Montag, 22. August 2016

Einfach nur quatschen - 2. Rhein/Main Elternblogger Treffen auf dem Hofgut Oberfeld

Es ist ja noch gar nicht so lange her, dass ich in Darmstadt auf meinem ersten Bloggertreffen war.
Am Sonntag war ich also zum 2. Mal im Leben in Darmstadt und auch beim zweiten #RMEB RheinMainElternBlogger Treffen.

Obwohl bei uns der Jahrmarkt tobt habe ich mich gleich ohne groß zu überlegen angemeldet, schade, alle Plätze vergeben, dann sollte es dieses Mal nicht sein, es gibt aber eine Nachrückliste, ich bin dabei, schrei, tanz, jubel.

Also den Jahrmarkt am Samstag unsicher gemacht (ist eh der bessere Tag, ohne Menschenmengen) und am Sonntag die Familie geschnappt und nach Darmstadt zu einer traumhaften Location gefahren.




Ganz ohne Stau kamen wir an im Hofgut Oberfeld. Ich liebe solche alten Güter und um so besser, wenn der Zahn der Zeit noch nagt und nicht alles fein gemacht ist.
Weil sich ein Abstecher dort hin wirklich lohnt, werde ich es auch zu meinen Ausflugstipps verlinken und euch natürlich am Ende einige Bilder zum Appetit machen zeigen.


Auf dem Gelände stehen viele Kinderfahrzeuge und Jolina schnappte sich sofort dieses Dreirad, mit dem sie übrigens auch in den Hofladen rein fahren wollte.
Die grinsenden Menschen die auf dem Original dieses Bildes zu sehen sind musste ich natürlich beschneiden, doch als ich dieses Bild gestern betrachtete tat es richtig gut, denn diese Blicke waren liebevoll und die Menschen freuten sich an dieser kleinen Person, die viel zu groß für dieses Gefährt ihren Spaß hatte und gar nicht daran dachte in die nicht vorhandenen Pedale zu treten.


Kennt ihr das? "Da müsste man mal was organisieren" Meist bleibt es bei dieser Aussage, ob es um einen Spielkreis geht, Frauenturnen, Lauftreff, Elternverein, oder eben ein Bloggertreffen.
Doch dann kamen zwei und haben es einfach gemacht und das schon zum zweiten Mal in Folge.
Frida von 2kindchaos und Marsha von MutterundSöhnchen.



Der Unterschied zum ersten Treffen war, dass wir dieses Mal das nachholten was noch gefehlt hat beim letzten Termin, das ausgiebige plaudern unter Müttern, trotzdem konnte man wieder Infos für sich mitnehmen, denn was gar nicht aufkam war Stutenbissigkeit, was ja gar nicht so selbstverständlich ist.
"Ich verrate doch meine kleinen Geheimnisse nicht, sonst bekommst du auf einmal mehr Leser als ich!" gab es hier gar nicht, oder es ist nicht aufgefallen, haha.
Und noch etwas war dieses Mal neu, ich hatte den Rest meiner Bande dabei, schließlich schreibe ich einen Familienblog, dann muss ich auch mal zeigen, dass es die Lieben auch im realen Leben gibt.


Obwohl drinnen ein Tisch reserviert war eroberten wir zuerst den Hof, hier konnten wir uns zuerst inkl. Familien beschnuppern und die letzten Sonnenstrahlen des Vormittags aufsaugen.
Bestellt war sogar Kuchen für uns, das ging schief (hey, wir sind Mütter, wann läuft mal etwas wie geplant, das wirft uns doch nicht aus der Bahn), dafür gab es Frühstück bei dem alle zugreifen konnten.


Recht schnell flüchteten wir dann meist ohne Männer und Kinder, aber mit den Resten des Frühstücks nach innen, denn die Sonne hatte Wind und Regen vorbei geschickt.







Der Charme dieser Location setzt sich auch in den Innenräumen  fort. Ich habe mich so wohl gefühlt.



Angesetzt war das Treffen von 10:00 bis 12:00
Ich weiß, da draußen gibt es Leute die sich jetzt an den Kopf fassen und fragen ob wir einen an der Waffel haben für "nur" 2 Stunden eine Stunde zu fahren.
Klar lohnt sich das und es wirkt ja auch noch nach.

Um 11:30 kam Louisa zum ersten Mal mit "Ich will heim, UNS ist langweilig" ich handelte noch eine halbe Stunde bei ihr raus und sie verschwand und tauchte erst viel. viel später mit leuchtenden Augen wieder auf. Grund war der Flohmarkt in einem Seitengebäude.


Jolina hatte einen JoJo und eine kleine Krone und Louisa diese wirklich guten Schlittschuhe.
Der Mann hatte natürlich gleich gegoogelt was diese Teile neu kosten und Louisa freute sich über das Schnäppchen 3 Euro für Schuhe die neu ca. 100 kosten.
Bisher hatte sie nur diese größenverstellbaren Eishockeystiefel, doch Kunstlaufschuhe in weiß sind ja auch ein Mädchentraum.


Ich konnte das Ganze noch bis 13:30 rauszögern, doch dann spielte meine Familie nicht mehr mit, bei den meisten Müttern waren es übermüde Kinder die zum Aufbruch zwangen, bei uns waren sie nicht reif für den Mittagsschlaf, doch nörgeln kann man trotzdem, das ändert sich eben nie.

Ich lief mit Louisa noch eine Runde über das Hofgut, das zwischenzeitlich wieder im Sonnenschein lag und teilweise mit "Fotografierhimmel" nach vielen Bildern schrie.










Als ich meinen Mann fragte ob er sich denn auch mit den anderen Männer unterhalten hätte, meinte er nur "Nö"
Es war also wie immer, wir Frauen fangen an miteinander zu erzählen und kommen von einem Thema aufs nächste und finden gar kein Ende.
Und die Herren der Schöpfung passen, wie es ihnen aufgetragen wurde, auf die Kinder auf und stehen schweigend nebeneinander, hahahaha.
Wäre vielleicht ein Mammut vorbei gekommen, hätten sie sich sicher zusammengerottet um es zu jagen, doch da diese Zeiten vorbei sind und Mammuts nur noch selten vorbei kommen ist es schon schwer für die armen Männer.

Ich hätte wenigstens die Unterhaltung erwartet:
"Passt Du auch auf Kinder auf?" "Ja"
1 Stunde Schweigen
"Bloggt seine Frau auch?" "Ja"
Schweigen bis zur Heimfahrt.
Allerdings wäre das ja total unnötig, das eine sah man ja und das andere war offensichtlich bei einem Bloggertreffen.
Das nächste Mal komme ich wieder alleine, ihr habt ja jetzt gesehen, dass es die drei wirklich gibt.


Schön war´s wieder beim 2. #RMEB Treffen in Darmstadt mit:

Frida von 2kindchaos
Marsha von Mutter & Söhnchen
Dani von Glucke und so
Carina von Nordhessenmami
Anke von Gemüsebaby
Christina von Rabaukenmami
Mara von Erdbeerlila
Sabrina von Babykeks
Jenny von Kind und Studium
und natürlich Sepp von 2KindChaos 
gedacht habe ich ganz fest an "Wheelymum" weil sie leider nicht dabei sein konnte, obwohl sie doch so gerne gekommen wäre, aber das nächste Mal!


Auf dem Heimweg ist Jolina wie erwartet eingeschlafen, das sieht dann auch mal so aus, gefällt mir nicht wirklich, aber ich sehe es wirklich nicht ein einen Rehasitz bei der Krankenkasse zu beantragen was viele schon direkt nach der Babyschale machen inkl. Therapiehochstuhl und Pflegebett.
Mein Kind ist behindert, aber kein Grund unser System bis auf den letzten Tropfen auszupressen "das steht dir doch zu..." 
Übrigens sind die, die am lautesten nach Hilfsmittel schreien auch die, die dann behaupten das Kind sein das Beste was ihnen je passiert ist, hat für mich einen bitteren Beigeschmack.
Ja meine Tochter hat einen Behindertenausweis mit 100% und den Buchstaben B G und H, trotzdem versuchen wir ein "normales" Leben zu führen und dort wo es nötig ist holen wir uns Hilfe, aber auch nur dort. Wenn Jolina wach ist, sitzt sie wie ein "normales" Kind im Sitz, also mal mehr oder weniger gut, hahaha und ich habe auch schon Erwachsene mit Down Syndrom im Auto schlafen sehen, sieht fast genau so aus wie bei Jolina. 100% Sicherheit gibt es nicht. Diese Einstellung kommt vielleicht auch aus meiner Kindheit in den 70ern, die ich wider alle heutige Erwartungen überlebt habe.


Zu Hause packte ich noch die schöne Goodiebag aus. Wenn ich mit allem gerechnet habe, sicher nicht mit Geschenken.
Ich liebe Amigo und diese beiden Spiele haben wir noch nicht, eine ruhige Minute für die Brigitte Mom muss ich mal klauen, die dicken Stifte ist das beste was es für kleine Hände auf dem Markt gibt, sogar im Therapiezentrum PEp sind die in den ersten Jahren am Start und Jolina hat heute eine perfekte Stifthaltung ohne Ergotherapie. Wir haben 2 mal das gleiche Bübchenbad, finde ich gut, gibt es auch keinen Streit, hihi.
Habt ihr den Spruch auf der Tasche genau gelesen? Bei uns stimmt das, vor allem morgens bevor ich warm gelaufen bin. (Ich leide unter dem Schicksal als Morgenmuffel in einer Familie gefangen zu sein, die schon früh fröhlich "Guten Morgen" flöten und viel sprechen, da könnte ich ja schon....)


Sonntag, 21. August 2016

Sonntagsvideo: Down Syndromtag in Schwerin


Ich habe einen weiteren Bericht gefunden bei dem das Down Syndrom im Mittelpunkt steht.

(Pssst, liebe Dame der AOK, Down Syndrom ist keine Krankheit, aber wir sind ja nicht so ;-) , ach ja, so wie ständig in diesem Bericht ausgesprochen, mit der Betonung auf der letzten Silbe von "Down Syndrom" hab ich das bisher noch nie gehört)

Ganz besonders gefällt mir die Aussage mit dem gemeinsamen Sport und die Mutter die gelebt hat als wenn nichts wäre, Daumen hoch.




Samstag, 20. August 2016

Rezension: "Ich knittere nicht, ich lache nur"

Ein Oma-Else-Roman von Thomas Letocha, erschienen am 20.6.2016 bei Goldmann.

Wie man leicht erraten kann gibt es also noch weitere Oma-Else-Romane, die ich allerdings nicht kannte und die man nicht unbedingt gelesen haben muss um sich in diesem Buch zurecht zu finden.

Mich hat sofort der Titel angesprochen, ich knittere ja auch still und leise vor mich hin und dieser lockere Sprachstil den der Titel verspricht hält der Inhalt auch.

Oma Else ist 82 und erzählt uns in der Ich-Form, lustig, locker von ihren "Abenteuern". Ich liebe den Stil in dem das Buch geschrieben ist, aber jetzt mal Butter bei die Fische, man merkt auch, dass das eine weit aus jüngere Person geschrieben hat, in dem Fall ein Mann Mitte 50 (wenn ich richtig recherchiert habe). Trotzdem muss man sie einfach lieb haben, diese leicht chaotische Oma Else und ich befürchte ich werde auch mal so ne verrückte Alte, nun ja, nur körperlich bin ich ja jetzt schon unfitter als diese ältere Dame, oh weh.

Das Buch liest sich locker, flockig und durch die sehr kurzen Kapitel kann man es schnell mal zur Seite legen, wenn im realen Leben mal wieder mal nach einem verlangt wird. Man taucht auch schnell wieder ein und ein bisschen wie Urlaub ist es auch, da Oma Else in einem Häuschen am Meer wohnt, aaahhhh, das will ich auch.

Natürlich geht das Buch gut aus, aber wie verrate ich nicht.

Ach ja, etwas hat mich doch gestört, Oma Else hat die Angewohnheit Menschen Spitznamen zu geben, das macht diese Person zwar viel bildlicher, doch bei der dritten Person im Buch die sie umbenennt ist es mir schon etwas zu überstrapaziert und es bleibt nicht bei drei. Hat was von einem Witz den das Kindergartenkind 10 mal erzählt und jedesmal soll man lachen, dabei war er beim ersten Mal schon üüüberhaupt nicht witzig.

"Ich knittere nicht, ich lache nur" ist ein Taschenbuch das man mal zwischendurch lesen kann, einfach nur zum lächeln und vom Alltag ablenken, es macht Spaß und mehr will der Autor auch sicher nicht.


Dies schreibt der Verlag:

"Was soll ich sagen? Ich hätte auch nicht gedacht, dass ich noch mal diesen ganz besonderen Mann kennenlernen würde: Rudolf, 79 Jahre alt. Ich selbst bin fast 82, also um einiges älter als er. Aber was soll’s – ich bin mir sicher, dass Rudolf derjenige ist, mit dem ich gemeinsam in die Zukunft gehen will. Dabei hat es gar nicht nach einem Happy End ausgesehen. Denn plötzlich hatte sich Rudolf so seltsam verhalten. Und ich bekam Angst, dass eine andere Frau dahintersteckte. Und dann habe ich ihm hinterherspioniert. Was hätte ich denn sonst tun sollen? Ich konnte ja nicht wissen, dass ich damit in ein großes Abenteuer hineinstolpern würde ..."













Donnerstag, 18. August 2016

Shopping Queen in Sneek

Nun ja, nicht ganz. Wir haben weder 500 Euro ausgegeben, noch war Guido dabei, oder Vox, ach ja und der rosa Bus hat uns auch nicht direkt vor die Läden gefahren, sondern wir sind duch das wunderschöne Städtchen gelaufen.

Hätte uns Sabine letztes Jahr nicht auf die Idee gebracht, vielleicht hätten wir dieses und letztes Jahr ne Menge Geld gespart. Danke liebe Sabine ich knutsch dich, dass wir durch dich nicht nur an dieser tollen Stadt vorbei gefahren sind ohne zu wissen wie schön es da ist.


Mittwoch, 17. August 2016

Jolina goes "windelfrei" - update

Wie klappt es eigentlich bei uns mit dem trocken werden?

Ich hatte euch ja hier schon davon berichtet und als Christina von rosarosa das Schnittmuster zum probenähen der Herzblut zur Verfügung stellte, habe ich Hosen wie verrückt genäht, denn ich erwartete Wäscheberge. Die erste Hose dieser Serie habe ich euch ja schon hier gezeigt.



Ich habe es mir also fest vorgenommen, Jolina wird es ohne Windel schaffen.
Die letzten Jahre haben mich gelehrt, dass ich mir viel vornehmen kann, wenn Jolina nicht bereit dazu ist, dann könnte ich mich auf den Kopf stellen und es würde nicht klappen.
Jeder kennt ja den Spruch mit dem Gras das nicht schneller wächst wenn man daran zieht, stimmt, aber aus eigener Erfahrung aus unserem Garten kann ich Euch sagen, ziehen hilft nicht, aber Dünger und Wasser lässt Gras gut wachsen.
Im übertragenen Sinn, Ermutigung, viel, viel, VIEL Lob (jedenfalls bei Jolina, Louisa fand das immer doof, das muss man herausfinden, denn jeder Mensch ist eben anders)
Wenn wir jetzt nochmal zum Gras zurück kommen weiß ich auch, dass ich im Winter gießen kann so viel ich will und Dünger bis zum Erbrechen auf die Wiese werfen, sie wird nicht wachsen, weil es keine Zeit zum wachsen ist.
Auch Jolina hat Zeiten da ist sie bereit für einen Entwicklungsschritt und Zeiten da hilft gar nichts, weil es eben gerade nicht dran ist.



So war das bisher bei den meisten Schritten, auch bei der Sprache, daher hatten wir nie Logo durchgängig, sondern immer Blogs in Zeiten in denen ich es für sinnvoll hielt. Man wird ja mit den Jahren selbst zum Therapeuten. Gerade der letzte Logo-Blog hat Jolina so sehr nach vorne befördert, denn das Entwicklungsfenster war ganz weit offen und ein bisschen Dünger und Wasser taten ihr übriges dazu.



Jetzt kann ja Jolina zuverlässig ihr kleines Geschäft anhalten und wenn man sie auf die Toilette setzte, dann kam auch was, angesagt hat sie es allerdings nie, auch ohne Windel nicht und wenn man es dann mal vergessen hat sie aufs Klo zu schicken, oder sie bockig einfach nicht wollte, dann konnte es auch passieren, dass irgendwann eine Überschwemmung an dem Ort war wo Jolina gerade saß oder stand. "Ohh nass!"
Auf der einen Seite sauer auf mich selbst, weil ich es verschusselt hatte sie zur Toilette zu zwingen, auf der anderen Seite angefressen, weil sie mal wieder nichts gesagt hat und einfach losgepieselt hat, als es nicht mehr zu halten war wischte ich die Pfützen auf und befreite das Kind, vor mich hin motzend, von den nassen Klamotten.



Deshalb sorgte ich auch für viele Hosen, die man einfach hoch und runter ziehen kann, denn mit Knöpfen und Haken, wird Jolina noch lange nicht zurecht kommen :-(
Viel schlimmer aber als nasse Klamotten und das wischen war das andere...ihr wisst was ich meine.
Jolina hat keine bestimmten Zeiten, Orte an die sie sich zurück zieht, oder Anzeichen. Das geht innerhalb von Sekunden, von jetzt auf gleich. Meist merkte man es am Gestank. Oft sagte sie es nicht mal.
Ich habe Klamotten die werden einfach nicht mehr, die sind 10 mal gewaschen, mit Spezialwaschmittel, praktisch in Duftspüler gebadet, aber der Geruch verschwindet nicht mehr, leider waren da auch Teile dabei an denen mein Herz sehr hing *heul* und im Urlaub kam noch eine Sonnenschutzhose dazu, die hätte es ja jetzt wirklich nicht sein müssen.


Ich wollte einfach, dass Jolina fast oder ganz windelfrei ist wenn sie zur Schule geht. Ich stellte mir den Horrorfilm vor, Jolina macht sich groß in die Hose, der ganze Klassenraum stinkt und alle Kinder zeigen angeekelt mit Fingern auf sie und sie hat den Spitznamen "Hosenscheißer" weg.
Nun, es könnte passieren, aber wir sind auf einem guten Weg.
Inzwischen ist die Windel zu 50% morgens trocken, wenn sie aber nass ist, dann ist alles nass, denn dann hält das die Windel nicht, klar, sie ist 7, da müssten wir Riesenwindeln besorgen. Dann wasche ich eben das Bettzeug, kein Problem, das finde ich jetzt gar nicht schlimm.
Das "Schlimme" bekommen wir jetzt aber auch in den Griff. Scheinbar hat es geholfen, dass sowohl der Papa als auch ich im Urlaub auch mal heftig geschimpft haben.
Inzwischen hat es schon 3 oder 4 Mal geklappt (ich weiß, jetzt nicht mega viel, aber trotzdem toll) und sie selbst war so stolz.
In einer Woche ist Einschulung, zu 100% werden wir es nicht schaffen, und zur Sicherheit wird sie in der Schule erst mal Windel tragen, doch wenn die sauber bleiben, dann ist doch alles super. Ich werde bei den Klamotten versuchen den Windelpopo zu verstecken, damit die anderen da nicht tuscheln.

Die vielen Hosen haben wir also gar nicht gebraucht und inzwischen darf Jolina sogar ohne Windel wieder aufs Sofa, ansonsten hatten wir Eltern Blutdruckprobleme, haha.

Ich werde also das Gras schön weiter düngen und gießen und hoffen, dass ich viel zu viele Hose genäht habe.


Schnitt: Herzblut von rosarosa
Stoff: Jeansjersey von lillestoff + Lederreste
genähte Größe: 110
Model: Jolina
Fotos: ©JoLou

Montag, 15. August 2016

Workum, sehenswerte Stadt in Friesland

Von unserem Besuch der Käserei Nylander in Workum habe ich ja schon berichtet, sie liegt etwas außerhalb dieses kleinen Städtchens, das unbedingt einen Besuch wert ist.
Workum ist niederländisch, aber auf friesisch heißt die Stadt Warkum und gehört zu den 11 friesischen Städten



Ich liebe diese Häuser die ein bisschen was von Lebkuchenhäusern haben und die gepflegten Straßen hier. Das Städtchen hat ungefähr 4000 Einwohner, ist also klein, aber fein.






Immer wieder erstaunt mich diese Kirche mit dem großen, freistehden Turm, der für die Größe der Stadt wirklich gigantisch ist.



Ist es seltsam, dass ich die alten Gräber direkt an der Kirche schön finde? Ich finde es immer schade, wenn auf Friedhöfen alte Gräber einfach verschwinden, ich weiß noch, dass ich als Kind auf dem Friedhof immer durch die alten Gräbereihen ging und von den Geburtsdaten im damaligen letzten Jahrhundert fasziniert war. Nein, ich habe kein seltsames Hobby, haha, ich finde nur, dass so eine letzte Erinnerung an einen Menschen etwas schönes hat und wenn das dann weg ist, ist auch meist keiner mehr übrig der sich erinnert, oder erinnern möchte.





Als wir zum ersten Mal in Workum waren war ein Volksfest und auf dem Markplatz war eine Bühne aufgebaut und es wimmelte von Menschen, an diesem Tag machte es mehr Spaß hier auf dem platz, der mit wundervollen Straßencafés einläd.





Typisch für Workum ist auch Kunst und Töpferwaren, deshalb zog es uns auch in diesen Eingang.


Dort stand ich vor dieser Wand und war hin und weg. Was man aus einer langweiligen Mauer ohne Fenster in einem Hof alles machen kann, wow. Das hätte ich auch gerne, fehlt nur noch so ne Mauer zum verzieren.


Egal in welche Richtung man läuft, am Turm kann man sich immer orientieren.




Ich wundere mich immer über die doch recht bescheidene Größe der Häuser in den Niederlanden. Unsere Freundin hat uns erklärt, dass dies an den Steuern läge. Puh, mir persönlich wäre das ja viel zu winzig.


Beim bummeln durch die Straßen stach mir dieser Garten an einer Straßenecke ins Auge.
Wunderschön und relativ untypisch, da meist vor den Häusern nur ein winziger Bereich ist und meist nicht wirklich angelegt.


Auch diese Beschattungen über den Fenstern finde richtig hübsch.



Und was mir noch hier auffällt sind die Stockrosen, die auf kleinstem Grund, fast schon wie Unkraut wachsen. Wenn ich mir überlege welche Klimmzüge ich mache, damit meine Stockrose im Vorgarten ein bisschen blüht, vielleicht hat sie ja auch zuviel Platz und zu viel Erde, hahaha.
Den Charme den diese Stockrosen hier aber haben, kann meine gar nicht erreichen. Ach, ich liebe diese kleinen Ecken


Natürlich verlinke ich diesen Post wieder in meine Urlaubslinkparty und würde mich freuen, wenn auch ihr weiterhin fleißig eure Urlaubs- und Ferienziele 2016 verlinkt und wir am Ende einen bunten Reigen haben um vielleicht für 2017 die ein oder andere Anregung finden.

Sonntag, 14. August 2016

Sonntagskino: "Don´t limit me!"

Heute im Sonntagskino eine sehr klare und kraftvolle Ansage einer jungen Dame mit Down Syndrom.
Immer wieder bin ich beeindruckt, wenn die Aussprache sehr klar und deutlich ist, das wünsche ich mir später auch für meine Tochter, wobei der Weg dahin noch sehr weit ist und ihre körperliochen Voraussetzungen dafür auch nicht wirklich gut sind.

Ich wünsche mir, dass sie einmal genau so mutig ausspricht was sie möchte.

Auch wenn dieses Video wieder in englisch ist, denke ich man kann es gut verstehen und die Untertitel helfen etwas mit. Diese Ansage bräuchte man auch auf deutsch um sie Lehrern zu zeigen, die sich fürchten Schüler mit Behinderung zu unterrichten, oder denken man könne ihnen nichts zumuten.

Menschen mit Behinderung müssen nicht verhätschelt werden, sie müssen im Rahmen ihrer Möglichkeiten gefordert und gefördert werden, wenn nichts von den Schülern verlangt wird, werden sie niemals viel erreichen, sie brauchen eine Stufe auf die sie hochsteigen können, wenn sie nur in dem Bereich arbeiten den sie schon können, wird nie eine stetige Steigerung erfolgen, das ist doch bei allen Kindern so.

Don´t limit me!
"Begrenze mich nicht! Grenze mich nicht aus! Begrenze nicht meine Möglichkeiten!"

Viel Spaß im heutigen Sonntagskino


Samstag, 13. August 2016

Rezension: Ein junger Garten auf dem Land von Christa Brand und Elke Zimmermann

Wer jetzt ein Gartenbuch der üblichen Art und weise erwartet wird sich wundern.

Das im Februar 2016 im DVA erschienene Buch wird so vorgestellt:

"Elke Zimmermann zog im Jahr 2000 zusammen mit ihrem Partner ins Allgäu, wo sie nach der Renovierung des 200 Jahre alten Bauernhauses ihrer Großmutter auch den Garten komplett neu gestalteten. Die beiden »studierten Gärtner« haben das Grundkonzept des Gartens vorab gemeinsam geplant und diskutiert und sich im Zentrum für eine zeitgemäße Interpretation eines bäuerlichen Nutz- und Ziergartens entschieden. Mit der Geburt der Kinder kamen neue Nutzungen hinzu, die ins Konzept eingearbeitet wurden. So ist bis heute rund ums Haus ein lebendiger Familiengarten entstanden, der ländliches Flair und moderne Prägung in außergewöhnlicher Weise vereint. Sichtbar wird dies etwa durch die verwendeten Materialien wie die Beet-Einfassungen aus Corten-Stahl oder durch die betont geradlinigen Strukturen. Wie alle Gärten der Reihe DAS GARTENPORTRÄT ist auch dieser an manchen Tagen für Besucher geöffnet."




Das Buch zeigt in wundervollen Bildern einen Garten in seinen Einzelheiten und zu verschiedenen Jahreszeiten.
Die Pflanzen sind namentlich in deutsch und Latein benannt, so dass man bei Lust auf die ein oder andere pflanze auch mal im "normalen" Gartenbuch gut nachschlagen kann.

Mein erster Gedanke war: "Wow, was ein genialer Garten, da stimmt ja fast alles!"
Dann habe ich aber auch den Text gelesen und konnte durchatmen, das Ehepaar, das diesen Garten rund um das alte Bauernhaus der Urgroßeltern gestaltet hat, hat Gartenbau studiert, da kann ich als Gartenanalphabeth natürlich nicht gegen anstinken.
Trotzdem sind auch kleine Fehler beschrieben, wie zB der Gartenteich immer leerlief und man die undichte Stelle nicht fand.

Genial ist die Aufteilung der Gemüsebeete und dazwischen Wasserläufe als Schneckenschutz und zusätzlich soooo schön anzusehen.

Jetzt ist unser Garten leider keine 1500qm groß sonder auf einem 600qm Grundstück steht auch noch dick und fett unser Haus, doch einige Ideen, wenn auch nur Kleinigkeiten habe ich mir abgeschaut.

Wer Gärten mag, wird dieses Buch sicher auch lieben.






Am Ende lasse ich Euch aber auch noch einen Blick in unseren Garten werfen.