Sonntag, 20. November 2016

Sonntagsvideo: Sie unterrichtet Kinder und hat das Down Syndrom


Was eine wundervolle Kombination, diese junge Lehrer-Assistentin (ich weiß nicht genau wie ich es geschickt übersetzen könnte) arbeitet bei "Kindermusik" und unterstützt die Lehrerin mit ihrer unbefangenen, natürlichen Art.

Ein großartiges Beispiel wie die Stärken von Menschen mit Down Syndrom eingesetzt werden können.




Samstag, 19. November 2016

Tolle Nähideen für Kinder

Pssst, nicht verraten. Dieses Buch bekommt Louisa zu Weihnachten.
Zum Glück schaut sie nie in meinen Blog (glaube ich jedenfalls) und bei facebook ist sie auch noch nicht, nur bei Insta darf ich es nicht zeigen, da "verfolgt" sie mich.



In dem Buch sind 15 Nähprojekte ausführlich beschrieben.
Das Buch ist zwar für Kinder ab 8 empfohlen, aber ich lehne mich jetzt mal ganz weit aus dem Fenster und behaupte es würde auch vielen Nähanfängerinnen im Erwachsenenalter gut tun. Auch ich hätte vor über 6 Jahren manches aus diesem Buch lernen können.

Auch wenn das Buch eigentlich laut Titel für Kinder ist habe ich viele Nähprojekte auch schon in Büchern für Erwachsene gesehen und manche habe sogar ich auch schon so ähnlich genäht und ich habe die 8 schon mehrfach vervielfacht.

Besonders gefällt mir die Einführung und so kann dieses Buch ein tolles Mutter-Tochter-Ding fördern (hoffe ich mal bei uns) Stoffe zum vernähen kann sich ja mein Töchterlein zur Genüge bei mir aussuchen.

Ich bin mal gespannt was sie als erstes daraus nähen möchte, ich habe aber auch schon ein Projekt im Auge und hoffe sie leiht mir das Buch mal aus.

Der Verlag sagt:

Ruth Laing

Tolle Nähideen für Kinder

mit und ohne Nähmaschine
Erscheinungstermin: 29. August 2016

Nähen ist angesagt, macht Spaß und führt schnell zum Erfolg, denn mit der Nähmaschine lassen sich ruckzuck die tollsten Projekte verwirklichen. Ob kleine Geschenke für die beste Freundin, tolle Accessoires für das eigene Outfit oder ein Hingucker im Zimmer: An über 15 Modellen können kleine Nähanfängerinnen ab 8 Jahren ihre Künste entdecken und erproben. Alle Projekte sind kinderleicht nachzuarbeiten, denn jeder Schritt wird genau erklärt und in Zeichnungen gezeigt. Nähbasics, Infos zur Nähmaschine, Werkzeug- und Materialkunde fehlen ebensowenig wie Vorlagen.


So, jetzt muss ich mich aber auf euch verlassen können, dass ihr Louisa bis Weihnachten nichts verratet.



Donnerstag, 17. November 2016

Weihnachtlicher MugRug

Manchmal muss man sich selbst auch mal eine Kleinigkeit gönnen, so als Seelentröster und Stimmungsaufheller.

Ich habe ja schon verraten, dass ich beim bügeln oft im Hintergrund die Stickmaschine rattern habe.
Dieses Mal war mir schon ganz weihnachtlich.



Entstanden ist dieser MugRug (=Tassenteppich)
Der blaue Stoff ist der von Jolinas Einschulungskleid, ach ich werde den ewig lieben.

Stickdatei: X-Mas MugRugs* von ginihouse3
Stoffe: Restekiste
Foto: ©JoLou
verlinkt zu: RUMS 

Mittwoch, 16. November 2016

Ich bin eine gute/schlechte Mutter

Ja was denn jetzt?


Ich finde ich mache es genau richtig, es mag aber auch andere geben, die meine Art der Erziehung für grundverkehrt halten.
Wobei ich mir jetzt mal selbst auf die Schulter klopfe ist, dass ich niemals behaupte, dass es ein richtig oder falsch gibt.
Obwohl, falsch ist alles womit man sich selbst gar nicht wohl fühlt und man es nur tut, weil andere behaupten, dass dies die einzig richtige Art und Weise sei.

Ich hab ja schon ein paar Jährchen auf dem Buckel und auch wenn ich selbst lange keine Kinder hatte, habe ich viele "Regeln" mit bekommen die es für bestimmte Zeitzonen der Kindererziehung gab. Immer war nur "das" eine richtig und alles andere falsch.

Dienstag, 15. November 2016

Happy Birthday farbenmix

Ich muss mal genau überlegen wie lange ich jetzt nähe.
Was ein Glück dass es Blogger gibt, da kann ich nämlich nachlesen. Genau seit August 2010.
Die Kissenhüllen die ich damals genäht habe liegen wirklich immer noch hier auf dem Sofa, also natürlich nicht nur die Hüllen ;-)
Aber ich muss gestehen beim letzten IKEA-Haul, wie man das jetzt neudeutsch nennt habe ich neuen Stoff gekauft für die Kissen, wahrscheinlich werden die Nähte weniger krumm und ich werde Reißverschlüsse einnähen, aber so stolz wie damals werde ich wohl nicht auf meine Werke sein und ich werde sie auch noch innen drin lassen, als Erinnerung meiner ersten Nähwerke.


Montag, 14. November 2016

Kaiser-Karl-Truhe und Lebkuchen-Express mit Spieluhr vom Spezialitäten-Haus

*Werbung*

Ich bin ja schon seit ein paar Jahren Fan vom "Spezi-Haus", denn die Qualität stimmt einfach zu 100%. Es gibt doch nichts blöderes, als wenn man eine Packung Lebkuchen kauft und die sind so trocken, dass man überlegt was man sonst noch damit machen könnte. In diese Verlegenheit bin ich mit Produkten vom Spezialitäten-Haus noch nie gekommen.


Dieses Jahr habe ich mir mal den Lebkuchen-Express und die Kaiser-Karl-Truhe für Euch angesehen. Nun ja, ganz ehrlich? Beim ansehen ist es natürlich nicht geblieben. Der Inhalt musste sich einem kritischen Geschmackstest von mir Schokoholik unterziehen und hat, leider nicht überlebt, aber mit voller Punktzahl bestanden.



Besonders ist, dass man nicht nur selbst futtern kann, sondern auch lieben Menschen eine Freude machen kann. Dabei setzt das Spezialitäten-Haus auf individuelle Verpackung, die als ideales Geschenk für Freunde und Familien dienen und an jeden Ort, auf der ganzen Welt, geliefert werden. So kann man auch lieben Menschen ganz weit weg ein weihnachtliches Gefühl a la Deutschland übermitteln.


Auch wenn Ihr selbst mit dem Versand gar nichts zu tun habt könnt ihr jetzt einen personalisierten Gruß beilegen lassen, sogar mit Bild. Ihr wählt einfach euer Lieblingsbild und euren Grußtext und ab ans Spezialitäten-Haus. Die Grußkarte gibt eurem Geschenk noch die persönliche Note und ist ganz einfach, erklärt wird dies auf der Seite vom Spzialitäten-Haus. 


Das Spezialitäten-Haus wurde im Jahr 1984 von Günter Schulteis in Aachen gegründet.
Anfangs wurden nur drei Produkte direkt aus der guten Backstube des Meisters versandt. Durch die hohe Nachfrage wurde das Sortiment über 30 Jahre stetig ausgebaut. Heute besteht es aus über 300 verschiedenen Delikatessen – darunter feinste Aachener Printen und Nürnberger Lebkuchen, Dominosteine, Zimtsterne, Spekulatius, Gebäckspezialitäten, Marzipan, Stollen, Baumkuchen,
Torten, Kuchen, belgische Pralinés, Honigspezialitäten, Salzgebäcke, Liköre sowie herzhafte Delikatessen. Auch Saisonprodukte zu Weihnachten und Ostern werden angeboten.

In der Truhe waren: 200 g Nuss-Honig-Printen, 200 g Mandel-Printen, 200 g Honig-Printen, 125 g Dessert-Dominos
In der Spieluhr-Dose war eine Tüte mit einer Lebkuchenmischung wovon gerade beim Blog schreiben 2 Lebkuchenherzen mit Füllung in meinen Mund gewandert sind. mmhhhhhhh

Diese gezeigten Produkte gibt es exklusiv nur beim Spezialitäten-Haus und schmecken im Vergleich zu anderen Lebkuchen wirklich viel frischer und leckerer.


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Als besonderes Schmankerl für Euch habe ich noch einen Code. Mit dem Gutscheincode 819 könnt ihr versandkostenfrei ein Schnupperpaket bestellen.


Blog Marketing Influencer-Marketing ad by t5 content

Sonntag, 13. November 2016

Video zur Aktion "Wie schade wenn es mich nicht gäbe"

Möchtet ihr nochmal alle Botschafter der Aktion auf einen Blick sehen?

Kleiner Wehmutstropfen ist, dass YouTube sich zwar angeblich mit der Gema geeinigt hat, aber Videos von Lou oder auch mir immer noch gesperrt sind und ich auf keinen Fall riskieren wollte, dass dieses Video in Deutschland gesperrt wird. Letztendlich habe ich mich für Queen entschieden, doch hier monetarisiert YT das Video, d.h. es blendet Werbung ein, blöd, aber jetzt nicht mehr zu ändern.

Viel Spaß



Samstag, 12. November 2016

12 von 12 im November 2016

Kaum zu glauben, es ist schon November und bald ist dieses Jahr auch vorbei, war doch gerade erst Januar.
Als Kind konnte ich nie verstehen, dass meiner Oma die Zeit viel zu schnell verging, wo die sich doch wie Kaugummi zog. Ich glaube Zeit wird immer schneller mit den Jahren.

Jetzt ist dieser Samstag auch schon fast wieder rum und nichts habe ich wirklich erledigt.
Aber 12 Bilder habe ich geschafft und auch andere zeigen heute 12 Momente des Tages bei Caro.

Wie praktisch, Samstags ist der Papa da und hat dann manchmal auch beim Zeitung lesen ein Kind auf der Pelle sitzen.

Ich glaube ich scheuche den Mann mal raus Blätter einfangen

Ein bisschen geshoppt

Gestern war St. Martin, zur Sicherheit, falls etwas dazwischen kommt hatte ich noch einen Weckmann besorgt, den gab es dann zum Frühstück

Seit Wochen fragen wir uns was da so orange im Feld hinter dem Haus leuchtet. "Sieht aus wie ein Kürbis, kann aber nicht sein, das wüssten wir doch" Heute beim Fotos knipsen für ein neues Probenähteil mit Jolina waren wir mal schauen, es leuchtet nicht nur so, es ist ein Kürbis.

Es sind ganz viele Kürbise, "Das kann ja nicht sein, das wüssten wir" Also, wir hatten mal wieder ein Kürbisfeld hinterm Haus und wussten es nicht, hahaha, unser Halloweenkürbis ist aus dem ALDI loool

Ingwer, Karotten, Lauch, Brokkoli, Mittagessen to be

Asiapfanne mit viel Kokosmilch, nur den Wok nehme ich kaum noch, in der Pfanne gehts auch und die ist nicht so unterirdisch schwer

Da denkt man Kind hat nur schwarze Kleider und wenn man dann was braucht für einen Auftritt bei Schwarzlich sind überall Bilder und Stickereien drauf, örgs. Aber T-Shirt über Shirt funktioniert und Mamas Socken, passt, los geht´s zum Sportfest

Jolina zu einen Spieldate gefahren (da muss ich mich noch dran gewöhnen) und schnell getankt.
Gas tanken ist ja immer mit rum schrauben am Auto verbunden. Adapter aufschrauben, Tankstutzen aufschrauben, Knöpfchen schön gedrückt halten an der Säule

Als ich zurück komme sind zwei Bücher in der post, eins gekauft und eins gewonnen bei Schnuppismama

Bevor ich wieder los muss, schnell noch was gegönnt


Jetzt noch ein Rückblick in die letzten Jahre

12von12 Nov. 2015 - da ist tasächlich nix (da war ich richtig krank - 6 Wochen Lungenentzündung)
12von12 Nov. 2014 - ist mein Nähtisch mit dem Laptop schon sooo alt, ups
12von12 Nov. 2013 - total im weihnachtsvorbereitungsflow
12von12 Nov. 2012 - ich trinke glaube ich zuviel Kaffee

Rezension: Mein Sommer unter Hühnern

Inzwischen habe ich gemerkt, dass Hörbücher praktisch sind für Menschen die am liebsten viele Dinge gleichzeitig tun, so höre ich inzwischen auch mal nicht nur Radio beim nähen, sondern auch Hörbücher.
Aus Versehen dachte ich "Mein Sommer unter Hühnern" von Julie Mata hört sich witzig an. Auch das Cover sprang mich direkt an mit seiner bunten Aufmachung, genau mein Geschmack,...dachte ich.

Bildrechte: Der Hörverlag

Julie Mata

Mein Sommer unter Hühnern

Band 1
Erscheinungstermin: 27. April 2015
Gekürzte Lesung
Gelesen von Julia Casper
(4 CDs, Laufzeit: ca. 4 h 39 min)




Wenn ich mir jetzt die anderen Rezensionen durchlese, das mache ich nämlich, bin ich leicht irritiert, liegt mein Geschmack so daneben, oder war es nur die falsche Erwartungshaltung?
Ich bin ja bei Hörbüchern immer speziell, manchmal wünsche ich mir einen anderen Sprecher und dann wieder das Buch lieber zu lesen, doch dieses Mal liegt es nicht am Sprecher, ich fühle mich unendlich gelangweilt.
Ja, die Geschichte ist ganz nett, so als würde ich im Tagebuch einer 12 jährigen lesen, nein, als würde mir eine 12 jährige aus ihrem Tagebuch vorlesen. Will ich das? Nein, eigentlich nicht und schon gar nicht quälend lange 4 CDs über 4 Stunden und 39 Minuten, man bekommt wirklich was für sein Geld, also an Masse.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass 12-14 jährige Mädchen anders darüber denken. Ich liebe es ab und zu Jugendbücher zu lesen, man muss nur mit einer anderen Denkweise an die Beurteilung ran gehen, aber dieses Mal fehlt leider der Funke.

Die Geschichte ist im Prinzip gut, manchmal in Ansätzen komisch und auch lehrreich. "Mobbing ist schlecht!"
Aber das ganze ist Stoff für ein Kapitel oder eine Kurzgeschichte. Ich habe mich mehrere Tage immer wieder durch gequält um am Ende dann diese Beurteilung schreiben zu können und fühle mich so eigenartig dabei, weil egal wo ich nachlese jeder das Buch soooo sehr lobt.
Ich frage mich dann, ob sich keiner traut ehrlich zu sein, wenn man ein Buch kostenlos bekommt muss man es auch über den grünen Klee loben?
Nö, muss man nicht, nicht wenn man ein ehrlicher Blog ist, man kann es ja versuchen nett zu verpacken, aber hier kann ich nur 3 von 5 Sternen geben und einer davon ist für die nette Art der Sprecherin ihre Stimme immer hochzuschrauben, wenn sie die Teenager nachmacht.
Ich werde es auch meiner 10 jährigen Tochter in die Hand drücken, mal hören was die dazu sagt, allerdings fürchte ich, sie ist der gleichen Meinung wie ich.
Allerdings hört nicht nur auf meine Meinung, lest euch zB. bei Amazon auch das durch was andere schreiben, denn über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten.

Das sagt übrigens der Verlag:
Die 12-jährige Kate Walden versucht, das Beste aus dem Umzug ihrer Familie aufs Land zu machen: Sie dreht mit den Biohühnern ihrer Mutter einen Gruselfilm: "Die Nacht der Zombiehühner". Doch dann drängt sich die Klassenzicke Lydia zwischen sie und ihre beste Freundin Alyssa, und das trifft Kate doppelt schwer, denn sie verliert damit nicht nur ihre Freundin, sondern auch den Star ihres Films. Ehe sie sich versieht, sitzt sie in der Schulmensa am Loser-Tisch und ist gezwungen, eine kleine Racheaktion zu starten …


Freitag, 11. November 2016

Louisa liebt es auf Rollen unterwegs zu sein

Auf dem Frühlingsbasar bei uns im Ort entdeckte Louisa ein Skateboard und wollte es sich unbedingt kaufen von ihrem Geld. Sie hat dann auch eifrig geübt und ist sogar mal damit in die Schule gerollt, um dann allerdings fest zu stellen, dass man mit Ranzen auf dem Rücken einen total anderen Schwerpunkt hat als ohne und als Anfänger ist das doof.


Montag, 7. November 2016

Inklusion ist keine Einbahnstraße

Manche Eltern haben das mit der Inklusion total falsch verstanden.
Bei manchen Berichten müssen wir uns echt an den Kopf fassen.


Ich glaube als Erstes muss ich nochmal erklären was Inklusion eigentlich ist, denn man hört es ständig, doch so genau definieren können es nur die, die sich wirklich genau damit beschäftigen.
Hier hatte ich das mal in Bildern versucht zu erklären, aber nicht so ganz bierernst.


Die Aktion Mensch hat es ganz einfach in einem tollen, kurzen Trickfilm erklärt was Inklusion eigentlich ist, ich legen ihn euch zum Einstieg sehr ans Herz: klick

"Inklusion heißt wörtlich übersetzt Zugehörigkeit, also das Gegenteil von Ausgrenzung. Wenn jeder Mensch – mit oder ohne Behinderung – überall dabei sein kann, in der Schule, am Arbeitsplatz, im Wohnviertel, in der Freizeit, dann ist das gelungene Inklusion.
In einer inklusiven Gesellschaft ist es normal, verschieden zu sein. Jeder ist willkommen. Und davon profitieren wir alle: zum Beispiel durch den Abbau von Hürden, damit die Umwelt für alle zugänglich wird, aber auch durch weniger Barrieren in den Köpfen, mehr Offenheit, Toleranz und ein besseres Miteinander." (Quelle: Aktion Mensch)



Inklusion ist aber keine Einbahnstraße.
Was will ich damit sagen?
Inklusion ist zum einen nicht das Mittel zum Zweck für sich, oder sein Kind alles durch zu drücken und sich nur die Rosinen aus dem Kuchen zu picken. (Also ich persönlich mag ja gar keine Rosinen, ich picke die immer raus und lassen sie am Tellerrand liegen)

Was ich damit sagen möchte ist, dass man durch Inklusion das gleiche Recht hat wie alle und dazu gehört auch, dass es mal nicht nur optimal läuft, so wie bei allen anderen auch.

Und Inklusion als Druckmittel zu benutzen um persönliche Wünsche durch zu setzen, schaden der Allgemeinheit manchmal schon sehr.



Inklusion ist ein Menschenrecht, das in der UN-Behindertenrechtskonvention festgeschrieben ist.
Allein, dass die UN sich um dieses Thema gekümmert hat sollte ja schon zeigen, dass es hier um grundlegende Menschenrechte geht, wie Bildung, Gesundheit, oder Arbeit.
Ich glaube die Jungs und Mädels bei der UN haben in dem Moment nicht an Kindergeburtstage oder Kinderklamottenwerbung gedacht.
Aaaahhh, jetzt wisst ihr vielleicht schon worauf ich hinaus möchte.



Behinderung, allen voran Down Syndrom sind nämlich zu einer sicheren Einnahmequelle geworden. Für wen? Nun für die, nennen wir sie mal, nicht so seriöse Medienlandschaft, vor allem in sozialen Netzwerken.
Geschichten über "arme" Menschen mit Down Syndrom, denen ja so schreckliche ungerechte Geschichten passiert sind, werden aufgebauscht, dramatisiert und somit zum Garant von Klicks und Werbeeinnahmen. (Da möchte man den Artikel lesen, aber vorher klickt noch ein Werbefilmchen auf, an dem man nicht vorüber kommt, oder mitten im Text nette kleine Werbebanner.
(Ich hab ja auch Werbung im Blog, aber ich gebe Euch die Gelegenheit darüber weg zu sehen.)




Vor kurzem ging also die Geschichte von diesem Jungen, der gerne Model sein wollte durch die deutschen Netzwerke.
Ich muss noch erklärend dazu sagen, dass man als Blogschreiber auch ganz schnell in diese Fänge geraten kann, wenn einer dieser Hyänen mal eine Story gewittert hat, kommen viele andere die abschreiben und auch was abhaben wollen, von den Klicks der empörten Netzgemeinde.
mir hätte das locker mit diesem Post passieren können.


In dem ersten Artikel den ich gelesen habe war die Geschichte so verfremdet, dass ich dachte eine Mutter hätte ihr Kind mit Down Syndrom bei einer Modelagentur vorgestellt und die haben ihn nicht aufgenommen, weil sie keine Kinder mit Behinderung vertreten.
Oh wie schlimm!!!
Ääähhh, oder doch nicht?
Gerade diese Agenturen wählen doch ganz gezielt aus.
Man kann sie als großes Warenhaus sehen. Nur anstatt Pullis und Hosen haben sie Menschen im Angebot.
Wenn jetzt dieses Warenhaus denkt, seine Kunden möchten keine Shirts mit kurzen Ärmeln kaufen, dann legt es die nicht in die Regale, sonst bleibt es ja am Ende darauf sitzen.
Sollte jetzt aber eine Hitzewelle kommen und alle wollen T-Shirts, dann hat dieses Warenhaus die eben nicht und sich verkalkuliert.
An die Stelle von T-Shirts kann man jetzt also einsetzen: Menschen mit Übergewicht, oder Sommersprossen, blauen Augen, Schuhgröße 36, Behinderte.
Ich finde, dass auch Menschen mit Behinderung ihren Platz in der Werbung haben sollten, dies ist auch der Fall und zwar so, dass man es gar nicht sofort merkt. Das ist Inklusion, nicht wenn mit rotem Pfeil über dem Kopf des Betroffenen steht "schaut mal, wir sind Gutmenschen, wir nehmen sogar Behinderte für unsere Promotion"
(Passiert auf der Fashionweek.)
Das ist für mich keine Inklusion, sondern die zur Schaustellung einer Besonderheit, sobald es erwähnt wird, ist es vielleicht noch Integration, doch Inklusion ist stillschweigend, gleichberechtigt und unsichtbar in der Menge.


Zurück zu der Kindermodelgeschichte. Ich habe sie in den sozialen Netzwerken plötzlich von den unterschiedlichsten "Verlagen" um die Ohren gehauen bekommen und seltsamerweise, war bisher die von der Zeitung mit den 4 großen Buchstaben am besten recherchiert und wiedergegeben.
Es war keine Agentur, sondern eine einzelne Agentin für ein amerikanisches Modelabel. Die Absage war trotzdem damit begründet, dass die Agentur glaubt, dass sie ihre Umsätze nicht steigern kann durch ein Model mit Down Syndrom, die Firma glaubt, die Kunden wollen das nicht sehen, weiles nicht in der Beschreibung des Anforderungsprofils steht.
Das ist ihr gutes Recht, so wie sie vielleicht nicht glauben, dass rothaarige Models die Kunden zum kaufen inspirieren, oder Kinder mit Übergewicht, oder, oder, oder...



Ich benutze ein Kind mit Down Syndrom als Model, wie ihr auf den Bildern seht, aber das liegt auch daran, dass ich jetzt in dieser Kleidergröße nur dieses zur Verfügung habe.
Als ich mit dem Probenähen anfing war ich total unsicher ob das okay ist mit Jolinas Down Syndrom.
Natürlich ist es das, jedenfalls habe ich noch nichts gegenteiliges gehört, wäre das aber so würde ich es runterschlucken und auch irgendwie verstehen, denn Jolina hat keine Standardmaße um Schnittmusterpassformen zu testen.

Wie kommt man aber auf die Idee, dass jemand ein Kind mit Down Syndrom nicht als Model sehen möchte?
Ist diese Idee wirklich so abwegig?
95% der Kinder mit Down Syndrom die vorgeburtlich "entlarvt" werden, werden abgetrieben. Daraus könnte man dann ganz schnell den Schluss ziehen, dass Menschen mit Down Syndrom generell unerwünscht sind.
Ich kann Euch beruhigen, die Erfahrung habe ich selten gemacht. Ich glaube die Gesellschaft hat im Prinzip nichts gegen Kinder mit Down Syndrom, so lange es nicht die eigenen Kinder sind.




Inklusion ist keine Einbahnstraße heißt für mich, dass man die gleichen Rechte wie alle hat und dazu gehört auch das Recht mal nicht für so toll gehalten zu werden. Das Recht zu lernen mit Enttäuschungen umzugehen, das Recht nicht immer bevorzugt zu werden, das Recht für Leistung belohnt zu werden und nicht aus Mitleid.
Am besten funktioniert Inklusion in Familien.
Bei uns ist Jolina eben Jolina und nicht "das Kind mit Down Syndrom".
Wenn Jolina sich weigert etwas zu probieren was ich gekocht habe, dann bekommt sie keinen Nachtisch, genau wie Louisa.
Eigentlich habe ich mich die ersten paar Mal selbst bestraft, denn das Geschrei war keine Freude. Doch inzwischen hat sie es gelernt und oh Wunder, am Samstag hat sie sogar ein bisschen Sauerkraut gegessen.
Sie wird gleich behandelt, ich erkläre es vielleicht anders als bei Louisa, doch im Prinzip sitzt sie im gleichen Boot wie Louisa.
Würde ich jetzt denken "Ach, das kapiert sie ja sowieso nicht, lassen wir das ganze und sie isst eben nur ihre Kartoffeln" ist das alles, aber sicher keine Inklusion. Nennen wir es doch beim Namen "Extrawurst"


Dank Inklusion hat Jolina das Recht auf eine Regelschule zu gehen. Wir sind unendlich glücklich darüber, dass das hier wirklich gut funktioniert. Was allerdings nicht ins Inklusionsrecht gehört ist, die Garantie, dass Jolina Freunde findet.
Ich bin ehrlich, das war meine größte Angst und sie war so unbegründet.
Zum ersten Mal in ihrem Leben erlebt Jolina wirklich Inklusion. Im Kindergarten lebte sie Integration und doch waren ihre Freunde immer Kinder mit Behinderung. Dies ging nicht von den anderen Kindern aus, jedenfalls nicht nur. Es ist auch nicht schlimm, denn fassen wir uns doch mal an die eigene Nase, wir suchen uns doch auch Freunde die auf unserer Wellenlänge liegen.
Ich hätte nie geglaubt, dass Jolina so schnell Freunde findet in ihrer Klasse und dass es so unkompliziert ist.


Das ist aber nicht garantiert, denn eine Schulklasse besteht aus Menschen, kleinen Menschen, aber einem zusammengewürfelten Haufen Menschen die total unterschiedlich ticken und um so mehr Menschen zusammen kommen um so größer ist die Chance, dass auch ein A-loch dabei ist, oder jemand der andere nieder macht um selbst besser da zu stehen.
Das kann jedem überall passieren und natürlich kann man nicht einfordern gemocht zu werden, das hat die UN sicher nicht im Hinterkopf gehabt.
Vielmehr gibt die Inklusion jedem die Möglichkeit Freunde zu finden, oder eben vielleicht auch Feinde.
"Auch Behinderte haben ein Recht, verarscht zu werden" von Herbert Feuerstein (*1937) schlägt genau in diese Kerbe.



Warum fühlen wir uns dabei so unwohl? Weil es einfach den feinen kleinen Unterschied gibt.
Stellen wir den Menschen nun bloß wegen etwas das er nicht ändern kann, oder ist der behinderte Mensch einfach nur im Fokus einer "Verarsche"
Bei uns zu Hause geht es nun wirklich nicht total ernst zu, das könnt ihr eich ja sicher gut vorstellen und es wird auch über jeden mal gelacht.
Für den der gerade Grund für unsere Heiterkeitsausbrüche ist ist das natürlich nicht angenehm, aber auch über Jolina lachen wir, denn auch sie macht manchmal Dinge die in dem Moment witzig sind. Natürlich ist sie dann ähnlich beleidigt wie Louisa, doch auch das ist total normal, wer wird schon gerne ausgelacht.


Ich finde jemand der das ganz toll macht ist Ninia LaGrande, sie zeigt, dass es okay ist auch über sie und ihre Erlebnisse zu lachen, in dem Moment sind die Situationen lustig, nicht sie selbst. Kein Mensch ist eine Witzfigur, aber manchmal eben witzig. Was Ninia über "Behindert" in der Umgangssprache hält habe ich euch hier schon gezeigt.


Hat mein Kind das Recht auf einen Kindergeburtstag eingeladen zu werden?
Ich würde sagen genau wie jedes andere Kind auch. Jolina wurde im Kindergarten in diesen 4 Jahren nicht von einem Kind eingeladen, ich empfand das als verständlich, denn ob die Kinder mit denen sie ganz eng spielte überhaupt eine Party feierten wusste ich nicht.
Als Jolina jetzt in der Schule zu einem Geburtstag eingeladen wurde hatte ich selbst das größte Mix an Gefühlsregungen, dass ich fast gar nicht fähig war überhaupt eines dieser Gefühle raus zu lassen.
Unglauben, ob ich mich nicht verhört hätte.
Freude, dass es tatsächlich so weit war.
Angst, ob das ohne mich oder Begleitperson auch wirklich gut geht.
Unsicherheit, ob sie nicht nur aus Pflichtgefühl eingeladen war.
Trauer, weil mein Kind 7 werden musste um endlich irgendwo dazu zu gehören.

Ich könnte jeden verstehen, der Jolina nicht einläd aus den unterschiedlichsten Gründen.
Ich selbst habe Louisa mal genötigt ein Mädchen einzuladen, weil ALLE anderen Mädchen der Klasse eingeladen waren und sie nur diese eine nicht wollte.
Hätte ich das doch nie verlangt, ich glaube bereits im ersten Viertel der Party hätte ich dieses Gör am liebsten nach Hause gefahren. Sie wollte die Hauptperson sein, sie fragte nach dem sie einen Preis für ein Spiel bekommen hat ob das jetzt schon alles sei was sie bekommt, alles war ihr zu blöd, versaute den anderen die Stimmung.... warum hatte ich nur Angst sie könne traurig sein nicht eingeladen zu werden?
Kinder haben oft ein gutes Gespür mit wem sie feiern wollen und mit wem nicht und manchmal ist es auch für den der nicht eingeladen wird besser, wenn zB Dinge gemacht werden an denen er nicht teilnehmen kann. Dann ist es aber die Party eines anderen und es ist okay, dass dort Dinge gemacht werden die dem gefallen, Rücksicht nehmen kann man dann wieder an den anderen 364 Tagen.
Diese Geschichte von der traurigen Mutter ging Anfang des Jahres durchs Netz. (Achtung, der Link ist natürlich wieder nur auf Klicks aus)  Nur hat man immer nur ihre Stimme gehört, nie die der anderen, vielleicht war die Party einfach nicht geeignet für den Jungen, oder er nennt zwar zu Hause die Namen seiner Mitschüler, was aber noch lange nicht heißt, dass er auch wirklich mit ihnen etwas zu tun hat. Ich finde es immer wichtig beide Seiten zu hören und es ist immer leicht ein Fass aufzumachen und alles auf die Benachteiligung durch die Behinderung zu schieben.
Ich persönlich habe auch schon Behinderte (nicht Down Syndrom) kennengelernt die solche Kotzbrocken sind, dass ich nichts mit ihnen zu tun haben möchte, da ist einfach menschlich was schief gelaufen, das macht keine Behinderung wieder gut. ;-)

Als Abschluss zu der Geschichte mit dem Model kann ich nur sagen, natürlich gibt es die, denn Jolina hat mit vielen anderen den Schnitt "Lottis Zipfelshirt" präsentiert, ganz ohne Extrawurst und wenn eine andere Schnittmustererstellerin mich zB niemals in ihr Team nehmen würde weil sie denkt es könne ihr schaden, weil ich eben ein Kind mit Down Syndrom als Model benutze muss ich das genau so akzeptieren wie wenn diese mich ausschließt, weil meine Bilder merkwürdig sind, oder das genähte nicht ihren Geschmack trifft.
Inklusion mit dem Holzhammer kann nicht funktionieren, was es braucht ist Zeit (die uns weg läuft, siehe 95%) und was wir verstehen müssen, dass Inklusion kein Zaubermittel für persönliche Höhenflüge und Selbstdarstellung ist.
Erst wenn die Behinderten unbemerkt in der Masse untergehen, dann ist Inklusion geschafft.


Schnittmuster: Lottis Zipfelshirt von MiToSa-kreativ*
Stoffe: Alles für Selbermacher* by Andrea Lauren
genähte Größe: 116
Model: Jolina
Fotos: ©JoLou

Sonntag, 6. November 2016

Sonntagsvideo: Carina Kühne bei Krauthausen

Eigentlich die ideale Kombination.

Ich schätze beide ganz besonders, jeden für die unvergleichliche Art für die Rechte von Behinderten einzutreten und ganz selbstverständlich in der Öffentlichkeit zu leben.

Wir bräuchten noch ganz viele Menschen die genau so gestrickt sind.... arbeiten wir daran ;-)

Und jetzt viel Spaß beim zusehen.

Samstag, 5. November 2016

Buchvorstellung: "Sag es besser - Das Grundschulwörterbuch Synonyme"

DUDEN ist für mich einfach ein Name für Qualität und wenn auch heute in echten Büchern nachschlagen aus der Mode gekommen ist finde ich gerade für Kinder das Hilfsmittel Lexikon und Duden sehr sinnvoll.

Beim blättern durch die Seiten nimmt man auch unbewusst immer weitere Dinge mit, die man gar nicht sucht, man kann auf Lesezeichen setzen und unterstreichen, ja ich bin und bleibe ein Bücherfreund.


Louisa ist diesem Buch jetzt in der 5. Klasse bereits entwachsen, wobei es sicher Schüler gibt, für die es auch jenseits der Grundschule bitter nötig wäre.
Jolina fängt ja gerade erst an mit der Schule und gefühlt ist das schreiben von Texten noch unerreichbar weit weg, aber auch das kommt.
Dann ist dieses Buch genau richtig, denn zusätzlich ist es noch liebevoll illustriert.
Manchmal fällt das treffende Wort nicht ein und ich glaube gerade Jolina wird das mal sehr hilfreich sein um ihren Wortschatz zu erweitern.

Ich denke dies ist auch ein nettes Geschenk zu Weihnachten zu den üblichen Dingen dazu die "nur" Spaß machen.
Ich habe damals auch zu Weihnachten meine drei Duden bekommen und die standen bis zum Abi immer griffbereit im Regal (leider stimmen sie nach der Rechtschreibreform nicht mehr und ich kann sie nicht guten Gewissens an meine Kinder weiter geben)


Gleitet der Ballon? Fliegt er oder schwebt er? Manchmal ist es gar nicht so leicht, das richtige Wort zu finden – das merken auch Grundschulkinder, wenn sie einen Text schreiben. Denn in spannenden und abwechslungsreichen Geschichten kommt es oft auf den richtigen Ausdruck an. „Sag es besser – Das Grundschulwörterbuch Synonyme“ hilft weiter, wenn die Suche nach dem einen passenden Wort ins Stocken gerät. Das Buch wurde von den erfahrenen Grundschulpädagoginnen Ulrike Holzwarth-Raether und Elisabeth Raether entwickelt und liebevoll und witzig von Kerstin Meyer illustriert. Die 4., aktualisierte und ergänzte Auflage ist im Dudenverlag erschienen.

Alphabetisch geordnet finden sich darin mehr als 500 Begriffe aus dem schulischen Grundwortschatz, die dabei helfen, den eigenen Wortschatz zu erweitern. Dabei sind alle Wortarten vertreten: Nomen, Verben, Adjektive, Adverbien, Präpositionen, Konjunktionen werden übersichtlich aufgelistet und die Synonyme mit Beispielsätzen anschaulich gemacht. Außerdem erklärt das „Grundschulwörterbuch Synonyme“ die Herkunft und Bedeutung von Redewendungen – dies ist für Eltern und Kinder gleichermaßen spannend. Oder hätten Sie eine Antwort darauf, warum man „das Handtuch wirft“ oder „in Schlepptau genommen“ wird? Wer schon viele tolle Worte für seinen Aufsatz parat hat, aber noch am Aufbau der Geschichte feilt, wird im Strategiekapitel fündig: Hier wird Schritt für Schritt erklärt, wie man von der Idee bis zur fertigen Geschichte vorgehen kann. Bühne frei für alle kleinen Textkünstler!



Freitag, 4. November 2016

Adventskalender basteln

In einem Monat werden wir schon das 4. Türchen geöffnet haben. (Hahaha, Futur II, und ich dachte das werde ich nie benutzen)

Jedenfalls ist es Zeit langsam mal in die Pötte zu kommen, wenn man den selbst gebastelten Kalender für die Lieben nicht erst panisch in drei Wochen fertig stellen will.

Ich habe in den letzten Tagen 2 Kalender gefüllt, mit was wird natürlich nicht verraten, denn sonst wäre ja der Spaß weg.


Kalender Nr. 1 besteht aus Pappbechern*.

Mittwoch, 2. November 2016

Einschulung hoch 3

Meine Einschulung ist schon etwas länger her, aber meine Schultüte habe ich immer noch.
13 Jahre lang stand sie auf dem obersten Bord meines Regals.
Ausgesucht habe ich sie mir nicht, das war damals noch nicht so, und den Ranzen den ich mir gewünscht habe bekam ich dann leider auch nicht, weil die Großtante aus Mannheim einen mitbrachte. Rotes Leder anstatt der aus Plastik mit den Marienkäfern.
Ja ich bin in dem Jahr vor Scout eingeschult worden. In der zweiten Klasse hatte ich dann schon ein Mäppchen vom Sternjakob, das ist die Firma die Scout herstellt und sitzt in Frankenthal, praktisch, dass meine andere Großtante dort wohnte.


Pssst, ich hab mein Einschulungsoutfit gehasst, da waren Knöpfe dran, KNÖPFE!!! Und ein Kragen, noch heute mag ich beides nicht. So trug ich in meiner Bankerzeit nie Blusen, höchstens T-Shirts, wenns mal der Hosenanzug war, doch meist Etuikleider mit Blazer, wegen der Knöpfe und dem Kragen.
Die Röcke früher waren schon wirklich verboten kurz und die trugen alle.
Ich hätte sooo gerne was in rosa gehabt, doch meine Mutter fand das unmodern (war es auch, doch meine Freundinnen trugen zur Einschulung rosa Pullunder mit Lurex, den hatte ich auch - in orange, aaahhhhh!!!!)


Louisa hat ihre Schultüte ganz alleine gebastelt, nur an die Heißklebepistole durfte sie im Kindergarten nicht ran.
Sie durfte im Gegensatz zu mir ihre rosa Vorliebe ausleben. Dafür ist die jetzt aber auch vorbei (bei mir ist sie immer noch anhaltend, liegt wohl an den Entzugserscheinungen von den 70ern, selbst meine Barbies, bzw Petra-Puppen hatten keine rosa Kleider)


Und jetzt folgt Jolinas Einschulungsfoto vom Schulfotograf, ist das nicht wunderschön geworden?
Wie eine kleine Prinzessin sitzt sie da und ja, am rosa Outfit bin eindeutig ich schuld, es steht ihr aber doch so gut und in kurzer Zeit wird es dann düster in ihrem Kleiderschrank, wenn sie Louisas Kleidung erbt, die zu 70% schwarz ist.