Dienstag, 2. Februar 2016

Auf der Suche nach der richtigen Schule

Nach den Sommerferien wird nicht nur Jolina eingeschult, auch Louisa wechselt von der Grundschule aufs Gymnasium.
Auf welches wissen wir noch nicht, auf welches sie gerne gehen möchte wissen wir dagegen schon.
Ich hätte nie gedacht, dass das so anstrengend sein kann.



Wir haben tatsächlich gerade ein Luxusproblem. Während in anderen Familien die Empfehlung nicht so ist, wie man das gerne hätte hat Louisa die Gymnasialempfehlung in der Tasche, nur jetzt müssen wir eine Schule auswählen und dann von der Schule gewählt werden. Wir müssen uns also bewerben und hoffen.


Wir haben drei Schulen zur Auswahl in der Stadt und könnten dann natürlich auch noch ins Umland, zB. auch nach Bingen fahren.
Wir haben uns tatsächlich die Infoabende an allen drei Schulen angetan und auch an 3 Schulen den Tag der offenen Tür bzw Schnupperunterricht.

Da wir nicht hier aus der Gegend stammen kennen wir keine der Schulen selbst, immer nur das was andere sagen, und das ist ja bekanntlich immer subjektiv.
In den letzten Wochen in denen sich unsere Termine noch zusätzlich um Fasching und Schulsuche ausweiteten habe ich mir öfter als einmal gewünscht es wäre gewesen wie bei mir, die Wahl war Hauptschule, Realschule oder Gymnasium, wobei Realschule und Gymnasium im Wechsel die Orientierungsstufen beherbergten. Also musste man nicht abwägen und sich hinterher über die falsche Entscheidung ärgern oder bangen genommen zu werden.
Manchmal ist es einfach besser keine Wahl zu haben.

Natürlich gibt es auch hier nicht "die beste" Schule, sondern sie muss zum Kind passen.
Da wäre das Traditionshaus mit altsprachlichem Zweig, oder das Gymnasium mit bilingualem Zweig und der Mensa die von Johann Lafer betrieben wird (die ist wirklich genial), oder eben die ehemalige Mädchenschule die großen Wert auf musische Fächer legt, die Bläserklassen, oder Chorklassen hat und wo man später Sportleistungskurse belegen kann und wo Lachen und fröhlich sein schon im Leitbild steht.



Wer uns schon etwas länger verfolgt weiß jetzt schon was die Wunschschule für Louisa und auch uns ist, wobei ich bilingual auch richtig toll finde.
Louisa redet schon seit über einem Jahr davon ins "LiHi" zu gehen (die Kreuznacher Schulen kürzen sich alle ab, haha, muss man sich auch mal dran gewöhnen wenn man fremd ist. LiHi, RöKa und StaMa sind hier im üblichen Sprachgebrauch und auch in den Flyern der Schulen so geschrieben.)

Heute hatten wir den letzten Schnuppernachmittag, von 15:00 bis 17:00 zu 5 Stationen, wo man immer mit Infos gefüttert wurde und wo sich die Schule natürlich von ihrer Schokoseite zeigte. Dieses Mal gab es sogar am Ende Pizzabrötchen für alle und noch Gummibärchen. Trotzdem blieb Louisa dabei "Ich will aufs LiHi!"

Und das Kind möchte Französisch als erste Fremdsprache *schluck*. Was hab ich mich mit der Sprache gequält, dabei ist man in nicht mal einer Stunde von meinem Geburtsort in Frankreich. Obwohl die echten, alten Lothringer einen ähnlichen Dialekt sprechen wie wir und man fast kein Französisch braucht (bei der jüngeren Generation allerdings schon).

Okay, Französisch. Wäre es noch wie früher, 2. Fremdsprache in der 7. Klasse würde ich Louisa ins Gebet nehmen, doch so kommt Englisch dann schon in der 6. Klasse, das Jahr macht wirklich kaum Unterschied, nur dass ich 12 Monate früher mein eingestaubtes Schulfanzösisch aus der hintersten Gehirnwindung holen muss.

Das "LiHi" ist übrigens das einzige Gymnasium in der Stadt mit Französisch ab der 5. Klasse, somit haben wir dort einen Fuß fest in der Tür.

Jetzt steht nur noch ein Termin bevor, der der Anmeldung, mal sehen wie ich das mache mit Jolina, wenn ich sie mitnehmen muss könnte das sehr kontraproduktiv sein, also muss sich der Papa wieder mal frei nehmen.

Aber nicht, dass wir uns dann zurück lehnen können. Nein! Jolinas Einschulung ist ja auch noch nicht ganz durch. Da fehlt noch ein Gutachten und die Beantragung der I-Kraft und .... ach ich hab mich noch gar nicht richtig darum gekümmert, denn eins nach dem anderen, sonst werd ich hier noch verrückt.


Louisa trägt ihre funkelnagelneue "Liz" die ich ihr nach dem neuen E-Book von rosarosa aus Jersey und Sweat am Montag genäht habe, denn eigentlich ist der Schnitt für Webware. Geht aber und ist jetzt im E-Book auch beschrieben. Einer für alles find ich immer gut.
Psssst, den Schnitt gibt es gerade zum Einführungspreis etwas günstiger.

Als ich am Montag Morgen diesen Stoff wählte war ich mir echt unsicher ob der "cool" genug für das Mädel ist und ob der Schnitt weit genug ist, denn man mag es jetzt lieber weit und nicht mehr so körperbetont, aber auch nicht zu weit, denn das macht fett. (Ich habs echt nicht leicht)
Der Stoff ist übrigens bejubelt worden und ich konnte durchatmen, weil da hatte ich schon fertig genäht (vorher fragen ist für Weicheier.)


Schnitt: Liz von rosarosa
Stoff: Sweat BowtieBear Farbe: Marshmallow (ein Traum) von AfS
+ Uni schwarz Jersey, weil Stoff nicht reichte (grins)
genähte Größe: 146
Model: Louisa
Fotos: JoLou






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Kommentare:

  1. Ohhh, ja, so eine Entscheidung ist nicht leicht.....Frag mich mal, wie mir die richtige Schulwahl für Josefine im Magen liegt...sie wird auch im September eingeschult.....was tun? Was tun? Wenn man nur immer wüsste, was richtig ist....
    Lieben Gruß
    Gisi

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  2. Das klingt wirklich anstrengend und schwer diese Schulauswahl. Das gab's hier nicht. Wenn du in diese und jene Schulstufe eingeteilt wurdest, dann gab es genau eine Schule dafür und da gingst du dann hin :D.
    Phu Französisch. Damit hab ich mich auch echt gequält... und du weisst ja, das ist in der Schweiz eine Landessprache und gilt somit weit mehr als Englisch (also jetzt auch nicht mehr, aber bei uns hat man Französisch noch vor Englisch gelernt). Erst in meiner Ausbildung habe ich dann auch diese Sprache noch einigermassen begriffen. Aber ein Sprachgenie bin ich leider gar nicht und so verstehe ich zwar relativ viel geschriebenes, kann mich aber nicht super toll unterhalten. Aber umso schöner finde ich es, wenn das jemand gerne macht und Talend hat. Sprachen öffnen einem die Welt und so manchen Weg zum Traumjob :). Ihr werdet die für euch richtige Entscheidung treffen. Die Daumen sind gedrückt. Halte durch Mama :), das ist ein ereignisreiches Jahr. Für die Gutachten und Bewilligungen bei Jolina drücke ich alle Daumen, dass ihr auch für sie eine tolle Lösung und eine super Schule findet.

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    1. Dankeschön. Ich hoffe nur Louisa stellt sich das nicht so einfach vor. Lernen muss man halt doch um die Sprache zu lernen, da wird sie sich schon umstellen müssen, ihr fliegt bisher alles mehr oder weniger zu (ich war ähnlich und lernen fand ich doof und Fächer wo man eben lernen muss bin ich dann abgekackt, tztztz, ich bin ne faule Socke)

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  3. Ach ja, die Schulwahl ist so eine Sache! Hier ist es zum Glück so, dass alle Gymnasien jeden interessierten Schüler aufnehmen, das heißt die Entscheidung liegt ganz bei uns und wir brauchen keinen Plan B, falls die Wunschschule uns nicht nimmt.
    Interessant fände ich auch, was du über Jolinas Schulwahl zu berichten hast! Vielleicht magst du darüber ja auch was schreiben :-)
    LG von Anna

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    1. Oh ja, Jolinas Einschulung, da werde ich auf jeden Fall noch berichten, nur im Moment war ich noch nicht mal selbst bei der schule, das hat in dem Fall der Papa gemacht und ich kann nur vom hörensagen schreiben, uuups, ich gestehe, da hänge ich noch etwas nach, aber ich habs einfach hinten an gestellt, weil noch Zeit ist.

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  4. Schule und alles drum rum ist bei uns noch weit weg, aber "vorher Fragen ist für Weicheier" wird mich jetzt durch meine nächsten Nähprojekte begleiten.

    Danke für diesen schönen Satz zum Mittwoch morgen.

    LG Anja

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  5. Liebe Martina!
    Unsere Große wechselt auch dieses Jahr. Empfehlung auch für Gymnasium. Für L. stand von vorne herein fest, sie kann nur aufs Gymnasium, weil sie braucht das Abitur für ihren Berufswunsch - Astronautin. Jaja, Ziele braucht der Mensch :o). Wir haben 4 Schulen zur Auswahl, und haben uns 2 angeschaut. Klar, wusste L. schon vor den Tag der offenen Türen auf welches sie geht. Haha. Und wir haben uns nach Bauchgefühl entschieden bzw war es auch nicht schwer, da wir bei der zweiten Schule nach 5 Minuten schon wussten (Mama und Tochter)hier wird das Kind auf keinen Fall hingehen. Tja, es ist jetzt das vom Tochterkind ausgewählte (das mit den schönen Treppen :o) )auf dem der Papa schon war und in dem Lachen, Freude am Lernen, etc. auch im Stundenplan steht. Ein weiterer Pluspunkt beim Kind war auch, dass sie dort in der Big Band spielen kann.Da sie Klarinette spielt passt das ja ganz gut.
    Bei uns nehmen die Schulen auch alle Interessierten und wir dürfen auch nur an einer uns anmelden.
    Ich wünsche euch auf jedenfall eine stressfreie Entscheidung. Die Kids wissen meist schon ganz gut was sie wollen, gell?
    Alles Liebe Dir.

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    1. Astronautin ist für ein Mädchen ungewöhnlich, aber ein total cooler Berufswunsch, ich wünsche Euch alles Gute auf dem Weg zu den Sternen :-)

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  6. Ich möchte mal aus Erfahrungen berichten:
    Heutzutage wird immer mehr Englisch gefragt, wir leben in einer globalen Welt und mir fällt es immer wieder auf die Füße, dass ich Englisch nur als Zweitfach (nach Russisch) hatte und eben auch nicht wirklich sprachbegabt bin.
    Unsere älteste Tochter hatte Englisch und Französisch als Leistungskurs (die Gene offensichtlich nicht von mir ;-)) und braucht heute Französisch gar nicht mehr, sie war als Au pair in Irland und ist frischgebackene Englischlehrerin. Französisch ist halt auch keine Weltsprache, da eher noch Spanisch. Ich finde diesen bilingualen Unterricht wirklich toll, leider gab es das bei meinen Kindern noch nicht. Und manchmal muss man auch in die Entscheidungen der Kinder eingreifen, sie können einfach noch nicht sehr weit voraus schauen. Unsere jüngere Tochter wollte wegen ihrer Freundinnen auch nicht auf die Leistungsprofilklasse (hier Gymnasium ab Klasse 5, sonst Klasse 7). Ich Nachhinein hätte sie sich anders entschieden.
    Ich will hier nichts vorschreiben, nur noch mal zum Nachdenken anregen, denn man trifft (leider) Entscheidungen, die schon einen Großteil des künftigen Berufsweges beeinflussen können.

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  7. Ich möchte mal aus Erfahrungen berichten:
    Heutzutage wird immer mehr Englisch gefragt, wir leben in einer globalen Welt und mir fällt es immer wieder auf die Füße, dass ich Englisch nur als Zweitfach (nach Russisch) hatte und eben auch nicht wirklich sprachbegabt bin.
    Unsere älteste Tochter hatte Englisch und Französisch als Leistungskurs (die Gene offensichtlich nicht von mir ;-)) und braucht heute Französisch gar nicht mehr, sie war als Au pair in Irland und ist frischgebackene Englischlehrerin. Französisch ist halt auch keine Weltsprache, da eher noch Spanisch. Ich finde diesen bilingualen Unterricht wirklich toll, leider gab es das bei meinen Kindern noch nicht. Und manchmal muss man auch in die Entscheidungen der Kinder eingreifen, sie können einfach noch nicht sehr weit voraus schauen. Unsere jüngere Tochter wollte wegen ihrer Freundinnen auch nicht auf die Leistungsprofilklasse (hier Gymnasium ab Klasse 5, sonst Klasse 7). Ich Nachhinein hätte sie sich anders entschieden.
    Ich will hier nichts vorschreiben, nur noch mal zum Nachdenken anregen, denn man trifft (leider) Entscheidungen, die schon einen Großteil des künftigen Berufsweges beeinflussen können.

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    1. Nun, das mit den Französischen würde mir mehr Bauchweh bereiten wäre es wie früher, so kommt es einfach nur ein Jahr vor Englisch ansonsten wäre es eben anders herum. Dkie Fächer werden dann ab Klasse 6 vollkommen gleichwertig unterrichtet mit jeweils 4 Wochenstunden (oder waren es 5?) und sind beides Hauptfächer. Den englischen Vlorsprung hat Louisa schon durch die Grundschule und kann sich besser verständigen wie ich nach meinem 1. Jahr Englisch auf dem Gymnasium.
      Sie muss beides lernen, beides als Hauptfach, eigentlich ist es Wurscht, nur ungewöhnlich die Reihenfolge zu verändern, daher passt es schon zu uns

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♥♥♥ Kommentare sind wie ein guter Nachtisch, sie machen die Sache erst perfekt. Danke dafür ♥♥♥