Sonntag, 27. Dezember 2015

Unser Weihnachten oder Das Jahr in dem der Baum umfiel

Ich hoffe Euer Weihnachten war gemütlich, friedvoll und geprägt von Harmonie.

Hier hat sich kurz vor den Feiertagen endlich wieder ein wenig Normalität eingestellt, nachdem ich 7 Wochen krank war, davon 5 mit Lungenentzündung und 3 verschiedenen Antibiotikums (oder doch Antibiotika??) in Folge "getestet" wurden.
Wenn Mütter krank werden ist das meist ja etwas anders, denn Mamas dürfen nicht krank werden und sie gestehen es sich auch selten selbst zu.

Dass ich kürzer treten muss ist klar, deshalb lege ich ja die Blogs zusammen und dies ist nach langer Sendepause auch wieder der erste Post über unser Familienchaos.

Ich lade Euch ein ein bisschen mit uns Weihnachten zu feiern. Nehmt Euch einen Kaffee oder ein Glas Sekt und schaut durch den Türspalt ins Weihnachtszimmer.






Leider ist ja das "Weihnachtszimmer" in heutigen Häusern gar nicht mehr möglich.
Ich erinnere mich noch wie spannend es früher war wenn man um die verschlossene Tür des Wohnzimmers geschlichen ist, versucht hat etwas durchs Schlüsselloch zu sehen und wie unbeschreiblich schön es war, wenn das Glöckchen klingelte und die Tür auf ging.
Der Baum war geschmückt und die Geschenke lagen darunter.


Weihnachten hat einfach diesen besonderen Zauber und den habe ich mir bis ins hohe Alter herüber gerettet. Die Adventszeit ist eine Zeit in der man einen Vorgeschmack bekommt und man Vorfreude hat, mehr aber bitte nicht.


Deshalb wird bei uns der Baum auch erst am 23.12. rein geholt, da es das "Weihnachtszimmer" ja leider nicht geben kann in unserem Haus und sich das Leben heute eben im Wohnzimmer abspielt und nicht in der Küche.

Ich finde es einfach nicht schön nur aus Ungeduld den Baum schon vorher auf zu stellen, auch wenn ich schon viele Gründe dafür gehört und gelesen habe, doch ich empfinde es nur als Ausreden, denn es ist ein WEIHNACHTSbaum und das beginnt nicht vor dem 24.12. sonst würde er ja Adventsbaum heißen ;-)

Trotzdem lasse ich allen den Spaß den Baum früher auf zu stellen und erkläre meiner Tochter fast täglich warum wir es aber eben nicht machen.



Wie ihr sehen könnt ist unser Baum 2015 in Gold geschmückt, mit einem kleinen bisschen rot und deshalb bekamen die Mädels auch Kleider in Gold und natürlich die Geschenke goldenes Papier.
Ich bin eben ein bisschen verrückt.



Sogar die kabellosen Kerzen, von denen ich schon lange träume hatten wir dieses Jahr am Baum.


Wir waren Nachmittags in der Kirche, wo Louisa eine Rolle beim Krippespiel hatte und danach wurden wir überredet, dass es Geschenke vor dem Essen gibt.





Der Weihnachtszauber funktioniert zum Glück immer noch, auch wenn die Pubertät schon gewaltig anklopft und es angeraten ist jeden friedlichen Moment zu genießen.






Bei uns werden die Geschenke immer schön eins nach dem anderen ausgepackt. So hat jeder die volle Aufmerksamkeit und der Rest der Familie freut sich mit.

Das funktioniert wirklich sehr gut und auch Jolina kann abwarten bis sie dran ist.





So ist die Bescherung kein reines Geschenkedurcheinander in dem jeder nur auf sich selbst schaut und auf das was es gegeben hat, sondern die Person die gerade auspackt steht im Mittelpunkt und ihre Freude.



Und wie groß war die Freude über die Lampe die sich das Mädel schon so, so lange wünscht.



Und manchmal sind Mütter schon etwas masochistisch veranlagt wenn sie Spielzeug schenken die Töne von sich geben, wie singende "Annas" und "Barbies" die hier beide eingezogen sind.
Zum Glück macht das Playmobil keine Geräusche, nur die Rüben wenn sie sich mal wieder darum streiten, weil Jolina mit Louisas Sachen gespielt hat.



Das Abendessen wurde kurzfristig umgeplant, also so um 17:00 Uhr, hihi.
Wir beschlossen statt Lachs, dann doch "nur" gebackenen Camembert zu machen um danach beim Nachtisch zuzuschlagen.









Irgendwann war Jolina so müde, dass sie sich mal in die Ecke setzen musste, solche Feiertage sind aber auch anstrengend.


Da ich ja immer das Glas schon runterfallen sehe bevor es überhaupt angestoßen wird versuche ich alle Katastrophen auszuschließen.
So haben wir seit Jahren fast nur "unkaputtbaren" Weihnachtsschmuck.
Dieses Jahr war bei allen neuen goldenen Kugeln nur die Spitze aus Glas und 16 tropfenförmige Kugeln.
Der Baum wird immer bombenfest aufgestellt und sollte er wackeln würde er fest gebunden, hat er aber nicht.
Wir haben keine Katze die den Baum "ärgern" könnte und der Sittich sitzt hinter Gittern.

Trotzdem kamen wir am 25. nach Hause vom Besuch bei den Großeltern und fanden unseren Baum so vor:


Warum er umgefallen ist, ist ein Rätsel. Aber er muss richtig Schwung gehabt haben, denn der Schmuck auf der Rückseite hat solchen Schwung bekommen, dass er komplett abgefallen und durchs Wohnzimmer geschossen ist, der Rest wurde vom Baum begraben. Alle kabellose Kerzen haben den "Abflug" gemacht und erstaunlicherweise ist die Spitze nicht zerbrochen und auch nur wenige von den Glastropfen.

Dieses Weihnachten wird uns in Erinnerung bleiben als das Weihnachten als der Baum umgefallen ist. Und ich weiß jetzt schon, dass ich 2016 panisch am Baum rütteln werde, ob er auch wirklich fest steht.