Mittwoch, 17. Juni 2026

Tag der offen Tür bei Lebenshilfe Chancen schaffen

 


Der Schriftzug "Werkstatt" verblasst, wie hoffentlich auch das System Werkstatt als Endstation für Menschen mit Behinderung in den Vorstellungen verblasst.
Die Lebenshilfe Chancen Schaffen in Bad Kreuznach ist das was sie laut Beschreibung auch ist, eine Unterstützungsmaßnahme um Menschen mit Behinderung an den ersten Arbeitsmarkt zu bekommen.



Natürlich ist nicht jeder dafür geschaffen, oder andere bevorzugen die Arbeit in den werkstatt. Das ist auch okay, nur wer das nicht will, der soll hier nicht abgeschoben werden, aus den Augen aus dem Sinn, schön in einer Parallelwelt. 


Wer bisher Inklusion und Werkstatt nicht im Zusammenhang sah, hier wird es möglich gemacht.



Notiz für mich: Kurz vor Advent in den Chancenladen gehen und die kaufen.


Jolina wollte ursprünglich nicht aufstehen, doch wir haben sie mit Losen und Glücksrad gelockt. Sie liebt das.





Wow, gut gelost Jolina.
In den Ferien gehen wir zum Bowling.


Alles im Eimer? Von wegen


Und hier ist das Rad der Begierde.


Sie hat es selbst ausgesucht, relativ beratungsresistent.


Hier werden auch Pokale erstritten.


Und eine Turnhalle gibt es auch.


Auf einer Fensterbank liegen bemalte Steine und zaubern mir ein Lächeln ins Gesicht, schade, dass sich das nach der Pandemie so wenig gehalten hat. Ich fand das schön wie Steine ausgelegt und getauscht wurden.



Jolina faszinieren jedes Mal die Umkleidekabinen.


Ich mochte diese Wand am liebsten. Es sind glaube ich Protestbanner von Europäischen Protesttag der Menschen mit Behinderung, der hier in der Stadt mehrere Tage lang ging.


Es sollte uns zum Nachdenken bringen welche Forderungen die Menschen hier haben.
Für jeden ist selbstverständlich, dass man für Arbeit bezahlt wird, in Werkstätten eher nicht und wenn man sich hier umschaut, die basteln nicht nur, hier wird gearbeitet. Punkt.


Ob es die besten Crêpes waren können wir gar nicht sagen, aber...


... es waren die besten Waffeln.
Dazu bekamen wir noch ein nettes Gespräch mit einem jungen Mann, der Jolina von Instagram kennt und er war nicht der einzige.
Da wird man sich der Verantwortung noch mehr bewusst, das sind Menschen aus der Nachbarschafft die es lesen und man spricht ja irgendwie auch für sie, hoffentlich immer richtig.


Beim Abstecher in der Holzwerkstatt habe ich nur dieses eine Bild gemacht, als Schreinertochter sehe ich da mit anderen Augen und wir wurden schön geführt.
So restaurieren hier die Mitarbeiter die Holzbänke der Stadt, oder sie bauen kleine Salinen, die künftig für Abkühlung vor dem Bahnhof sorgen sollen.


Jolina hat zu Hause schon vom Schwenker erzählt.
Klar hier wird auf zwei Grills geschwenkt.
Wer so nah am Saarland wie ich aufgewachsen ist, nennt das auch "Schwenkbrohre" und nicht Grillsteak.


Da der Opa Geburtstag hatte shoppen wir jetzt noch etwas.
Hier findet man sicher etwas für Menschen die alles haben und nichts brauchen.


Wir haben auch was gewollt was wir nicht brauchten, nicht das weihnachtshaus, das kommt noch.


Hier ist man gerade auf Aperol eingefahren.


Ich habe ja ein Kreuznachglas aus dem Chancenladen.
Wer die romantische Vorstellung hatte ein Mensch mit Behinderung sitzt da mit dem Glas und ritzt das ein, nö, hier wird an Maschinen gearbeitet, wie gesagt, hier bastelt man nicht.


Ich hätte auch noch Plotterfolien, mach aber irgendwie gerade gar nix.
Dazu brauche ich kreative Schübe, mit Unlust wird das nix.


Vielleicht kommen wir in ein paar Jahren her und Jolina ist Teil der Mitarbeiter, würde mich freuen.

Unsere bisherigen Beiträge über die Lebenshilfe findest du hier unter Lebenshilfe

Ein Video hätte ich da auch noch



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