mal bei Appelkatha und Jannymade bedient


Was darf rein? 


Enthalten sollte der Kalender entweder selbstgemachte Kleinigkeiten oder Materialien zum Weiterverarbeiten, wie schöne Knöpfe, Stoffe, Webbänder usw.
Es ist völlig in Ordnung Dinge weiterzugeben, die ihr schon Zuhause habt, sie sollten allerdings in einem sehr guten Zustand sein.
Mit Essbarem solltet ihr zurückhaltend sein, denn schließlich werden die Päckchen nicht
sofort geöffnet und das z.B. Gebackene könnte verderben, bzw es kann schon ganz schön warm werden in den Postautos und Schokolade schmilzt.


Wie soll verpackt werden? 


Das ist im Großen und Ganzen euch selbst überlassen. Vorstellbar ist die Kleinigkeiten in
Tütchen zu stecken oder als kleine Geschenke zu verpacken. Wichtig ist, dass da Zahlen drauf sind, wie es sich für einen Adventskalender nun mal gehört. Dann alles in einem Karton o.ä. und versichert als Paket verschicken. Eine kurze Rückmeldung "Kalender versendet/erhalten" wäre super.


Dokumentation

Es wird einmal in der Woche eine Zusammenfassung über den Inhalt der Kalender geben, 
 immer Freitags (Freutag!). Dann könnt ihr in eurem Blog zeigen, was ihr alles drin hattet und diesen Beitrag hier verlinken. Dafür habt ihr natürlich ein paar Tage Zeit. 




Der Zeit-Plan sieht so aus:

13.4.-29.4.2016 Anmelden
Das funktioniert so, Ihr schreibt einen Beitrag in Eurem Blog in dem Ihr Euch vorstellt und auch kleine Wünsche äußern könnt, oder was so gar nicht bei Euch geht.
Dann verlinkt Ihr diesen Beitrag und tragt Euch unten in der Linkpartie ein
Zusätzlich schickt ihr mir eine E-mail an JoLouShop(ät)web(Punkt)de mit Eurer Adresse und dem Blognamen,
das brauche ich um dann Eurem Wichtel die Daten weiterleiten zu können. 

Das Wichteln findet nur statt wenn mind. 20 Blogs teilnehmen, das Maximum liegt bei 50 (doch das wird wohl eh nicht erreicht)

 30. April Zuteilung der Wichtel

17. Mai alle Kalender müssen versichert verschickt sein
Natürlich dürft ihr in der Zwischenzeit immer mal teasern


03. Juni bloggen + verlinken was war drin (erste Woche)
und so sieht mein Kalender aus

10. Juni bloggen + verlinken  was war drin (zweite Woche)

17. Juni bloggen + verlinken was war drin (dritte Woche)

22. Juni bloggen + verlinken was war drin (vierte Woche) + Das hab ich verschickt


So, und wenn ihr euch jetzt sicher seid, dass ihr alle Anforderungen erfüllen wollt, vor allem, dass ihr regelmäßig über den Kalender berichtet, dürft ihr euch ab sofort verlinken.


Falls ich keine 20 Mitstreiter finde fällt die Aktion leider ins Wasser, also macht Werbung und natürlich dürft Ihr Euch das Bild mitnehmen.


Bitte habt keine Scheu, ihr müsst kein Profi Bastler/Näher/Maler sein, wichtig ist die Freude am Schenken und beschenkt werden.

Einen Wert möchte ich nicht festlegen für die Kalender, doch bitte keinen wertlosen Schrott sondern nur Dinge über die ihr denkt, dass Euer Gegenüber sich auch darüber freut.

So und jetzt bin ich mega aufgeregt was jetzt passiert.




An InLinkz Link-up


Edit 1.5.2016 11:50h
Ich habe gestern Abend nochmal hin und her überlegt, ob wir es auch mit 8 Leuten machen, habe dann aber entschieden mich an meinen ersten Entschluss zu halten, wenn nicht 20 Leute gefunden werden, die die Idee toll finden, dann lasse ich es, dann war es wohl nicht so gewollt wie sich das im Dezember noch anhörte.
Es tut mir wahnsinnig leid für die, die sich angemeldet haben und evtl. finden wir uns demnächst nochmal zusammen. :-(
Danke Ihr Lieben, schon schade, aber  manchmal hat man eben Ideen, die dann doch nicht so gut ankommen und das muss man dann auch erkennen.
Ich drück Euch 7 ganz lieb für Eure Anmeldung
Martina