Freitag, 5. August 2022

Der Tierpark Rheinböllen, Wildpark im Hunsrück

 


Der Tierpark Rheinböllen ist immer wieder einen Besuch wert und das bei jedem Wetter und jeder Jahreszeit.
Da er direkt neben der A61 liegt hat er einen großen Einzugsbereich, an diesem Tag auch viele Kennzeichen aus Köln entdeckt.

Mein Tipp ist auf jeden Fall früh sein.

Die Preise sind klar strukturiert und es gibt sogar extra eine Kategorie für Kinder mit Behinderung, das habe ich tatsächlich noch nie gesehen und finde es genial. Wir stehen öfter vor Kassierern die mit den Preisen kämpfen ("ist sie jetzt Kind, oder Behindert? Ach wissen sie, wir machen das mal so und so"), weil in der Preistafel "Behinderte" meist als Erwachsen kalkuliert wurden.


Dieses Hirschkalb sahen wir erst auf den zweiten Blick, vielleicht weil sich seine Mutter gleich in den Vordergrund drängte (1. Foto)



Ein paar Meter weiter entdeckte ich: "Da ist ja ein Huhn"
Und noch ein paar Schritte weiter sah ich dann wo das Huhn wohnt.



Ein weiterer Vorteil früh zu sein ist, dass das Damwild sich so richtig auf dich freut. Diese neiden kamen den Weg entlang galoppiert, als würden sie uns kennen und freudig begrüßen wollen. Natürlich geht es um Futter, doch so zutraulich und wenig aufdringlich und bezaubernd wie diese beiden habe ich in diesem Park noch kein Wild erlebt.



Auch wenn das Tier recht klein und zart ist, das Geweih ist schon enorm



Dieses ist mein absolutes Lieblingsbild.
Während ich Jolina beim füttern filmte wandte er sich immer mir zu und betrachtete neugierig mein Handy und warf sich in Pose, fast als würde er wissen was ich da tue.


Und ja, er rückte mir immer mehr auf die Pelle während ich rückwärts ging und schürzte dabei noch die Lippen zum Kussmund.

Er ist mein neuer Liebling, weil trotz aller Neugier war er vorsichtig und zart.
Auch wenn er nicht so schnell ins Auge sticht wie Odin.
Odin war ein weißer Damhirsch, der am 1.1.2021 bei einer Auseinandersetzung mit einem anderen Hirsch tödlich verletzt wurde. Daher, immer aufpassen, das Geweih ist nicht ungefährlich.





Der junge Hirsch hielt sich immer etwas im Hintergrund und schien sich das Verhalten des erwachsenen Hirsch genau abzuschauen.

Wir hatten dann auf dem Weg bis zur großen Wiese treue Begleiter die wie treue Hunde hinter us her trotteten.


 Die Waschbären waren gerade erst aufgestanden.



Der Wolf schaute unseren Hirschkumpel nach. Ist aber auch gemein, wenn das Frühstück auf der anderen Seite des Zauns ist.



Die restlichen Polarwölfe lagen im Schatten, denn trotz früher Stunde und der Höhe im Hunsrück war es schon ganz schön warm.



Wir biegen bei den Waschbären immer links ab und wandern die Strecke hoch zu den Lamas.
Ich finde der hier schaut immer extrem schlecht gelaunt als würde er gleich spucken, einfach weil er grundsätzlich genervt ist, oder ist es doch ne LamaDame.



Die Bisons wollen sich heute nicht füttern lassen und man hat ein bisschen das Gefühl in der amerikanischen Prärie, statt im Hunsrück zu sein.



Wieder unten auf der großen Wiese haben sich auch die ersten Damwild Weibchen aus ihren Verstecken auf gemacht um Touristen zu bedrängen.



Das Paar auf der Bank war auch schon ganz früh hier und war sehr vorsichtig. Futter warfen sie nur auf den Boden und meinten zu uns: "Sowas haben wir im Kölner Zoo nicht." Ich sag ja, ganz viele Kölner Autos.



Die kleinen Hirschkälber sieht man kaum im Gras und nur wenn sie aufstehen und neugierig nach Mama schauen, die dann auch mal in deren Richtung blöken.



Wem das Damwild zu aufdringlich war, der hat nach dem Gatter kein Spaß. Die Mufflons sind schon sehr verfressen und kennen keine Abstandsregeln. Sie kesseln ein, drängeln, schubsen. So wie wenn man aus versehen mit Futter zu Ziegen ins Streichelgehege geht.



Als es noch Hochwildschutzpark hieß war das Wildschwein das Maskottchen, Wildschweine gibt es hier allerdings durch die Schweinepest und Nähe zur Autobahn nicht mehr, wobei Dachse gibt es hier auch nicht.



Einer der großen Spielplätze rund um den See wurde neu renoviert. Das alte Karussell gibt es noch, andere sehr alte Spielgeräte sind verschwunden und durch viele neue Geräte ersetzt worden.




Überall laden Liegestühle zum ausruhen ein, der Spielplatz ist komplett eingezäunt und es gint direkt daneben einen Kiosk.



Der Spielplatz ist naturnah gestaltet, was mich natürlich beim Blick durch meine "Stück zum Glück" Brille etwas stört.
Ja, dieser Spielplatz passt super hier her, mit dem Boden aus Hackschnitzel und den großen Holzspielgeräten, doch für Kinder mit einer Gehbehinderung ist dieser Spielplatz weniger bis gar nicht geeignet. Das fällt aber keinem auf, denn durch diese Brille schaut keiner.



Der Streichelzoo ist seit der Pandemie geschlossen, ich bin darüber nicht böse, ich war da nie ein Freund von.



Zu meinem erstaunen gibt es hier Eis vom Neustadt Eis in Mainz NÉis

Auch sonst hat der Park immer mehr Ideen der ihn besonders macht wie Grillparties, Picknickkörbe, Frühstücksbuffets.



Zum Üben kauft Jolinas das Eis, wobei sie natürlich auch gerne ein Kuscheltier gehabt hätte. Wir haben ja gefühlt Einhundertausend Kuscheltiere zu Hause, aber gerade das Eine das es hier gibt wollte sie schon IMMER, klar.



Natürlich war das nur ein kleiner Ausschnitt des Parks.
Viel mehr Infos und noch lustiger, ein Besuch auf den gleichen Tag vor 11 Jahren im Park findest du unter Rheinböllen

Auch dieser Beitrag gehört zu der Serie Ferien zu Hause

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