Samstag, 28. Januar 2017

Buchtipp: "Isch des bio?" von Bärbel Stolz

Ist Euch schon aufgefallen, dass meine Buchrezensionen am Samstag nie den gleichen Überschriftenanfang haben?
Häh?
Nun, ich nenne es nicht immer Buchtipp, denn, manchmal schreibe ich zwar über das Buch, aber ein Tipp ist es dann doch wieder nicht.
Jetzt verrate ich mein Geheimnis wie damals Biolek, der immer wenn ihm in einer Kochsendung etwas nicht schmeckte sagte "interessant". Das konnte er nach der Offenbarung vergessen, zum Glück bin ich nicht Biolek, und wenn mir ein Buch nicht so schmeckt sag ich das ja sowieso.

Also das heutige Buch schmeckt mir, hach, ich liebe es.


Bärbel Stolz

Isch des bio?

Die Prenzlschwäbin erzählt aus ihrem Kiez
Erscheinungstermin: 18. Juli 2016

















Nachdem ich die letzten Tage mit "Rücken" auf dem Sofa lag, versüßte mir dieses Buch meine Bewegungslosigkeit.
Ich weiß noch, nachdem ich die Prenzlschwäbin vor längerer Zeit auf facebook entdeckte war ich sofort süchtig.
Ich war mir unsicher ob das Buch mit den Videos mit halten kann, doch es kann es. es ist anders, doch es ist genial.

Wenn Bärbel Stolz von ihrer schwäbischen Erziehung erzählt aus der sie einfach nicht raus kommt, dann frage ich mich, ob mein Pfälzer Bergland, die zweite schwäbische Alb ist, allerdings mit anderem Dialekt und weniger Teigwaren und dafür Kartoffeln.
Wie ist die Mehrzahl von Heimat? Bärbel Stolz hat zwei davon, auch hier finde ich mich wieder, wenn ich auch nicht in der Großstadt gelandet bin und immer noch im selben Bundesland lebe habe ich zwei Heimaten, so wie die Autorin, die zwar 11 Jahre jünger ist als ich, aber was sind schon so ein paar Jahre, wenn es um den Blick auf das merkwürdige Verhalten mancher Menschen geht.

Im Buch wird ganz vielen Strömungen in der hippen Berliner Elternschaft der Spiegel vorgehalten.
Yeah, Bärbel schüttelt den Kopf über die gleichen Dinge wie ich und ist doch darin gefangen.

"....also backe ich einen veganen Reismehl-Backpflaumen-Haferflocken-Gateu mit Sojamilch.......Nina legt mir ein neues Stück Kuchen auf den Teller....Jetzt muss ich mir noch eins reinwürgen.......Nina nimmt sich nach.Offenbar schmeckt ihr das Zeug wirklich." (gekürzter Ausschnitt aus dem Buch)

Natürlich probiere ich auch das was ich in manchen Blogs so lese, kaum erstaunlich, dass so viele aus Berlin kommen, nur es schmeckt mir dann doch nicht nur weil es hipp ist.

Vielleicht ist es die Gelassenheit des Alters, dass ich über solchen Strömungen stehe und weil ich hier auf dem Land auch nicht unbedingt hipp sein muss, da hat man es auf dem Prenzlauer Berg schon etwas schwerer.

Das Buch ist in viele kurze Kapitel unterteilt, so kann man es immer wieder weglegen, wobei, ich eher dann den Effekt hatte, ach, ist ja kurz, ich lese noch ein Kapitel und noch eins und....
Ich sag ja, macht süchtig.

Vor jedem neuen Kapitel ist ein schwarzweiß Bild, an denen stört mich nur eins, dass es eine einzige Fotostrecke ist bei der sich die Autorin nicht mal umgezogen hat (ach ein bisschen was zu meckern musste ich einfach finden)

Ich gebe dem Buch 6 von 5 möglichen Sternen, ja, ich mag es wirklich, es könnte von mir sein, na ja, fast.

Das sagt der Verlag:
 "Willkommen in Schwabylon! Spießig, sparsam, kleinkariert – typisch schwäbisch, typisch deutsch? Egal, wo man hinhört, den Schwaben eilt kein guter Ruf voraus. Bärbel Stolz setzt dem Schwabenhass mit ihrer Kultfigur der "Prenzlschwäbin" die Krone auf und hält allen den Spiegel vor: den empörten Berlinern, den besserwisserischen Schwaben und allen, die sich frei von spießigen Klischees fühlen. Wer diese Geschichten liest und sich beim Lachen und Nachdenken ertappt, wird Bärbel Stolz lieben."


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