Samstag, 15. Juli 2017

Rezension: Pubertät war erst der Vorwaschgang

Wir stecken ja gerade am Anfang des Vorwaschganges und ich war schon sehr neugierig auf das Buch

Claus Koch

Pubertät war erst der Vorwaschgang*

Wie junge Menschen erwachsen werden und ihren Platz im Leben finden
Erscheinungstermin: 26. September 2016


Das Buch kommt als Hardcover mit 255 Seiten daher und macht schon durch seine Strukturierung bei mir einen perfekten ersten Eindruck.


2 Teile unterteilt in 7 Kapitel und einzelne Zwischenüberschriften gliedern das Buch ganz klar. (Auf den ersten Blick)

Der Autor des Buches stellt bereits am Anfang die Behauptung auf, dass es noch eine Phase nach der Pubertät gibt und dies, die eigentliche Zeit des Erwachsenwerdens ist und, dass sich die jungen Menschen immer länger Zeit lassen mit dem Erwachsen werden und sein.
Zusätzlich haben wir inzwischen eine Gesellschaft in der auch die ältere Generation sich immer noch auf jung trimmt und die Grenzen zwischen jung und alt verschwimmen.

Kann ich alles so unterschreiben, bin ich ja selbst manchmal noch etwas infantil.

Eigentlich lese ich, dass dies das erste deutschsprachige Buch sei, das sich mit der Zeit nach der Pubertät beschäftigt, und es liest sich auch ganz toll, ABER das eigentliche Thema kommt zu kurz, wird angerissen, Gedanken immer wieder wiederholt, dass ich dachte ich lese aus Versehen die gleiche Seite zwei Mal.

Es wird auf Frühkindliche Bindung eingegangen, gefühlt ständig im ganzen Buch, doch das ist wahrscheinlich subjektiv, weil ich in anderen Blogs "Bedürfnisorientiert" nicht mehr lesen kann.

Wenn ich Claus Kochs Buch so lese, weiß ich was meine Eltern alles falsch gemacht haben, warum ich so bin wie ich bin und muss mich doch wundern, dass ich mich sogar genau so mag wie ich bin und gar nicht für "verkorkst" halte.
Wie langweilig, ich war ja auch schon mit 19 wirklich erwachsen und nicht wie die heutige Generation mit ca. 30. Ist das wirklich so?

Das Buch ist gespickt mit Klischees und Verallgemeinerungen und ganz oft driftet der Autor einfach ab. Ich finde das Buch "Peter Pan" ja auch spannend, nur hätte ich in einem Buch über das Erwachsen werden nicht unbedingt ein Kapitel erwartet, dass sich nur mit dem Buch Peter Pan auseinander setzt und es erklärt wie es wirklich gemeint ist.
Wer Peter Pan nicht mag, im nächsten Kapitel wird dann der kleine Prinz etwas weniger genau analysiert.

Was ich für mich mit nehme: "Pubertät ist ja gar nicht so schlimm. Das macht man uns nur glauben, weil das Zeitschriften uns einreden. Nach der Pubertät kommt das Erwachsen werden, das ist wohl Verantwortung übernehmen, allerdings weiß man es auch nicht so genau. Besonders spannend finde ich dann auch eine 15 jährige zu dem Thema zu befragen."

Was soll ich jetzt sagen?
Das Buch hat gute Ansätze, aber man verpasst nichts, wenn man es nicht liest.

Zu mehr als 2,5 von 5 Sternen reicht es beim besten Willen nicht.

Wer es gerne trotzdem bestellen möchte: klick*

Das sagt der Verlag:
"Der Psychologe und Bindungsexperte Claus Koch hat das erste deutschsprachige Buch geschrieben, das sich mit der Zeit nach der Pubertät auseinandersetzt, mit der Zeit des Erwachsenwerdens. Darin zeigt er auf, dass in dieser Lebensphase für die jungen Leute noch einmal ganz andere Entwicklungsaufgaben anstehen als in der Pubertät. 

Das Leben wird härter, Schutzräume wie Familie oder Schule werden verlassen, erste Fehlentscheidungen hinterlassen Spuren. Also einfach Kind bleiben? Ein verlockendes Angebot, doch Peter Pan, der Junge, der es ein Leben lang so wollte, taugt nicht als Vorbild. Aber wie Erwachsenwerden? Alles, was man dazu braucht, findet sich in diesem Buch. Und auch, wie Eltern beim Erwachsenwerden ihrer Kinder, entgegen der Auffassung, jetzt sei alles gelaufen, am besten helfen können."


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