Wie klappt es eigentlich bei uns mit dem trocken werden?
Ich hatte euch ja hier schon davon berichtet und als Christina von rosarosa das Schnittmuster zum probenähen der Herzblut zur Verfügung stellte, habe ich Hosen wie verrückt genäht, denn ich erwartete Wäscheberge. Die erste Hose dieser Serie habe ich euch ja schon hier gezeigt.
Ich habe es mir also fest vorgenommen, Jolina wird es ohne Windel schaffen.
Die letzten Jahre haben mich gelehrt, dass ich mir viel vornehmen kann, wenn Jolina nicht bereit dazu ist, dann könnte ich mich auf den Kopf stellen und es würde nicht klappen.
Jeder kennt ja den Spruch mit dem Gras das nicht schneller wächst wenn man daran zieht, stimmt, aber aus eigener Erfahrung aus unserem Garten kann ich Euch sagen, ziehen hilft nicht, aber Dünger und Wasser lässt Gras gut wachsen.
Im übertragenen Sinn, Ermutigung, viel, viel, VIEL Lob (jedenfalls bei Jolina, Louisa fand das immer doof, das muss man herausfinden, denn jeder Mensch ist eben anders)
Wenn wir jetzt nochmal zum Gras zurück kommen weiß ich auch, dass ich im Winter gießen kann so viel ich will und Dünger bis zum Erbrechen auf die Wiese werfen, sie wird nicht wachsen, weil es keine Zeit zum wachsen ist.
Auch Jolina hat Zeiten da ist sie bereit für einen Entwicklungsschritt und Zeiten da hilft gar nichts, weil es eben gerade nicht dran ist.
So war das bisher bei den meisten Schritten, auch bei der Sprache, daher hatten wir nie Logo durchgängig, sondern immer Blogs in Zeiten in denen ich es für sinnvoll hielt. Man wird ja mit den Jahren selbst zum Therapeuten. Gerade der letzte Logo-Blog hat Jolina so sehr nach vorne befördert, denn das Entwicklungsfenster war ganz weit offen und ein bisschen Dünger und Wasser taten ihr übriges dazu.
Jetzt kann ja Jolina zuverlässig ihr kleines Geschäft anhalten und wenn man sie auf die Toilette setzte, dann kam auch was, angesagt hat sie es allerdings nie, auch ohne Windel nicht und wenn man es dann mal vergessen hat sie aufs Klo zu schicken, oder sie bockig einfach nicht wollte, dann konnte es auch passieren, dass irgendwann eine Überschwemmung an dem Ort war wo Jolina gerade saß oder stand. "Ohh nass!"
Auf der einen Seite sauer auf mich selbst, weil ich es verschusselt hatte sie zur Toilette zu zwingen, auf der anderen Seite angefressen, weil sie mal wieder nichts gesagt hat und einfach losgepieselt hat, als es nicht mehr zu halten war wischte ich die Pfützen auf und befreite das Kind, vor mich hin motzend, von den nassen Klamotten.
Deshalb sorgte ich auch für viele Hosen, die man einfach hoch und runter ziehen kann, denn mit Knöpfen und Haken, wird Jolina noch lange nicht zurecht kommen :-(
Viel schlimmer aber als nasse Klamotten und das wischen war das andere...ihr wisst was ich meine.
Jolina hat keine bestimmten Zeiten, Orte an die sie sich zurück zieht, oder Anzeichen. Das geht innerhalb von Sekunden, von jetzt auf gleich. Meist merkte man es am Gestank. Oft sagte sie es nicht mal.
Ich habe Klamotten die werden einfach nicht mehr, die sind 10 mal gewaschen, mit Spezialwaschmittel, praktisch in Duftspüler gebadet, aber der Geruch verschwindet nicht mehr, leider waren da auch Teile dabei an denen mein Herz sehr hing *heul* und im Urlaub kam noch eine Sonnenschutzhose dazu, die hätte es ja jetzt wirklich nicht sein müssen.
Ich wollte einfach, dass Jolina fast oder ganz windelfrei ist wenn sie zur Schule geht. Ich stellte mir den Horrorfilm vor, Jolina macht sich groß in die Hose, der ganze Klassenraum stinkt und alle Kinder zeigen angeekelt mit Fingern auf sie und sie hat den Spitznamen "Hosenscheißer" weg.
Nun, es könnte passieren, aber wir sind auf einem guten Weg.
Inzwischen ist die Windel zu 50% morgens trocken, wenn sie aber nass ist, dann ist alles nass, denn dann hält das die Windel nicht, klar, sie ist 7, da müssten wir Riesenwindeln besorgen. Dann wasche ich eben das Bettzeug, kein Problem, das finde ich jetzt gar nicht schlimm.
Das "Schlimme" bekommen wir jetzt aber auch in den Griff. Scheinbar hat es geholfen, dass sowohl der Papa als auch ich im Urlaub auch mal heftig geschimpft haben.
Inzwischen hat es schon 3 oder 4 Mal geklappt (ich weiß, jetzt nicht mega viel, aber trotzdem toll) und sie selbst war so stolz.
In einer Woche ist Einschulung, zu 100% werden wir es nicht schaffen, und zur Sicherheit wird sie in der Schule erst mal Windel tragen, doch wenn die sauber bleiben, dann ist doch alles super. Ich werde bei den Klamotten versuchen den Windelpopo zu verstecken, damit die anderen da nicht tuscheln.
Die vielen Hosen haben wir also gar nicht gebraucht und inzwischen darf Jolina sogar ohne Windel wieder aufs Sofa, ansonsten hatten wir Eltern Blutdruckprobleme, haha.
Ich werde also das Gras schön weiter düngen und gießen und hoffen, dass ich viel zu viele Hose genäht habe.
Schnitt: Herzblut von rosarosa
Stoff: Jeansjersey von lillestoff + Lederreste
genähte Größe: 110
Model: Jolina
Fotos: ©JoLou
Mittwoch, 17. August 2016
Montag, 15. August 2016
Workum, sehenswerte Stadt in Friesland
Von unserem Besuch der Käserei Nylander in Workum habe ich ja schon berichtet, sie liegt etwas außerhalb dieses kleinen Städtchens, das unbedingt einen Besuch wert ist.
Workum ist niederländisch, aber auf friesisch heißt die Stadt Warkum und gehört zu den 11 friesischen Städten
Ich liebe diese Häuser die ein bisschen was von Lebkuchenhäusern haben und die gepflegten Straßen hier. Das Städtchen hat ungefähr 4000 Einwohner, ist also klein, aber fein.
Immer wieder erstaunt mich diese Kirche mit dem großen, freistehden Turm, der für die Größe der Stadt wirklich gigantisch ist.
Ist es seltsam, dass ich die alten Gräber direkt an der Kirche schön finde? Ich finde es immer schade, wenn auf Friedhöfen alte Gräber einfach verschwinden, ich weiß noch, dass ich als Kind auf dem Friedhof immer durch die alten Gräbereihen ging und von den Geburtsdaten im damaligen letzten Jahrhundert fasziniert war. Nein, ich habe kein seltsames Hobby, haha, ich finde nur, dass so eine letzte Erinnerung an einen Menschen etwas schönes hat und wenn das dann weg ist, ist auch meist keiner mehr übrig der sich erinnert, oder erinnern möchte.
Als wir zum ersten Mal in Workum waren war ein Volksfest und auf dem Markplatz war eine Bühne aufgebaut und es wimmelte von Menschen, an diesem Tag machte es mehr Spaß hier auf dem platz, der mit wundervollen Straßencafés einläd.
Typisch für Workum ist auch Kunst und Töpferwaren, deshalb zog es uns auch in diesen Eingang.
Dort stand ich vor dieser Wand und war hin und weg. Was man aus einer langweiligen Mauer ohne Fenster in einem Hof alles machen kann, wow. Das hätte ich auch gerne, fehlt nur noch so ne Mauer zum verzieren.
Egal in welche Richtung man läuft, am Turm kann man sich immer orientieren.
Ich wundere mich immer über die doch recht bescheidene Größe der Häuser in den Niederlanden. Unsere Freundin hat uns erklärt, dass dies an den Steuern läge. Puh, mir persönlich wäre das ja viel zu winzig.
Beim bummeln durch die Straßen stach mir dieser Garten an einer Straßenecke ins Auge.
Wunderschön und relativ untypisch, da meist vor den Häusern nur ein winziger Bereich ist und meist nicht wirklich angelegt.
Auch diese Beschattungen über den Fenstern finde richtig hübsch.
Und was mir noch hier auffällt sind die Stockrosen, die auf kleinstem Grund, fast schon wie Unkraut wachsen. Wenn ich mir überlege welche Klimmzüge ich mache, damit meine Stockrose im Vorgarten ein bisschen blüht, vielleicht hat sie ja auch zuviel Platz und zu viel Erde, hahaha.
Den Charme den diese Stockrosen hier aber haben, kann meine gar nicht erreichen. Ach, ich liebe diese kleinen Ecken
Natürlich verlinke ich diesen Post wieder in meine Urlaubslinkparty und würde mich freuen, wenn auch ihr weiterhin fleißig eure Urlaubs- und Ferienziele 2016 verlinkt und wir am Ende einen bunten Reigen haben um vielleicht für 2017 die ein oder andere Anregung finden.
Workum ist niederländisch, aber auf friesisch heißt die Stadt Warkum und gehört zu den 11 friesischen Städten
Ich liebe diese Häuser die ein bisschen was von Lebkuchenhäusern haben und die gepflegten Straßen hier. Das Städtchen hat ungefähr 4000 Einwohner, ist also klein, aber fein.
Immer wieder erstaunt mich diese Kirche mit dem großen, freistehden Turm, der für die Größe der Stadt wirklich gigantisch ist.
Ist es seltsam, dass ich die alten Gräber direkt an der Kirche schön finde? Ich finde es immer schade, wenn auf Friedhöfen alte Gräber einfach verschwinden, ich weiß noch, dass ich als Kind auf dem Friedhof immer durch die alten Gräbereihen ging und von den Geburtsdaten im damaligen letzten Jahrhundert fasziniert war. Nein, ich habe kein seltsames Hobby, haha, ich finde nur, dass so eine letzte Erinnerung an einen Menschen etwas schönes hat und wenn das dann weg ist, ist auch meist keiner mehr übrig der sich erinnert, oder erinnern möchte.
Als wir zum ersten Mal in Workum waren war ein Volksfest und auf dem Markplatz war eine Bühne aufgebaut und es wimmelte von Menschen, an diesem Tag machte es mehr Spaß hier auf dem platz, der mit wundervollen Straßencafés einläd.
Typisch für Workum ist auch Kunst und Töpferwaren, deshalb zog es uns auch in diesen Eingang.
Dort stand ich vor dieser Wand und war hin und weg. Was man aus einer langweiligen Mauer ohne Fenster in einem Hof alles machen kann, wow. Das hätte ich auch gerne, fehlt nur noch so ne Mauer zum verzieren.
Egal in welche Richtung man läuft, am Turm kann man sich immer orientieren.
Ich wundere mich immer über die doch recht bescheidene Größe der Häuser in den Niederlanden. Unsere Freundin hat uns erklärt, dass dies an den Steuern läge. Puh, mir persönlich wäre das ja viel zu winzig.
Beim bummeln durch die Straßen stach mir dieser Garten an einer Straßenecke ins Auge.
Wunderschön und relativ untypisch, da meist vor den Häusern nur ein winziger Bereich ist und meist nicht wirklich angelegt.
Auch diese Beschattungen über den Fenstern finde richtig hübsch.
Und was mir noch hier auffällt sind die Stockrosen, die auf kleinstem Grund, fast schon wie Unkraut wachsen. Wenn ich mir überlege welche Klimmzüge ich mache, damit meine Stockrose im Vorgarten ein bisschen blüht, vielleicht hat sie ja auch zuviel Platz und zu viel Erde, hahaha.
Den Charme den diese Stockrosen hier aber haben, kann meine gar nicht erreichen. Ach, ich liebe diese kleinen Ecken
Natürlich verlinke ich diesen Post wieder in meine Urlaubslinkparty und würde mich freuen, wenn auch ihr weiterhin fleißig eure Urlaubs- und Ferienziele 2016 verlinkt und wir am Ende einen bunten Reigen haben um vielleicht für 2017 die ein oder andere Anregung finden.
Sonntag, 14. August 2016
Sonntagskino: "Don´t limit me!"
Heute im Sonntagskino eine sehr klare und kraftvolle Ansage einer jungen Dame mit Down Syndrom.
Immer wieder bin ich beeindruckt, wenn die Aussprache sehr klar und deutlich ist, das wünsche ich mir später auch für meine Tochter, wobei der Weg dahin noch sehr weit ist und ihre körperliochen Voraussetzungen dafür auch nicht wirklich gut sind.
Ich wünsche mir, dass sie einmal genau so mutig ausspricht was sie möchte.
Auch wenn dieses Video wieder in englisch ist, denke ich man kann es gut verstehen und die Untertitel helfen etwas mit. Diese Ansage bräuchte man auch auf deutsch um sie Lehrern zu zeigen, die sich fürchten Schüler mit Behinderung zu unterrichten, oder denken man könne ihnen nichts zumuten.
Menschen mit Behinderung müssen nicht verhätschelt werden, sie müssen im Rahmen ihrer Möglichkeiten gefordert und gefördert werden, wenn nichts von den Schülern verlangt wird, werden sie niemals viel erreichen, sie brauchen eine Stufe auf die sie hochsteigen können, wenn sie nur in dem Bereich arbeiten den sie schon können, wird nie eine stetige Steigerung erfolgen, das ist doch bei allen Kindern so.
Don´t limit me!
"Begrenze mich nicht! Grenze mich nicht aus! Begrenze nicht meine Möglichkeiten!"
Viel Spaß im heutigen Sonntagskino
Immer wieder bin ich beeindruckt, wenn die Aussprache sehr klar und deutlich ist, das wünsche ich mir später auch für meine Tochter, wobei der Weg dahin noch sehr weit ist und ihre körperliochen Voraussetzungen dafür auch nicht wirklich gut sind.
Ich wünsche mir, dass sie einmal genau so mutig ausspricht was sie möchte.
Auch wenn dieses Video wieder in englisch ist, denke ich man kann es gut verstehen und die Untertitel helfen etwas mit. Diese Ansage bräuchte man auch auf deutsch um sie Lehrern zu zeigen, die sich fürchten Schüler mit Behinderung zu unterrichten, oder denken man könne ihnen nichts zumuten.
Menschen mit Behinderung müssen nicht verhätschelt werden, sie müssen im Rahmen ihrer Möglichkeiten gefordert und gefördert werden, wenn nichts von den Schülern verlangt wird, werden sie niemals viel erreichen, sie brauchen eine Stufe auf die sie hochsteigen können, wenn sie nur in dem Bereich arbeiten den sie schon können, wird nie eine stetige Steigerung erfolgen, das ist doch bei allen Kindern so.
Don´t limit me!
"Begrenze mich nicht! Grenze mich nicht aus! Begrenze nicht meine Möglichkeiten!"
Viel Spaß im heutigen Sonntagskino
Samstag, 13. August 2016
Rezension: Ein junger Garten auf dem Land von Christa Brand und Elke Zimmermann
Wer jetzt ein Gartenbuch der üblichen Art und weise erwartet wird sich wundern.
Das im Februar 2016 im DVA erschienene Buch wird so vorgestellt:
"Elke Zimmermann zog im Jahr 2000 zusammen mit ihrem Partner ins Allgäu, wo sie nach der Renovierung des 200 Jahre alten Bauernhauses ihrer Großmutter auch den Garten komplett neu gestalteten. Die beiden »studierten Gärtner« haben das Grundkonzept des Gartens vorab gemeinsam geplant und diskutiert und sich im Zentrum für eine zeitgemäße Interpretation eines bäuerlichen Nutz- und Ziergartens entschieden. Mit der Geburt der Kinder kamen neue Nutzungen hinzu, die ins Konzept eingearbeitet wurden. So ist bis heute rund ums Haus ein lebendiger Familiengarten entstanden, der ländliches Flair und moderne Prägung in außergewöhnlicher Weise vereint. Sichtbar wird dies etwa durch die verwendeten Materialien wie die Beet-Einfassungen aus Corten-Stahl oder durch die betont geradlinigen Strukturen. Wie alle Gärten der Reihe DAS GARTENPORTRÄT ist auch dieser an manchen Tagen für Besucher geöffnet."
Das Buch zeigt in wundervollen Bildern einen Garten in seinen Einzelheiten und zu verschiedenen Jahreszeiten.
Die Pflanzen sind namentlich in deutsch und Latein benannt, so dass man bei Lust auf die ein oder andere pflanze auch mal im "normalen" Gartenbuch gut nachschlagen kann.
Mein erster Gedanke war: "Wow, was ein genialer Garten, da stimmt ja fast alles!"
Dann habe ich aber auch den Text gelesen und konnte durchatmen, das Ehepaar, das diesen Garten rund um das alte Bauernhaus der Urgroßeltern gestaltet hat, hat Gartenbau studiert, da kann ich als Gartenanalphabeth natürlich nicht gegen anstinken.
Trotzdem sind auch kleine Fehler beschrieben, wie zB der Gartenteich immer leerlief und man die undichte Stelle nicht fand.
Genial ist die Aufteilung der Gemüsebeete und dazwischen Wasserläufe als Schneckenschutz und zusätzlich soooo schön anzusehen.
Jetzt ist unser Garten leider keine 1500qm groß sonder auf einem 600qm Grundstück steht auch noch dick und fett unser Haus, doch einige Ideen, wenn auch nur Kleinigkeiten habe ich mir abgeschaut.
Wer Gärten mag, wird dieses Buch sicher auch lieben.
Am Ende lasse ich Euch aber auch noch einen Blick in unseren Garten werfen.
Das im Februar 2016 im DVA erschienene Buch wird so vorgestellt:
"Elke Zimmermann zog im Jahr 2000 zusammen mit ihrem Partner ins Allgäu, wo sie nach der Renovierung des 200 Jahre alten Bauernhauses ihrer Großmutter auch den Garten komplett neu gestalteten. Die beiden »studierten Gärtner« haben das Grundkonzept des Gartens vorab gemeinsam geplant und diskutiert und sich im Zentrum für eine zeitgemäße Interpretation eines bäuerlichen Nutz- und Ziergartens entschieden. Mit der Geburt der Kinder kamen neue Nutzungen hinzu, die ins Konzept eingearbeitet wurden. So ist bis heute rund ums Haus ein lebendiger Familiengarten entstanden, der ländliches Flair und moderne Prägung in außergewöhnlicher Weise vereint. Sichtbar wird dies etwa durch die verwendeten Materialien wie die Beet-Einfassungen aus Corten-Stahl oder durch die betont geradlinigen Strukturen. Wie alle Gärten der Reihe DAS GARTENPORTRÄT ist auch dieser an manchen Tagen für Besucher geöffnet."
Das Buch zeigt in wundervollen Bildern einen Garten in seinen Einzelheiten und zu verschiedenen Jahreszeiten.
Die Pflanzen sind namentlich in deutsch und Latein benannt, so dass man bei Lust auf die ein oder andere pflanze auch mal im "normalen" Gartenbuch gut nachschlagen kann.
Mein erster Gedanke war: "Wow, was ein genialer Garten, da stimmt ja fast alles!"
Dann habe ich aber auch den Text gelesen und konnte durchatmen, das Ehepaar, das diesen Garten rund um das alte Bauernhaus der Urgroßeltern gestaltet hat, hat Gartenbau studiert, da kann ich als Gartenanalphabeth natürlich nicht gegen anstinken.
Trotzdem sind auch kleine Fehler beschrieben, wie zB der Gartenteich immer leerlief und man die undichte Stelle nicht fand.
Genial ist die Aufteilung der Gemüsebeete und dazwischen Wasserläufe als Schneckenschutz und zusätzlich soooo schön anzusehen.
Jetzt ist unser Garten leider keine 1500qm groß sonder auf einem 600qm Grundstück steht auch noch dick und fett unser Haus, doch einige Ideen, wenn auch nur Kleinigkeiten habe ich mir abgeschaut.
Wer Gärten mag, wird dieses Buch sicher auch lieben.
Am Ende lasse ich Euch aber auch noch einen Blick in unseren Garten werfen.
Freitag, 12. August 2016
12 von 12 im August 2016
Juhu, oder ach du Schreck es ist schon wieder der 12.
Heute also 12 Bilder mitten aus dem Ferienmodus.
Ganz viel mehr von 12 von 12 wie immer bei Caro
Und immer wieder spannend finde ich den Blick zurück (wobei ganz oft der August fehlt, warum wohl? Ferienchaos)
12 von 12 August 2015
12 von 12 August 2015 (ursprünglich vom 2. Blog)
12 von 12 im August 2012 (das war mein allererstes 12 von 12 yeah)
Heute also 12 Bilder mitten aus dem Ferienmodus.
| 6:27h - womit hab ich das verdient? Ich bin müüüüde!!!!! Und ja, Jolina will unbedingt noch im Babybett schlafen Ist das dann das andere Extrem vom Familienbett? 7 jährige im Gitterbett? |
| Wer so früh wach ist (es sind Ferien menno), darf bei einem großen Cappu ein bisschen Blog surfen, mehr geht auch noch nicht *gähn* |
| Die Pferdekoppel vor unserem Haus, das junge Pferdchen schafft das gar nicht alles. Ich hab auch nichts gegen Natur und richtige Wiesen,..... |
| Nein, ich mag Kartoffel schälen gar nicht und zudem sind die viel zu wenig Glyx, aber die Mädels lieben diese Biester. |
| Nach dem essen nen doppelten Espresso, oder zwei |
| Herbstwetter verursacht bei meinen Mädels einen Höhlenbaudrang, ach nee, den haben die ja immer und Winterschlaf halten die auch nicht. |
| Hui, ich darf testen, bin mal gespannt, Gemüse kommt ja selten gut, nur Broccoli geht bei beiden, bei Jolina allerdings auch nur in homöopathischen Dosen |
| Nach dem Höhlenbau ist vor dem Singen |
Ganz viel mehr von 12 von 12 wie immer bei Caro
Und immer wieder spannend finde ich den Blick zurück (wobei ganz oft der August fehlt, warum wohl? Ferienchaos)
12 von 12 August 2015
12 von 12 August 2015 (ursprünglich vom 2. Blog)
12 von 12 im August 2012 (das war mein allererstes 12 von 12 yeah)
Montag, 8. August 2016
Ein paar Gedanken zu der Bezeichnung "Downie"
Wer glaubt wir Eltern von Kindern mit Down Syndrom, oder noch besser Trisomie 21 seien uns immer einig, der irrt sich ganz gewaltig.
Wow, da fliegen manchmal die Fetzen in den Netzwerken, puh und da wird teilweise sogar unter die Gürtellinie geboxt.
Ein Streitthema ist die Bezeichnung "Downie"
Wer mich kennt weiß, dass ich finde es kommt nicht auf das Wort selbst an, sondern die Absicht, die dahinter steckt.
Es läge mir fern mit Negerkuss oder Mohrenkopf etwas rassistisches zu sagen, wobei ein Kuss von einem dunkler pigmentierten Menschen etwas sehr süßes sein kann ;-) und würde ich es mögen, würde ich mir auch ohne böse Absicht ein Zigeunerschnitzel bestellen.
Ich würde allerdings in der heutigen Zeit niemals jemanden als Neger bezeichnen, weil es einfach zu negativ belegt ist inzwischen und da die beiden Völker nicht mehr Zigeuner genannt werden wollen, dann muss man das auch akzeptieren.
Twix heißt ja auch nicht mehr Raider (doch das wissen nur noch die Älteren unter uns)
Auch zu uns wurde schon gesagt "Ach ist das ein Mongölchen?" als Jolina klein war, das ist zwar jedesmal so ein Stich im Magen, aber es war nicht böse gemeint und ich muss nicht einer älteren Dame die in den Kinderwagen schaut über den Mund fahren und ihr die Welt erklären, wenn es gerade mal nicht in die Situation passt.
Warum sagt man nicht mehr mongoloid? Weil das Volk der Mongolen sich beschwert hat, nicht die Menschen mit T21 (kurz für Trisomie21 = Down Syndrom)
Nie ginge mir übrigens weder das eine noch das andere über die Lippen, also "Mongo" oder "Downie"
Es gibt verschiedene Gründe warum man es eigentlich nicht benutzen sollte
1. dieses "ie" ist eine Verniedlichung. Meine Tochter ist manchmal niedlich, aber auch nicht immer und vor allem ist sie schon 7 und bald ein Schulkind.
Man sagt ja auch nicht mein Brillie" wenn das Kind eine Brille trägt, oder Ohrie wenn das Kind Segelohren hat. Zuckerchen für das Kind mit Diabetes und Spangie für die meisten Teenager mit Zahnspange, Plautzie für die mit dickem Bauch und ich habe noch keine leidgeprüfte Ehefrau liebevoll über ihren Alkie sprechen hören, der mal wieder ne Sauftour hinter sich hat.
Also ich möchte nicht auf ein Merkmal reduziert werden, ich bin Martina und nicht Bloggie, oder Zwergie, oder Hatschie (weil ich extrem starke Allergien habe), stimmt Kratzie könnte man mich mit meiner Neurodermitis auch nennen.
Ihr habt Glück, dass ihr euch das auch nicht traut, ich glaube ich würde euch mit ausgefahrenen Krallen ins Gesicht springen.
Warum sollte man Jolina also Downie nennen?
Sie ist so viel mehr, man kann das fast nicht mit einem Wort beschreiben, witzig, frech, tolle Schwester, freigiebig, trotzig, ungeduldig und doch ausdauernd, ich glaube all diese Eigenschaften fasse ich am besten mit einem Wort zusammen, mit Jolina
Wow, da fliegen manchmal die Fetzen in den Netzwerken, puh und da wird teilweise sogar unter die Gürtellinie geboxt.
Ein Streitthema ist die Bezeichnung "Downie"
Wer mich kennt weiß, dass ich finde es kommt nicht auf das Wort selbst an, sondern die Absicht, die dahinter steckt.
Es läge mir fern mit Negerkuss oder Mohrenkopf etwas rassistisches zu sagen, wobei ein Kuss von einem dunkler pigmentierten Menschen etwas sehr süßes sein kann ;-) und würde ich es mögen, würde ich mir auch ohne böse Absicht ein Zigeunerschnitzel bestellen.
Ich würde allerdings in der heutigen Zeit niemals jemanden als Neger bezeichnen, weil es einfach zu negativ belegt ist inzwischen und da die beiden Völker nicht mehr Zigeuner genannt werden wollen, dann muss man das auch akzeptieren.
Twix heißt ja auch nicht mehr Raider (doch das wissen nur noch die Älteren unter uns)
Auch zu uns wurde schon gesagt "Ach ist das ein Mongölchen?" als Jolina klein war, das ist zwar jedesmal so ein Stich im Magen, aber es war nicht böse gemeint und ich muss nicht einer älteren Dame die in den Kinderwagen schaut über den Mund fahren und ihr die Welt erklären, wenn es gerade mal nicht in die Situation passt.
Warum sagt man nicht mehr mongoloid? Weil das Volk der Mongolen sich beschwert hat, nicht die Menschen mit T21 (kurz für Trisomie21 = Down Syndrom)
Nie ginge mir übrigens weder das eine noch das andere über die Lippen, also "Mongo" oder "Downie"
![]() |
| Bild von Jenny Klestil |
Es gibt verschiedene Gründe warum man es eigentlich nicht benutzen sollte
1. dieses "ie" ist eine Verniedlichung. Meine Tochter ist manchmal niedlich, aber auch nicht immer und vor allem ist sie schon 7 und bald ein Schulkind.
Man sagt ja auch nicht mein Brillie" wenn das Kind eine Brille trägt, oder Ohrie wenn das Kind Segelohren hat. Zuckerchen für das Kind mit Diabetes und Spangie für die meisten Teenager mit Zahnspange, Plautzie für die mit dickem Bauch und ich habe noch keine leidgeprüfte Ehefrau liebevoll über ihren Alkie sprechen hören, der mal wieder ne Sauftour hinter sich hat.
Also ich möchte nicht auf ein Merkmal reduziert werden, ich bin Martina und nicht Bloggie, oder Zwergie, oder Hatschie (weil ich extrem starke Allergien habe), stimmt Kratzie könnte man mich mit meiner Neurodermitis auch nennen.
Ihr habt Glück, dass ihr euch das auch nicht traut, ich glaube ich würde euch mit ausgefahrenen Krallen ins Gesicht springen.
Warum sollte man Jolina also Downie nennen?
Sie ist so viel mehr, man kann das fast nicht mit einem Wort beschreiben, witzig, frech, tolle Schwester, freigiebig, trotzig, ungeduldig und doch ausdauernd, ich glaube all diese Eigenschaften fasse ich am besten mit einem Wort zusammen, mit Jolina
Sonntag, 7. August 2016
Breaking News: IJsselmeer-Piraten entern Luftmatratze (mit Video)
Wir hatten dieses Jahr so geniales Wetter, dass wir auch viel Spaß am Strand hatten und, da es oft kaum windig war, konnte Louisa zwar nicht surfen gehen,aber man hatte schon dieses "wir sind im Süden"-Gefühl.
Dieses Jahr hatten wir auch Luftmatratzen dabei, aber seht selbst.
Dieses Jahr hatten wir auch Luftmatratzen dabei, aber seht selbst.
Samstag, 6. August 2016
Rezension: Der Zauber meines viel zu kurzen Lebens
Das am 11.4.2016 im Diana Verlag erschienene Taschenbuch ist unter dem Originaltitel "Late Fragments. Everything I Want to Tell You (About this Magnificent Life)" 2015 erschienen.
Der englische Titel spiegelt viel mehr wieder was das Buch ist und was es will, der deutsche Titel ist genau das was die Autorin Kate Gross nicht will und bei mir hat er auch ganz andere Erwartungen an das Buch verursacht.
Das sagt der Verlag:
Kate Gross ist vierunddreißig, als es heißt: Darmkrebs, Überleben ausgeschlossen. Ein Schock für sie selbst, eine Tragödie für Freunde und Familie, besonders für ihre dreijährigen Zwillingssöhne. Wie lebt eine junge Frau weiter, in deren Inneren ein Zellhaufen außer Kontrolle geraten ist? In zehn Kapiteln hinterlässt Kate Gross ihren Liebsten die vielen Geschichten, die sie zu der machten, die sie ist. Mit dem scharfen Blick eines Menschen, dem nicht mehr viel Zeit bleibt, hält sie die Welt an und erzählt uns von der Schönheit des Lebens.
"Das Leben steckt voller Möglichkeiten, nicht voller Beschränkungen – Kate Gross hat immer so gelebt und zeigt uns, wie es geht." Tony Blair
Kate Gross wollte keinen Bestseller schreiben, sie wollte ihren Söhnen etwas von sich hinterlassen und ihre Gedanken am Ende des Lebens teilt sie nun mit uns.
Sie erzählt von ihrer Kindheit, der Liebe zu ihrem Mann und ihren Söhnen.
Sie schreibt was sie sich wünscht, wie man mit ihr als Sterbender umgehen soll und sie hat wundervolle Ansichten zum Leben und der Beziehung zwischen Eltern und Kindern.
Nein, Kate Gross und ich wären sicher keine Freundinnen gewesen wären wir uns begegnet, doch man muss ja nicht mit jedem gleich Pferde stehlen wollen, oder?
Sie hat im Angesicht des Todes (was ein Ausdruck) erkannt was wichtig im Leben ist, und dass man das tun sollte etwas man liebt und seine Berufung ist und nicht das was den größten Erfolg bringt und den größten Ruhm.
Kate Gross ist nicht gläubig, sie macht sich keine Illusionen über das Paradies, oder späterv treffen wir uns wieder. Sie schreibt auch, dass sie es leichter findet selbst zu sterben, als zum Beispiel eines ihrer Kinder zu verlieren und trauernd zurück zu bleiben.
Sie steht sich Egoismus zu und möchte keine Heilige sein und das letzte was sie möchte ist so ein weiteres typisches Krebsbuch zu schreiben.
Keine leichte Kost, denn Kate Gross ist an Weihnachten 2014 gestorben und es gibt kein Happy End, keine Wunderheilung, doch auch kein Buch zum weinen (okay, das Nachwort der Mutter von Kate ist schon etwas zum schwer schlucken)
Zum Bestseller wie in England wird es in Deutschland nicht reichen, schon alleine durch die vielen Zitate aus Büchern die uns Deutschen doch weniger sagen und wir etwas weiter von ihrem Leben weg sind, doch durchaus lesenswert.
Der englische Titel spiegelt viel mehr wieder was das Buch ist und was es will, der deutsche Titel ist genau das was die Autorin Kate Gross nicht will und bei mir hat er auch ganz andere Erwartungen an das Buch verursacht.
Das sagt der Verlag:
Kate Gross ist vierunddreißig, als es heißt: Darmkrebs, Überleben ausgeschlossen. Ein Schock für sie selbst, eine Tragödie für Freunde und Familie, besonders für ihre dreijährigen Zwillingssöhne. Wie lebt eine junge Frau weiter, in deren Inneren ein Zellhaufen außer Kontrolle geraten ist? In zehn Kapiteln hinterlässt Kate Gross ihren Liebsten die vielen Geschichten, die sie zu der machten, die sie ist. Mit dem scharfen Blick eines Menschen, dem nicht mehr viel Zeit bleibt, hält sie die Welt an und erzählt uns von der Schönheit des Lebens.
"Das Leben steckt voller Möglichkeiten, nicht voller Beschränkungen – Kate Gross hat immer so gelebt und zeigt uns, wie es geht." Tony Blair
Kate Gross wollte keinen Bestseller schreiben, sie wollte ihren Söhnen etwas von sich hinterlassen und ihre Gedanken am Ende des Lebens teilt sie nun mit uns.
Sie erzählt von ihrer Kindheit, der Liebe zu ihrem Mann und ihren Söhnen.
Sie schreibt was sie sich wünscht, wie man mit ihr als Sterbender umgehen soll und sie hat wundervolle Ansichten zum Leben und der Beziehung zwischen Eltern und Kindern.
Nein, Kate Gross und ich wären sicher keine Freundinnen gewesen wären wir uns begegnet, doch man muss ja nicht mit jedem gleich Pferde stehlen wollen, oder?
Sie hat im Angesicht des Todes (was ein Ausdruck) erkannt was wichtig im Leben ist, und dass man das tun sollte etwas man liebt und seine Berufung ist und nicht das was den größten Erfolg bringt und den größten Ruhm.
Kate Gross ist nicht gläubig, sie macht sich keine Illusionen über das Paradies, oder späterv treffen wir uns wieder. Sie schreibt auch, dass sie es leichter findet selbst zu sterben, als zum Beispiel eines ihrer Kinder zu verlieren und trauernd zurück zu bleiben.
Sie steht sich Egoismus zu und möchte keine Heilige sein und das letzte was sie möchte ist so ein weiteres typisches Krebsbuch zu schreiben.
Keine leichte Kost, denn Kate Gross ist an Weihnachten 2014 gestorben und es gibt kein Happy End, keine Wunderheilung, doch auch kein Buch zum weinen (okay, das Nachwort der Mutter von Kate ist schon etwas zum schwer schlucken)
Zum Bestseller wie in England wird es in Deutschland nicht reichen, schon alleine durch die vielen Zitate aus Büchern die uns Deutschen doch weniger sagen und wir etwas weiter von ihrem Leben weg sind, doch durchaus lesenswert.
Abonnieren
Posts (Atom)


