Montag, 23. Februar 2026

Kraftort im Naheland - Der Rochusberg in Bingen am Rhein

 


Ich mag den Rochusberg bei Bingen fast am liebsten, wenn es Winter ist.
Wir hatten allerdings ein seltenes Glück, dass es auch ein tag ohne Wolken oder Nebel war, denn das ist selten bei uns im Winter im Flusstal.

Ich mag die Aussicht, wenn die Bäume kein Laub tragen und ich mag die Übersichtlichkeit des Ortes, wenn man freier sieht.

Und es ist als wolle mich dieser Nadelbaum ärgern, der dann doch den kompletten Blick auf die Kapelle auf dem Berg versperrt.



Hier auf dem Berg gibt es natürlich auch Weinreben und die Sonne verabschiedet sich später, wenn auch viel zu früh und schnell im Winter.



Die Abendsonne lässt die Gebäude leuchten, das ist kein Filter.
Und diese Kapelle setzt sich weit nach unten fort und ist sehr beeindruckend.

Man könnte glauben, dass die Gebäude hier sehr alt sind, doch sie wurden immer wieder zerstört, zB durch Feuer und immer wieder aufgebaut.

Ich fühle an diesem Ort eine Kraft die ich nicht beschreiben kann.
Ich gehe davon aus, dass vor einer Kirche hier schon ein anderes Heiligtum war und davor ein Kultplatz.
Dieser Berg, der sich einfach so in der Ebene ergebt schreit förmlich danach.



Die Aussicht reicht von hier in alle 4 Himmelsrichtungen weit ins Land und auch der Rochusberg ist schon von weitem als Landmarke sichtbar.


Die Kapelle hier hat viele kleine Details und man könnte Stunden damit verbringen sie zu betrachten.



Die Kapelle ist durch ein Gitter gesichert, schade, dass das nötig ist.
Hier kann man Kerzen zum Erhalt der Kirche anzünden.


Hier beginnt einer der pfälzischen Jakobswege.


Blick vom Portal der Kapelle aus.
Hier ist der obere Teil der Bethlehemskapelle





Auf der Seite befindet sich eine Open Air Kirche.


Von hier aus hat man den Blick übers Rheintal und auf die gegenüberliegende Germania auf dem Niederwalddenkmal








In vielen einzelnen Mosaiken ist hier der Kreuzweg dargestellt.


Warum dieser Aussichtspunkt Goethe Ruhe heißt muss ich unbedingt mal googeln
Oder beim Bistum Mainz schauen:


"In Erinnerung an den Besuch von Wolfgang Goethe wurde um 1900 im Außenbereich an der Rheinseite in der Nähe des Kempter Eck ein Aussichtpunkt, genannt die "Goethe-Ruhe" errichtet. Das Bild zeigt die heutige "Goethe-Ruhe". Doch wer sich heute dorthin begibt, wird enttäuscht sein, der Pavillon "Goethe-Ruhe" ist verkommen und die Sicht durch die umgebenden Bäume versperrt."


Von dieser Schaukel aus hat man einen Traumhaften Blick auf den Rhein hinauf Richtung Mainz.






Auch die weiten Weinberge von Rheinhessen kann man hier sehen.



Der mit der neuen Rochuskapelle ebenfalls neu angelegte Kreuzweg befindet sich östlich von der Rochuskapelle. Er beginnt im unteren Bereich an der als Krypta ausgelegten Bethlehemskapelle. Der Kreuzweg nimmt dann seinen Lauf durch die parkartige Anlage über den Rücken des Rochusberges und kehrt in einem weiten Bogen zur Rochuskapelle zurück und endet am Aufbau der Bethlehemskapelle neben dem Portal der Rochuskapelle.




Hier auf den Friedhöfen liegen Mönche und Nonnen streng getrennt.


Hier ist der untere Teil der Bethlehemskapelle

Ursprung der Bethlehemskapelle

Die Kreuzfahrer des ersten Kreuzzuges richteten bei ihrer Eroberung in Jerusalem ein furchtbares Gemetzel an. Bei ihrer Heimkehr versuchten viele Ritter ihre Schuld dadurch zu sühnen, dass sie in Erinnerung an ihrem Aufenthalt im heiligen Land Betlehemskapellen stifteten.

Dies dürfte auch der Ursprung der Betlehemskapelle auf dem Hesselberg gewesen sein (Hisselberg; in alten Zeiten Eisenberg genannt, der dann mit dem Bau der Rochuskapelle Rochusberg umbenannt wurde). Wann dieses Wallfahrtsheiligtum erbaut wurde wissen wir nicht. Zum ersten Mal wird eine Bethlehemskapelle im Jahr 1406 erwähnt. Sie war im Jahre 1417 vom Erzbischof Johann II. samt ihren Einkünften dem St. Martinsstift zu Bingen einverleibt worden, um die durch den Brand von 1403 ruinierte Stiftskirche wieder herstellen zu können. Diese Inkorporation bedeutete, dass die Einkünfte der Betlehemskapelle nicht mehr für die Kapelle selbst, sondern für den weiteren Aufbau der Stiftskirche verwendet wurden. 1427 wird diese Inkorporation durch den Erzbischof Konrad III. erneut bestätigt. Danach hören alle näheren Nachrichten über diese Kapelle auf; wahrscheinlich wurde sie im Laufe der Zeit zerstört oder zerfiel von selbst. Sie lag auf dem höchsten Punkt des Eisenbergs, auf der „obersten Staig“.

Rochuskapelle an der Stelle der ehemaligen Bethlehemskapelle

Als der Binger Amtmann Baron von Dehren in der ersten Augustwoche des Jahres 1666 einen günstigen Platz für die versprochene Kapelle suchte, entschied man sich für die „oberste Staig“. Da dieses Gelände im Jahr 1417 in den Besitz des Stiftskapitels übergegangen war, standen diesem Standort auch keine privatrechtlichen Besitzverhältnisse entgegen. Ob es da noch Reste von der ehemaligen Bethlehemskapelle gab, ist nicht überliefert. Da nach der Kirchenbautradition Kirchen und Kapellen nach Osten ausgerichtet wurden, die erste und folgenden Rochuskapellen aber eine Nord-Südlage haben, besteht die Vermutung, dass noch vorhandene Fundamente der Bethlehemskapelle mitverwendet wurden. Diese Nord-Süd-Ausrichtung sollte sich in der Folge als sehr positiv erweisen, für die Trennung des kirchlichen vom weltlichen Festplatz.

Die Bethlehemskapelle geriet in Vergessenheit, denn an ihrer Stelle standen nacheinander die drei Rochuskapellen. Erst mit der Zerstörung der zweiten Rochuskapelle durch Blitzschlag im Jahr 1889 und der Entscheidung, wo die neuere größere Rochuskapelle errichtet werden sollte, wurde die Idee geboren, in dem größeren benötigten Vorplatz der Rochuskapelle eine Erdkapelle zu integrieren.

 



Hier im Hildegardisforum der Kreuzschwestern war ich vor 19 Jahren mit zwei anderen Müttern und unseren Babys öfter Kaffee trinken nach einem Spaziergang.

Von der HP:
Wir haben mit diesem Forum einen Ort geschaffen, der sich ganz der Vermittlung der Botschaften Hildegards von Bingen verpflichtet fühlt. In seiner Architektur gleicht das Forum dem in die Erde gelegten Weltenrad der heiligen Hildegard. Alles ist einladend und offen gestaltet.
Seit 2004 wird das Hildegard Forum als Integrationsbetrieb geführt. Damit sieht der Träger es nicht nur als Stätte der Begegnung mit den heilenden Botschaften der heiligen Hildegard von Bingen, sondern auch als einen Ort, an dem der Grundauftrag der Kreuzschwestern "Das Heilshandeln Gottes an den Menschen sichtbar zu machen" konkretisiert wird. Es wird ein aktueller Beitrag zur Leistung von Hilfe an Benachteiligten am Arbeitsmarkt in moderner Form geleistet und so neue "Wege zum Menschen" gegangen. Das Hildegard Forum erhielt hierfür den Landespreis Rheinland Pfalz 2005 für die beispielhafte Beschäftigung von Schwerbehinderten.

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