Dienstag, 27. September 2016

Wohlfühlen im Hotel Lamm in Singen

Wer mich bei Insta verfolgt, hat gesehen, dass ich von Maggi nach Singen eingeladen war.
Dieses Mal habe ich Euch sogar per Insta-Stories daran teilhaben lassen und habe dadurch mein Datenvolumen aufgebraucht, ich Schussel.

Heute möchte ich Euch von dem zauberhaften Hotel erzählen und natürlich viele Bilder zeigen.


Ich hatte natürlich vor Anreise auf die HP des Hotels geschaut und nicht wirklich viel erwartet.
Das Haus ist bis auf den Raum in dem wir uns zum Abendessen trafen total neu gestaltet und hat mit den Bildern auf der Seite wirklich nichts mehr zu tun.
Da wurde gehörig Staub weg gepustet.


Auf dem Bett wartete sogar ein Schaf auf Louisa. Wie wir uns später unterhielten, war in jedem Zimmer in dem ein Kind untergebracht war ein Schaf zu finden. Besser als Schokolade auf dem Kissen.


In dem Bett habe ich übrigens super geschlafen. Mit meinem kaputten Rücken sind fremde Betten immer so ne Sache bei mir und Urlaub heißt oft auch 14 Tage Rückenschmerzen.
Ein Hoch auf die Betten des Hotel Lamm.
Diese wohlwollenden Kommentare zu den Betten hörte ich von vielen Blogger-Mamas.
Zusätzlich konnte man durch die Rollläden ganz verdunkeln, was in Hotels und Ferienwohnungen oft ein großer Minuspunkt ist, wenn morgens die Sonne durch die dünnen Vorhänge scheint und einen aus dem Bett treibt.

Zum Glück gibt es nummerierte Parkplätze, so musste ich mir keinen Parkplatz für mein "Schiff" suchen, was sicher nicht einfach gewesen wäre.


Nein, schön sieht das Hotel nun wirklich nicht aus von außen und wenn man das alte Bild auf der HP betrachtet, ist außer dem Grundstück nicht mehr viel übrig vom ursprünglichen Hotel.
Aber mir war relativ egal wie es von außen aussieht, denn, die Stadt Singen ist jetzt auch nicht gerade eine Augenweide (Sorry Singen)


Überall im Hotel findet man Lämmer und Schafe, ich finde das total herzig.



Das Personal hat immer ein Lächeln im Gesicht und ist sehr freundlich und hilfsbereit. Man fühlt sich extrem willkommen und hat Lust wieder zu kommen.


Im Barbereich war nicht nur die Sesselfarbe super, sondern auch die kleinen "Vier gewinnt" Spiele auf jedem Tisch und auch Lego und anderes Spielzeug fand sich dort.



Unser Flur im 2. OG war genau nach Louisas und meinem Geschmack: LILA.
Diese Farbtupfer machen aber einfach etwas aus und so wird ein fensterloser Flur trotzdem zum Hingucker.






Am ersten Abend waren wir nach einer Zaubershow von Maggi auch zum Abendessen eingeladen.
Es gab Flammkuchen. Sechs verschiedene Flammkuchen. War einer leer, folgte der nächste.
Da unser Tisch allerdings nur mit einem Kind, nämlich Louisa, besetzt war, waren wir immer am schnellsten mit unserem Flammkuchen fertig und hechelten schon nach dem Nächsten.


Nach einem "normalen" Flammkuchen kam einer mit Gemüse, dann einer mit Feta, einer mit Kartoffeln und Speck, einer mit Lachs und zum Abschluss noch einer mit Äpfeln und Zimt, aaahhhh, war der leeeecker.
Dazu gab es eine Salatbar und noch Obstsalat als Nachtisch.


Nach diesem üppigen Abendessen, war meine Nahrungsumstellung auf "Glyx" beim Teufel, der Magen geweitet und das Frühstück rief nach mir. Bei dieser Auswahl kann man wirklich schlecht nein sagen und gesund essen.




Sogar einen leckeren Cappu aus dem Automat konnte man sich zapfen, oder Filterkaffee, der neueste Retro-Trend, den ich aber nicht mit mache.



Es sind die kleinen Dinge, die das Wohlfühlen steigern. Es gab nicht nur die üblichen 2-3 Säfte zum Frühstück, sondern auch noch Ingwerwasser (das war so genial), oder Wasser mit Zitronengras.




Schade, dass ich eigentlich kein Frühstücker bin, bei mir kommt der Hunger meist zwischen 10 und 11, ich bin wohl ein Bruncher, hahaha. Ich glaube es gab kaum einen Wunsch der offen blieb, okay, Kaviar hab ich jetzt nicht gesehen, doch wir wollen ja nicht übertreiben.








Wir zwei haben uns sehr wohl gefühlt im Hotel Lamm und immerhin war es Louisas erster Hotelaufenthalt, da wir sonst immer in Jugendherbergen, oder Ferienhäusern wohnen und an die Kreuzfahrt mit 1 3/4 kann sie sich nicht mehr erinnern.


2 kleine Punktabzüge gibt es allerdings.
In unserem Zimmer war kein WLan-Empfang und bei offenem Fenster dachte man, es hätte jemand einen Aschenbecher im Zimmer ausgeleert, denn die Raucher standen immer unten vorm Hotel und der Qualm stieg tatsächlich hoch in unser Zimmer, pfui Teufel.


Sonntag, 25. September 2016

Sonntagsvideo: Markus und Johanna, zwei Jahre später

Letzten Sonntag habe ich Euch das Paar Markus und Johanna vorgestellt, ihr Wunsch war zusammen zu ziehen.

Ob das geklappt hat und wie die Beziehung 2 Jahre später aussieht zeigt euch das folgende Video


Samstag, 24. September 2016

Buchtipp: Kinder Garten Glück

Unser Garten ist nicht groß. Bei uns wird entweder gespielt (Sandkasten, Rutsche, Kinderhäuschen, Schaukel), gelümmelt (Hängematte, Terrasse, Hängesessel, Liege), oder es soll ein bisschen schön aussehen (Blumen pflücken absolut verboten, Rasen wird verhätschelt)

Jetzt ist meine Große aber ein Kind, das die Natur liebt. Ich fand es immer schade, dass sie nicht wie ich damals in Omas Garten selbst ein Beet haben kann, oder Himbeeren vom strauch direkt in den Mund stopfen kann.
Wir hatten zwar schon Tomaten in Töpfen, die immer dann reif waren wenn wir in Urlaub waren und hinterher die Krautfäule hatten, Erdbeeren hat Louisa schon in einem Blumenkasten gepflanzt, doch die wollten bei uns auch nichts werden.

Dieses Buch von DVA bietet aber unzählige Ideen, die auch sogar ohne Garten gehen und wir werden sicher ein bisschen was probieren.

Eigentlich wollten wir zusammen einen Schuh bepflanzen, aber... kennt ihr, oder? Aber immerhin habe ich schon die Erika dafür gekauft.

Toll ist, dass das Buch in Jahreszeiten unterteilt ist. So findet man direkt Projekte, die dann auch umsetzbar sind.


Dies sagt der Verlag:

Matthew Appleby

KinderGartenGlück

Von Kresseköpfen, Käfersafaris und Monsterpflanzen
Erscheinungstermin: 29. Februar 2016
Fröhlich-kreative Anregungen für erste gärtnerische Projekte und ein Erleben von Garten und Natur in allen Jahreszeiten bietet dieses Buch von Matthew Appleby für Kinder ab 5 und ihre Eltern und Großeltern: Im Frühling locken Bepflanzungsprojekte phantasievoller Behältnisse, Käfersafaris und Teicherkundungen, der Sommer eignet sich besonders für Gartenspiele, Pfl anzenkunst und Lavendelernte. Gerade der Herbst bietet viele Ideen, vom Trocknen von Pflanzen über Baumabenteuer bis hin zu Gestaltungsprojekten mit Pflanzensamen, bevor der Winter zum Basteln von kunstvollen Objekten und dem aufmerksamen Beobachten der Veränderungen im Garten einlädt. 52 Projekte – für jede Woche eins – bieten Ideen und Tipps, die leicht umzusetzen sind. Ein Buch, das sowohl Eltern als auch Kindern Freude macht!


Mittwoch, 21. September 2016

Nix wie enunner zum Kreuznacher Jahrmarkt

Es ist ja schon 3 Wochen her, der Jahrmarkt, nur wie das immer so ist, man kommt nicht zum Bilder sichten und das Wasserzeichen drauf klecksen dauert einfach immer etwas länger.

Da jetzt aber Oktoberfest ist und der Wasen beginnt, passt das doch super in die Jahreszeit.
Zusätzlich waren an dem Wochenende, glaube ich, die einzigen Regentage in dem ganzen Sommerferien.

Also "Nix wie enunner" (= nichts wie runter) zum Jahrmarkt.


Montag, 19. September 2016

Jolina und Louisa - neue Fotos von Jenny Klestil

Wie ich Euch hier berichtet habe, hat Jenny Klestil im Rahmen ihrer Vernissage in Landau wieder neue Familien für das Projekt Glück kennt keine Behinderung fotografiert.
Wir haben auch neue Bilder bekommen und dieses Mal traute ich mich auch mit rauf, weil ich an dem Tag meine chronische Augenentzündung ganz gut im Griff hatte.

Die Bilder sind zauberhaft, ob schwarzweiß oder in Farbe.
Danke Jenny für deine Arbeit.


Sonntag, 18. September 2016

Sonntagskino: Markus und Johanna - Die Liebe zwischen zwei Jungen Menschen mit Behinderung


Warum sollte Liebe unter behinderten Menschen ein Tabu sein?

Wird doch gerade bei Menschen mit Down Syndrom so oft ihre starke Emotionen hervorgehoben, Liebe ist mit eines der stärksten Gefühle, also, lassen wir die Menschen Liebe geben und empfangen, so wie auch wir das brauchen und wollen.

Viel Spaß beim Liebespaar trotz mit Behinderung ;-)



Freitag, 16. September 2016

Glück kennt keine Behinderung in Landau

Am Sonntag waren wir 4 auf unserer ersten Vernissage und zwar im Haus am Westbahnhof in Landau.
Endlich schafften auch wir es zu einer der Ausstellungseröffnungen der Aktion: "Glück kennt keine Behinderung" das aus einer Idee von Jenny Klestil zum Welt Down Syndrom Tag entstand und inzwischen eine richtig große Sache geworden ist.
Immerhin gibt es auch schon ein Buch mit Geschichten zu den Bildern und ganz viele Ausstellungen.

Vor einem Jahr habe ich ein Interview mit Jenny Klestil im Blog veröffentlicht und euch auch die Bilder des Fototermins in Köln gezeigt. Eines dieser Bilder hängt übrigens auch in Landau.



Dienstag, 13. September 2016

Verloren im Maislabyrinth.....

... naja, ganz verloren sind wir ja nicht gegangen, sonst könnte ich ja jetzt hier nicht schreiben.
Eigentlich wussten wir dank unserem perfekten menschlichen Navis auch immer genau wo wir waren.
Da wir aber jeden Weg ablaufen wollten, waren wir bei 30 Grad (gefühlt aber noch viel mehr) 1 1/4 Stunde gefangen im Mais.

Doch jetzt spulen wir mal schön zurück auf Anfang, damit ihr euch nicht weiter wundert, warum man Samstags Mittags durchs Maisfeld irrt.


Montag, 12. September 2016

12 von 12 im September 2016

Ich war den ganzen Tag am rennen, aber fast nix spannendes, trotzdem habe ich mir 12 Bilder aus den Rippen geschnitten ;-)

Ob es auch richtig spannungsgeladene 12 Bilder gibt erfahrt ihr wie immer bei Caro

Schnell noch ein Bild fürs große Kind bearbeiten, weil ich gestern zu müde war

Jolina war zwar schwer aus dem Bett zu bekommen, wie jetzt jeden Morgen, aber dann war gute Laune angesagt

Die Kinder sind weg zur Schule, aber "Käse" aus der Nachbarschaft leistet mir Gesellschaft

schnell einkaufen zu perfekt abgepasster Zeit 8:30 dann sind die Angebotsjäger weg (gab Babysachen)
habe dann aber das Brot vergessen, örgs

am Wochenende ist Basar, da sollte ich endlich mal aussortieren

mein morgendlicher leckerer Cappuersatz, 2 Wochen - 4 Kilo, ich bin zufrieden

Der kommt auch zum Basar, noch schnell geschrubbt und abgespritzt, jetzt kann die Sonne ihn trocknen

Auf Louisa können wir Montags nicht warten, für mich Salat mit Pute, für Jolina Reis mit Pute

Der Lichtblick des Tages, Platz in der Annabatterie bekommen und Ingwerlimonade bestellt und dazu lustige Gespräche mit den anderen Mamas

Sidy ist nicht so fit seit einiger Zeit, hat was am Fuß, aber da er niemand auch nur in seine Nähe lässt, wäre Behandlung wohl zuviel Stress

da ich nochmal los musste, weil ich das Brot vergessen hatte, kam Jolina in den Genuss einer Brezel

der neue eingepflanzte Vorgarten muss jeden Abend so richtig gewässert werden und am nächsten Tag sieht es wieder aus, als hätten die Pflanzen schon Wochen kein Nass gesehen



Ihr seht, absolut langweilig heute und nicht mal annähernd das geschafft was ich wollte, am 12.10. wirds besser - hoffe ich

Was war eigentlich im September in den letzten Jahren los?

2013
2014
2015
2015 (JoLou, sieht diesem sehr ähnlich, uuups)

Sonntag, 11. September 2016

Zumbatrainerin mit Down Syndrom

Ich wollte ja schon immer mal Zumba ausprobieren, aber am besten versucbhe ich vorher etwas fitter zu werden.
Bei dieser Vortänzerin (sagt man da Tanzen?) würde ich das noch drei Mal lieber ausprobieren.
Ich habe ja keine Vergleiche, doch ich finde sie macht das toll.



Samstag, 10. September 2016

Buchtipp: Wunderbare Möglichkeiten

Das Buch "Wunderbare Möglichkeiten" von Manfred Mai ist gerade im Fabulus-Verlag erschienen, es passt sehr gut zu meiner Rezension von letzter Woche.

Hören wir aber erst mal was der Verlag schreibt:
Maximilian ist ein aufgeweckter, intelligenter, belesener Junge. Das Leben stellt ihm viele Fragen, und er denkt über Gott und die Welt nach. Doch die Antworten der Erwachsenen helfen ihm nicht weiter, weil sie ihn nicht ernst nehmen, sondern als zu jung für solche Dinge abkanzeln. Das bringt Maximilian gehörig auf die Palme. Sein bester Freund Yasin holt ihn immer runter, wenn Maximilian mal wieder zu explodieren droht. Leonie, seine ältere Schwester, ist ganz auf der Seite ihres Bruders und versteht ihn. Und dann ist da noch Anna. Sie ist nicht nur eine Gleichgesinnte und liebt Bücher so wie Maximilian, sondern wann immer er an sie denkt oder sie trifft, hat er Schmetterlinge im Bauch. Die Geschichte einer ersten zarten Liebe - mit offenem Ausgang 


Das Buch ist ein Jugendbuch, aber eines, das man auch sehr gut als Erwachsener lesen kann, ich werde es jetzt an meine 10 jährige Tochter weitergeben, denn die ist genau die Zielgruppe.

Gibt es einen Plan oder ist alles Zufall, das möchte Maximilian wissen, doch ob Plan oder Zufall er verliebt sich und hat gewaltig Schmetterlinge im Bauch.

Maximilian ist ein Sohn wie ich ihn mir wünschen würde, er liebt Bücher, kann jetzt wirklich nichts Besonderes an Fußball finden und er macht sich Gedanken. Gedanken über das Leben und ob es einen Plan gibt für alles.
Im Gegensatz zu mir ist sein Vater ein Mensch der das aber nicht zu schätzen weiß, für ihn zählt nur Leistung und messbarer erfolg, selbst rennt er unglücklich im Hamsterrad, sieht aber nicht ein, dass sein Sohn vielleicht genau das nicht möchte.

Hier ist dann auch die Verbindung zum Buch der letzten Woche, Maximilian ist also ein Kind das ganz nach dem Geschmack der Autoren dort wäre und sein Vater ist der typische alles falsch machende Erwachsene.

Etwas das mir natürlich ganz besonders gefällt, ist der behinderte Junge, dem Maximilian und sein Freund immer wieder helfen. Und mich wühlt die Geschichte, wo dieser Junge gequält wird wohl um einiges mehr auf wie andere. Diese Ängste haben Eltern behinderter Kinder ganz tief in sich drin und man sollte besser nicht daran rühren, es würde uns wahnsinnig machen, wie die Mutter des Jungen im Buch auch Angst hat.

Das Buch ist Hardcover und hat sogar ein Lesebändchen, ich liebe solche Kleinigkeiten, so wie die erhabenen Buchstaben auf dem Einband (deshalb liebe ich Bücher die man blättern kann)


Freitag, 9. September 2016

Ich bin NICHT behindert, ich Werde behindert

Dies ist der Name einer Aktion des Sozialverband Deutschland - NRW

Wer sich mehr über die Aktion anschauen möchte schaut einfach mal auf die Seite: klick

Aber Achtung, mein Text ist auch kritisch und ich stehe nicht voll hinter diesem Spruch



Wie ihr seht habe ich auch Jolina zum Botschafter gemacht.

Wobei ich sagen muss, wir wurden bisher wenig behindert, vielleicht weil wir in Rheinland Pfalz mit den Schulen schon etwas weiter sind, weil wir hier sehr bevorzugt wohnen als Vorort einer Kurstadt mit einer riesengroßen Diakonie und Lebenshilfe und dadurch einem sehr großen Behindertenanteil durch Wohnheime, betreutes Wohnen, verschiedene Werkstätten usw.

Der Weg der für uns relativ einfach war, kleine Hürden gibt es immer mal, ist für andere ein Riesenkampf, weil die Bundesländer jetzt erst anfangen behinderte Kinder in Schulen zu integrieren (inkludieren).

Natürlich wurden wir auch schon behindert, klar und manchmal tun wir das auch selbst. Jolina würde sehr gerne auch in einer Tanzgruppe tanzen, doch es muss einfach passen, man macht sich einfach mehr Gedanken, denn Jolina tickt eben anders (natürlich ist sie behindert, da kann ich der Kampagne nicht ganz zustimmen, sorry)
Jolina kann vieles nicht, weil sie auch körperlich eingeschränkt ist und wenn sie es täte es evtl. schlimme Folgen hätte. Ich will gar nicht zu dramatisch werden mit ihrer Halswirbelsäule.
Aber ihre Knie reichen schon. Es liegt nicht an den anderen, dass sie Jolina nicht mit aufs Trampolin lassen, wenn Jolina aufs Trampolin geht, dann springen zu 75% ihre Kniescheiben raus. Dies ist keine Behinderung von außen, sondern es ist einfach ihre eigene Behinderung die sie an diesem Spaß hindert, Punkt, warum sollte ich dann nicht sagen sie ist behindert?

Vielleicht würde mir der Spruch besser schmecken wenn er hieße: "Durch meine Behinderung werde ich noch mehr behindert" aber natürlich ist der lange nicht so ein provokanter Slogan.

Schlimm fand ich bisher nur und das zieht sich jetzt durch Jolinas ganzes soziales Leben, dass uns die Kiga-Leitung unseres Dorfkindergartens durch die Blume sagte, sie möchte Jolina nicht. In dem Satz kam auch vor "Ich weiß wir müssen ja, aber...." Ich möchte mein Kind niemandem anvertrauen, der sich nur gezwungen um es kümmert. Zusätzlich wäre das Chaos und die wenig straff organisierte Struktur auch Gift für Jolina gewesen, hatte ich ja schon ein Kind dort und kannte die Abläufe sehr genau, die absolut nicht auf Eltern- oder Kinderwünsche eingehen und sich als die Weisheit mit Löffeln gefressene Superpädagogin aufführte. (So wurde ich als Rotz und Wasser heulende Hochschwangere abgebürstet, ich wüsste nicht was gut für mein Kind ist und Eltern hätten kein Mitspracherecht, auch wenn wir das immer denken würden - meine Tochter wurde von ihrer besten Freundin getrennt mit der sie schon seit sie 1,5 ist immer zusammen hängt, wir Eltern hatten keine Chance, doch noch heute viele Jahre später hängen die zwei zusammen und sitzen auch jetzt im Gymnasium neben einander, nur die Trennung tat den beiden 2 Jahre lang weh und führte ständig zu Tränen und wird auch heute von den beiden immer noch thematisiert, wie gemein die im Kindergarten waren)

Dadurch dass Jolina nicht in den Dorfkindergarten ging, kennt sie hier keine Kinder, sie geht zwar zum Kinderturnen im Ort, doch da klüngeln die Kinder die sich kennen natürlich zusammen und diese Stunde bringt keine Freundschaften. Die Grundschule hier am Ort hätte Jolina mit offenen Armen empfangen (wir hatten nicht mal gefragt, es wurde uns angeboten), doch da sie hier keine Kinder kennt, wäre die Situation genau wie sie jetzt an der besser aufgestellten Schwerpunktschule ist.
Diese Ausgrenzung, die Jolina im Moment noch, wir hoffen auf Besserung, erfährt, rührt eigentlich daher, dass man sie im Kindergarten eigentlich nicht wollte, hier wurde sie behindert und es wirkt ganz schön lange nach.

Ich habe erst durch Jolina gelernt, dass man keine Scheu haben muss behinderten Menschen gegenüber zu treten, man kann sie tatsächlich ganz "normal" behandeln und bitte nicht wie rohe Eier, was wäre das für ein Gewinn für alle Kinder, wenn sie die Möglichkeit hätten diese Erfahrung schon im Kindergarten und der Schule zu machen.

Ich rufe den Regierungen der Länder zu: "Hört endlich auf nur kleine Einzelfallregelungen zu schaffen, schaut mal auf Rheinland Pfalz und seine Schwerpunktschulen, öffnet euch der Inklusion, stellt Lehrer ein und bildet Lehrer weiter, nur Kinder sind die Zukunft und der Fortschritt, sonst nichts"

Mittwoch, 7. September 2016

Eine Woche Schulkind

Gibt es schon etwas zu berichten?

Wie zu erwarten kommt das Schulkind schwer aus dem Bett. In 6 Wochen Ferien war dieses Kind jeden Morgen um 6 oder spätestens halb 7 wach, natürlich möchte sie jetzt gar nicht aus dem Bett, da ist sie genau wie ihre große Schwester, vielleicht können wir dann in 4 Jahren auch mal alle bis 10 Uhr ausschlafen.



Nach den ersten Machtkämpfen am Morgen um Zähneputzen, Haare kämmen, aufs Klo gehen bin ich fast erleichtert wenn um 7:25 der Bus abfährt. Waren doch diese ganzen Sachen bisher kein Thema mehr, na ja manchmal hatte sie keine Lust, wie wir alle, doch im Moment wird jede Kleinigkeit zur Machtprobe, wobei ich natürlich weiß, dass sie nie "gewinnen" darf, denn damit öffne ich dem Fehlverhalten ja Tür und Tor.

Ach ja, Bus, das ist ne eigene Geschichte.

Sonntag, 4. September 2016

Ich zeige Euch mein kleines Paradies im Alltagsgrau

Hier zeige ich ja jeden Sonntag Videos die mit Down Syndrom, Behinderung oder mit uns zu tun haben.
Deshalb mag es Euch wundern was dieses hier zu suchen hat.

Seit 2010 geht Jolina ins PEp in Mainz, genau so lange wie es die Annabatterie gibt.
Wenn wir Mütter am Anfang noch bei den Therapiestunden dabei waren, kam irgendwann der Punkt wo wir unsere Kinder für 1,5 Stunden alleine im Therapiezentrum lassen mussten und daraus entstand mein persönliches kleines Stück Himmel in der Annabatterie.

Es fanden sich immer ein paar Mütter die mit gingen zum quatschen und wohlfühlen.
Unsere Kinder sind alle im gleichen Alter, sie haben alle das Down Syndrom und wir lieben unsere "Anna"

Jeden Donnerstag Morgen, wenn wir Platz fanden gönnten wir uns Cappuccino, oder die weltbeste Ingwerlimo und ab und zu einen der atemberaubenden Kuchen.
Wir erzählten uns von unserem Alltag, der für uns alltäglich ist, für andere aber nicht, und fanden gegenseitig das Verständnis, das bei anderen aus Unwissenheit oft fehlt. Wenn dann Eltern von "Regel"-kindern erzählen "ja, ja, das macht meine auch." Können wir nur genervt die Augenbrauen hochziehen, denn, wer nicht in dien Extremsituationen steckt kann es nicht nachvollziehen. (Ein Beispiel, Jolina hat mal über 2 Stunden wütend geschrien, als der Papa heim kam, legte sie einen Schalter um und strahlte. Oder Gestern als der Bus sie nach Hause brachte, da kam ein Auto, sowohl ich als die Busfahrerin wollten sie zur Seite ziehen, sie bockte und wehrte sich, weil sie eben nicht zur Seite wollte, ich schrie sie an "Da kommt ein Auto!!!!" doch das wirkt einfach nicht, wenn sie in ihrem Ding ist. Das macht sonst kaum eine 7 jährige nehme ich mal an.

Ich umarme mit diesem Post meine PEp-Ladys und die Annabatterie. Ein Platz wo wir uns wohl fühlen und uns unsere eigene Auszeit geschaffen haben.

Jetzt sind unsere Kinder Schulkinder und der Donnerstag Vormittag in der "Anna" sind Vergangenheit, wir werden uns aber unser neues Zeitfenster dort schaffen und wenn ihr mal in Mainz seit, dann geht dort mal vorbei, oder folgt mir auf Instagram, wo ich oft Bilder aus meinem zweiten Wohnzimmer poste.


Annabatterie from Mauro Pinterowitsch on Vimeo.

Samstag, 3. September 2016

Rezension: Unsere Kinder - Was sie für die Zukunft wirklich stark macht

Als ich dieses Buch zur Hand nahm, dachte ich: "Schon wieder ein neuer Erziehungsratgeber, da bin ich ja mal gespannt"

Aber schon nach wenigen Seiten war mir klar, das ist kein Erziehungsratgeber, vielmehr hält dieses Buch uns einen Spiegel vor und was ich da gesehen habe, hat mir gar nicht gefallen.

Habt ihr Euch nicht auch schon gefragt, warum Kinder heute immer bespaßt werden müssen?
Warum reden Kinder heute immer dazwischen? Also ganz ehrlich, ich kann kein Telefonat führen, ohne, dass meine Kinder plötzlich unbedingt und total dringend meine volle Aufmerksamkeit fordern.
Warum gibt es heute so viel ADHS und früher nicht?
Warum sind Kinder heute so ganz anders, als wir früher?


Dieses Buch von Reimer Gronemeyer und Michaela Fink ist 2016 im Gütersloher Verlagshaus erschienen.

Donnerstag, 1. September 2016

Erfrischung mit Ice Balls mit fruchtigem Inhalt

Auf unserem Holland Shopping-Trip ist mir noch was geniales in die Hände gefallen, das ich euch unbedingt zeigen muss.



Es ist ja schon ein alter Hut Eiswürfel mit Früchten zu bestücken, damit es schöner aussieht.
Also keine neue Idee.
Was mir aber super gefallen hat waren diese Ice Balls.
Also gekauft und getestet.