Samstag, 11. Juni 2016

Rezension: Biotologe Yann (Abenteuer in Florida)

Als ich gefragt wurde ob ich mir vorstellen könnte eine Rezension über den "Biotologen" Yann zu verfassen, war ich sofort begeistert.

Natur ist eigentlich mein Thema, und wäre ich meinem Herzen und nicht meinem Verstand gefolgt hätte ich Biologie studiert und wäre kein Banker geworden.

Ich hatte zwei Bücher in die engere Wahl genommen, denn es gibt insgesamt 12 Bücher mit 12 Abenteuern rund um den Globus.

Gelesen habe ich dann die Abenteuer in Florida, denn ich liebe die Everglades und war auch schon mehrmals dort.

Im Hintergrund etwas unscharf unsere Stecknadeln der besuchten Orte in Florida



Yann gibt es wirklich und er ist mit seiner Familie an vom Klimawandel bedrohte Plätze der Erde gereist. Dort erlebt er für ihn inszenierte Geschichten, die er dann noch mit kindlicher Fantasie erweitert.
Die Bilder zu diesen Geschichten hat dann sein Bruder, der Fotograf Jim Gramming in Fotoserien fest gehalten, die Texte stammen von Agnes Gramming-Steinland.

Erschienen sind die Bücher bei Tlele Books und man kann auch einen Blick in die einzelnen Bücher werfen.

Die Bücher sind empfohlen für Kinder von 5 bis 8 Jahren

Bevor ich meine persönliche Meinung zu dem Buch verkünde erzähle ich Euch noch was meine 10 jährige Tochter dazu sagt.
Ich war so unsicher mit meinem Eindruck, dass ich es unbedingt jemand der noch in Reichweite der Altersgruppe ist zum lesen geben musste.

Ihre Rezension war nur ein Wort: "Laaaaangweilig"

Und jetzt zu mir:
Ich hatte mir mehr erwartet, vielleicht in kindlicher Sprache etwas mehr über den Klimawandel, oder über den Lebensraum. Das wird erst am Ende des Buches auf 4 Seiten wohl für die Eltern erläutert und dort steht auch warum man die Begriffe Krokodil und Alligator durcheinander geworfen hat.
Wer denkt Kinder hätten da Probleme mit hat noch keinen 4 jährigen erlebt, der sämtliche Dinosaurierarten erkennt und auch die Namen aufsagen kann.

Das Buch erklärt zwar ein wenig über die Tiere, doch die Geschichte in den Sümpfen ist für meinen Geschmack schon sehr an den Haaren herbei gezogen.

Tiere die sprechen und dann noch in Reimen, die einen Erwachsenen schaudern lassen, hätte meine Tochter mit 5 schon nicht mehr "ernst genommen".

Zusätzlich hätte ich von Klimaforschern ein wenig mehr Einfühlungsvermögen in die Tierwelt erwartet, am Schluss schwimmt Yann nämlich auch noch mit Delfinen, fotografiert in Key Largo. Dieses Touristen Ding kenne ich nämlich auch und natürlich war ich als Taucher und Tierfreund nicht Kunde um just for Fun mit den Meeressäuger zu schwimmen.

Es vermittelt ein falsches Bild und ist eher ein Märchen mit ein bisschen Natur als Zuckerguss drum herum.

Mag sein, dass die anderen 11 Bände mich nicht so enttäuscht hätten, aber dieses Buch ist nichts mehr für Schulkinder, für ganz Kleine aber sicher schon.
Als Erwachsener muss man dann darüber hinweg sehen, dass die Fotos oft den Eindruck machen, man blättere in einem privaten Fotoalbum.

Mein persönliches Problem ist sicher, die viel zu hohe Erwartungshaltung an dieses Buch, kommt man ohne diese an ist es sehr nett gemacht.





Das Buch wurde mir kostenlos für diese Rezension überlassen

1 Kommentar:

  1. Interessant deinen Bericht zu lesen. Ich habe mir zwei der Bücher angesehen in einer Buchhandlung, nachdem Berichte darüber gleich auf zwei Blogs aufgetaucht sind (und ich lese eigentlich nur in Nähblogs ...). Ich bin Biologin und mich haben genau die Dinge gestört, die dir offensichtlich auch nicht gefallen haben. Ich war enttäuscht und habe sie dann meinem 3,5 jährigen Sohn und seinem Papa gezeigt, die da nicht "vorbelastet" sind ... beide konnten sich nicht dafür begeistern, lediglich die Reime fand das Kind teils lustig, qualifizierte es dann aber sofort als "Babybuch". LG Ingrid (die doch lieber gleich bei Sachbüchern bleibt bzw. mit dem Kind einfach in die Natur geht und dort guckt, ausgerüstet mit Becherlupe und Fernglas)

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♥♥♥ Kommentare sind wie ein guter Nachtisch, sie machen die Sache erst perfekt. Danke dafür ♥♥♥